Das Sterben

Das Sterben – der Tod.
Wenn man als junger Mensch darüber nachdenkt, scheint einem das Thema so fern, die Sache sie unwahrscheinlich, dass man sich glatt unsterblich fühlen könnte.
Und warum auch nicht? Wir sind jung und kräftig – unser Leben liegt vor uns, nicht dahinter.
Und trotzdem… ist der Tod uns nicht eigentlich immer gleich nah? Mit der Zeit hat die Anzahl der Möglichkeiten zu sterben zugenommen und mit der Zeit wurde es auch immer wahrscheinlicher… was braucht man denn heute um zu sterben?
Einen Menschen, der dir böses will. Davon gibt es viele. Vielleicht haben sie einen Grund, aber na ja. Arrogant mach ein Mord sie trotzdem.
Oder man passt mal auf der Straße nicht auf, fällt eine Treppe hinunter… keine großen Sachen, die schnell mal passieren können – auch uns, den Jungen.

Und trotzdem… es ist so weit weg. Warum sollte es ausgerechnet uns passieren?
Und dann passiert es vielleicht doch. Vielleicht auch durch etwas, das man normalerweise nur bei älteren Menschen erwartet. Auch Jüngere haben Schlaganfälle.

Wie oft liest man denn in der Zeitung, dass junge Menschen umgekommen sind? Sehr oft. Ständig Kreuze am Wegesrand mit nah beieinander liegenden Geburts- und Sterbedaten.

Doch ist der Tod wirklich so schlimm? Wir schieben es von uns weg, einige fürchten ihn. Doch ist es nicht eine Art Erlösung, all das hier hinter sich zu lassen? Die Welt ist grausam. Gefressen oder gefressen werden, Barmherzigkeit bleibt da fern. Das ist bei den Tieren so und auch bei den Menschen. Vor allem bei den Menschen. Denn sie zeigen sich nicht wie sie sind, sie verstecken es hinter einer Fassade von Freundlichkeit, die nicht immer durchschaubar ist.
Natürlich gibt es Ausnahmen – der Mensch an sich muss nicht schlecht sein. Aber grausam.

Und da ist es schön zu leben? Nein, eigentlich ist es schön, wenn man aufhören kann und trotzdem… trotzdem will man hierbleiben.
Der Mensch – Masochist und Sadist zugleich?

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2 thoughts on “Das Sterben

  1. Man stellt sich den Tod oft als eine Art Erlösung vor. Und sicherlich ist er auch eine „Erlösung“, schließlich kann man das Unheil und die Ängste, die einen begleiten hinter sich lassen. Aber gerade wenn man noch so jung ist, sich die Ideen und Wünsche und Ziele im Kopf überschlagen und stündlich ändern, dann will man hier bleiben. Ich zum Beispiel will noch so viel mit meinem Leben anfangen. Wenn ich erstmal eigenes Geld verdiene, auf eigenen Füßen stehe, dann möchte ich die Welt entdecken.
    Das Leben kann also tatsächlich auch schön sein. So wie eine kaputte, alte und verdreckte Vase schön sein kann, es kommt halt immer darauf an, von welchem Blickwinkel man die Sachen betrachtet.

    (Sorry, dass ich einen Kommentar zu so einem alten Schinken hinterlasse, aber ich stöber bei Neuentdeckungen immer in den Archiven rum …und fand diesen Beitrag interessant ^.-)

  2. (Kein Problem, ich freu mich ja, wenn hier jemand rumstöbert (;)

    Herrje, den Beitrag hatte ich vollkommen aus meinem Gedächtnis gestrichen … ich weiß nicht, was am 22. Mai genau los war, aber scheinbar war es eine Zeit eher dunklerer Gedanken -lach-
    Natürlich kann das Leben schön sein, ich selbst möchte ja auch leben. Wir alle haben ja unsere Träume und Wünsche, die im besten Falle nicht nur das bleiben sollen (:
    Und wenn dann wirklich jemand stirbt … dann empfindet man es als Zurückgebliebener wohl kaum als Erlösung, auch der Gedanke tröstet wenig. Zumindest ging es mir damit immer so.
    Aber du hast recht – es kommt auf den Blickwinkel an beziehungsweise auf die Lebenssituation. Wenn gerade alles schief läuft, man das Gefühl hat, nicht mehr weiterzukommen … dann sind womöglich auch die Träume egal.

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