[Rezension] Totenbraut | Nina Blazon

Nina Blazon, Totenbraut
Nina Blazon:
Totenbraut

Über das Buch:
1731, in den Wäldern Serbiens: Für eine Handvoll Gold wird das Mädchen Jasna von ihrem Vater an einen reichen Gutsbesitzer verkauft. Der rätselhafte Fremde nimmt das Mädchen mit auf seinen Hof an der Grenze zum Osmanischen Reich. Dort wird Jasna mit seinem Sohn Danilo verheiratet. Schnell stellt die junge Braut fest, dass ein schrecklicher Fluch auf der Familie lastet. Gibt es in Danilos Familie wirklich einen Vampir, wie im Dorf gemunkelt wird? Während sich die mysteriösen Vorkommnisse häufen, gerät Jasna in den Bann des faszinierenden Dušan. Aber auch er hat ein dunkles Geheimnis …

deutsche Erstausgabe
gebunden mit Schutzumschlag,432 Seiten
16,95€ [DE], 17,42€ [AT]
ISBN 978-3-473-35304-0
Leseprobe

Meine Meinung:
Ich bin begeistert! Innerhalb kürzester Zeit, verschlang ich eine Seite nach der anderen. Bis fünf Uhr morgens hörte ich nicht auf, und dann auch nur, weil bereits die Vögel zwitscherten und ich dachte, dass ein wenig Schlaf mir auch ganz gut täte. An der Müdigkeit lag es ganz gewiss nicht.
Jasna ist vierzehn Jahre alt, wird bald fünfzehn. Als eines Tages ein Fremder – Jovan – an der Türe ihres Elternhauses klopft, kann sie nicht wissen, dass sie nur kurze Zeit später mit ihm nahe des Osmanischen Reiches reisen wird, um dort seinen Sohn Danilo zu heiraten.
Dort angekommen, wird ihr schnell bewusst, dass nichts so ist, wie es scheint und ihr Leben dort kein schönes wird. Nur in wenigen findet sie Freunde, allen voran Dušan, ein Fahrender, der doch auch mehr zu sein scheint, als er zugibt.
Neben dem normalen Alltagstrott muss sich Jasna auch mit allerlei seltsamen Vorkommnissen herumplagen. Nicht nur, dass irgendetwas sie zu verfolgen scheint; außerdem ist das Dorf der festen Überzeugung, dass ein Vampir umgeht – und Schuld daran ist Jasnas neue Familie!
Immer wieder werden Fragen aufgeworfen und auch wenn man als Leser ahnt, dass diese recht gut erhalten Leichen nicht zwangsläufig etwas mit Vampirismus zu tun haben, erfährt man erst ganz zum Schluss des Rätsels Lösung. Auf einmal fügt sich alles und zusammen mit Jasna durchschaut man endlich die Geschehnisse, dieses riesige, einzige Rätsel.
Derweil leidet man mit ihr, stellt sich die Fragen, die sie sich stellt. Man fühlt ihr Entsetzen, ihre Wut, ihre Neugier, aber auch die schönen Momente kommen einem nahe und begeistern. Letztlich will man nur das Beste für die sympathische Jasna, die so unfreundlich in die Fremde gestoßen wurde und es doch schafft, einen kühlen Kopf zu bewahren und sich selbst zu retten.
Von Anfang bis Ende gelingt es der Autorin, einen großen Spannungsbogen zu ziehen, der bis zum Ende hin konsequent steigt. Zudem erfreut eine recht einfache, doch schöne Sprache das Leserherz, die einen nur so durch den Buchstabenozean dahingleiten lässt.
Absolute Fantasy-Freunde werden wohl kaum ihre Freude daran haben, doch alle, die Interesse an der Geschichte haben, die der Vampirmythos fasziniert und die sich nach ein klein wenig Sonne sehnen – die werden bei diesem Buch voll auf ihre Kosten kommen.
„Totenbraut“ ist eine durch und durch gelungene Geschichte, die zu den wenigen gehört, die einen mit Wärme im Herzen das Buch zuklappen lässt.

Da mein einziger Kritikpunkt lediglich ist, dass ich von dem Buch gut und gerne noch Hunderte Seiten mehr lesen könnte, diese aber nicht da sind, macht es mir absolut gar nichts aus, dem Buch fünf von fünf Sternen zuzuschreiben.

Zur Autorin:

Nina Blazon, geboren 1969, studierte Germanistik und Slawistik. Sie lebt in Stuttgart und ist als freie Journalistin, Autorin und Texterin tätig. Nina Blazon liebt historische und fantastische Geschichten und hat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Inzwischen sind bereits zehn erfolgreiche Romane von ihr erschienen.

Quelle

Mein Dank geht noch einmal an

Der Verlag stellte mir dieses schöne Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung.

Advertisements

10 thoughts on “[Rezension] Totenbraut | Nina Blazon

  1. Hä? Der Satz verwirrt mich xD
    Hast du dich gefragt, ob ich es schon mal gelesen hab und die Frage ist jetzt beantwortet ODER
    Fragst du dich immer noch, ob ich es schon gelesen hab? Wenn das, dann: nein :D

    • xD
      Bei einer Anfrage hatten sie auch nicht geantwortet, aber bei der hier hatte ich Glück (:
      (vor allem mit dem Buch +.+)
      Probieren geht über Studieren!

  2. Pingback: Ich bilde mich weiter! « Muh, das Telefonbuch

Und ihr so?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s