Slavery – Spoiler #2

Tadaaaa, Spoiler Nummer 2!

Ein wildes Knurren drang aus Idris‘ Kehle, als er bemerkte, dass wir ihn umstellt hatten. Ich stand mittig, Dacre und Gareth jeweils zu meiner Rechten und Linken. Lynne war auch dabei, doch sie hatten wir hinter uns platziert. Keiner von uns wollte es verantworten müssen, dass wir etwas geschah und es war kein Geheimnis, dass Idris sie nicht leiden konnte. Eigentlich hatte sie nicht einmal mitkommen sollen, doch dickköpfig wie sie einmal war, hatte sie uns verfolgt und sich so mitten in den Sturm begeben.
Sie war eine Behinderung, ja, aber das ließ sich nun nicht mehr ändern. Zum Umkehren war es zu spät.
Manchmal hatte ich das Gefühl, Lynne lag einfach zu viel an uns, auch wenn es mich rührte.
Meine Gedanken wurden jäh unterbrochen, als Idris ein erneutes, für ihn so typisches Knurren ausstieß und das kleine, blonde Mädchen hinter uns erschrocken aufquietschte.
»Das ist Wahnsinn! Wie wollt ihr dem bitte beikommen?« Deutlich war die Wut in seinen grünen Augen zu sehen, doch zum ersten Mal hatte ihr Funkeln keinen Effekt auf mich. Es war soweit – wir waren soweit. Wir mussten endlich handeln, ehe es zu spät war, und das konnte jeden Moment sein. Nur Idris stellte sich quer, wollte uns an unserem Vorhaben hindern. Er begründete es darin, dass auch er dadurch in Schwierigkeiten kommen würde, doch ein kleines Stimmchen in mir meinte, dass die nicht ganz der Wahrheit entspräche. Ich ignorierte es. Seine unehrliche, unnahbare Art nervte mich – sollte er etwas zu sagen haben, würde ich ihn anhören. Doch dieses ewige Hin und Her, dieses Versteckspiel hatte ich eindeutig satt.
»Wieso, zur Hölle, glaubt ihr, ihr wüsstet genug, seid stark genug? Wie lange seid ihr schon Vampire? Wer hat mehr Erfahrung?«, schrie er uns an, als auf seine ersten Fragen keine Antwort folgte.
»Wir mögen zwar jünger und unerfahrener sein, was unser Leben als Geschöpf der Nacht betrifft«, sagte Gareth, »doch das heißt nicht, dass wir keine Ahnung haben. Bedenke: Auch der Meister muss noch lernen. Das trifft auch auf dich zu. Und warum nicht von uns?«
Idris gab seine Verteidigungsposition auf und lachte unverhohlen spöttisch.
»Lernen, von euch!«
Seine Reaktion machte mich wütend. Würde er diese Arroganz nie ablegen?
»Falls du es vergessen haben solltest: Wir sind ihm bereits begegnet, konnten ihn und seine Möglichkeiten analysieren, [i]du[/i] nicht! Also versuch uns nicht vorzuschreiben, was wir tun können oder nicht. In diesem Fall bist du der Dümmere! Und nun gib uns diesen gottverdammten Schlüssel.«
Wir rückten näher heran, der Kreis um Idris wurde kleiner, er nahm seine Verteidigungsstellung auf.
»Nur über meine Leiche!«, zischte er.
Leises Weinen drang an mein Ohr. Lynne.
»Nun streitet doch nicht!«, stieß sie zwischen zwei kurzen Schluchzern hervor und ihre zarte Stimme bildete einen seltsamen Kontrast zu den unseren.
Gareth und ich drehten uns fast automatisch um, um sie zu beruhigen und besannen uns zu spät eines besseren.
Dacre!
Als ich wieder zu Idris blickte, nahm ich nur ein Fauchen war, dann trübte rotes Blut meinen Blick.

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