Jacquelyn Frank: Schattenwandler | Jacob

Jacquelyn Frank Schattenwandler Jacob Achtung – dies ist keine Rezension! Sondern mehr ein „Ich muss mich mal eben auskotzen“-Beitrag.
Und zwar geht es um das Buch, dass ihr hier sehen könnt – „Jacob“ aus der Schattenwandler-Reihe von Jacquelyn Frank.
Ich hab ja doch schon einiges gelesen, doch bei solchen Büchern muss ich mich doch immer fragen, wo zum Teufel der- oder diejenige seinen/ihren Verstand gelassen hat, als er/sie entschied, dass dieses Buch verlegt werden wird. Der einzig plausible Grund: Es ist so, wie momentan viele Bücher sind, die dem Bereich der Romantic Fantasy zuzuordnen sind und was denen geklappt hat, klappt auch hier. Gut, ist halt so.
Aber immerhin haben einige dieser Bücher immer noch einen eigenen, recht interessanten Aspekt, der sie irgendwo doch wieder lesenswert macht. Wenigstens ein bisschen.
Dummerweise scheint das hier nicht der Fall zu sein.
Ich gebe zu, ich lese es nicht, sondern höre es. Das mag auch noch mal ein Unterschied sein, aber mir geht es ja nicht darum, dass eine schöne Männerstimme sicherlich passender gewesen wäre – und inhaltlich ändert sich im Hörbuch ja nichts.
Aber mal zu allgemeinen Bildung:

Ein Mann wacht über das Gesetz, das den Schattenwandlern die Liebe zu den Sterblichen verbietet: Jacob. Siebenhundert Jahre widerstand er jeglicher Versuchung und richtete zahllose Schattenwandler, die sich bei Vollmond ihren dunklen Trieben hingaben. Doch als er die schöne Isabella rettet, flammt eine Leidenschaft in ihm auf, die er nie zuvor kannte. Und nun ist es Jacob selbst, der das eherne Gesetz der Schattenwandler bricht.

Erster Gedanke: War ja klar.
Gut, altbekanntes Prinzip, funktioniert meist. Ist ja auch nur ein Aspekt! Also – ran an den Speck! Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. (Und würde man mehr draus machen, wäre die dargestellte Welt im Grunde auch recht interessant.)
Nun, inzwischen habe ich drei Stunden „Hörspaß“ hinter mir und es ist nahezu nichts passiert. Okay, sie hatten schon beinahe Sex, sie hat einen wahnsinnigen Dämonen gekillt und weiß Bescheid. Aber die Story kommt null ins Rollen! Ich hab zwar auch noch einiges an Zeit vor mir, aber drei Stunden Geplänkel sind ja doch reichlich deprimierend.
Schuld daran ist dieses ständige Pochen auf die inneren Gefühle besondern von Isabella und Jacob. An sich nichts Dummes, man hat ja gerne Einblick in die Figuren. Aber wenn sowas immer wieder kommt und sich die Autorin ständig wiederholt und es außerdem dann kommt, wenn es absolut unpassend ist … da staut sich in mir die Wut.
Ein Beispiel: Zwischen Jacob und Isabella besteht (natürlich) ein ganz besonderes Band. (Unser lieber Herr ist wohl nämlich doch perfekt, hach wie schön!) Und die eine Dämonin checkt das & ruft trotzdem King-Size-Demon, obwohl sie’s eigentlich nur machen sollte, wenn Jacob der kleinen Bella gefährlich werden kann – ist grad nicht der Fall, aber was soll’s. Ist eben was Besonderes, und außerdem ist sie die Empathin, trotzdem spürt Jacob Isabellas Gedanken und Gefühle (kommt euch das auch aus zigtausend Geschichten so bekannt vor?), die nicht einmal sie erfährt! Das ist … also nee! Da rufen wir den König, der in Unterhosen ankommt, alles missversteht und ein Kampf sich annaht. Und endlich – endlich! – kommt mal sowas auf, das man mit etwas Fantasie als Spannung interpretieren könnte, da wird en detail erklärt, wie genau die Anwesenden (vier Leute!) gerade empfinden. Und ich saß da und wollte eigentlich nur wissen, wie es denn weitergeht, was passiert! Stattdessen minutenlanges Gelaber … Das macht die Geschichte bis jetzt schlichtweg öde.
Was aber noch wesentlich schlimmer ist: Die sind nicht nur charakterlich alle ganz toll und super und besondern, nein. Die sehen auch noch gut aus!
Und nachdem zum gefühlten fünfzigtausendsten Mal erwähnt wurde wie männlich, gutriechend, erregend, sexy, geil, fantastisch und ganz und gar athletisch Jacob ist und wie weiblich, zwart, weich, elfenhaft, gutriechend, erregend, sexy, geil und fantastisch Isabella ist … hat man die Schnauze voll.
Alle sind perfekt, sie sind perfekt, und besonders! Und wetten, es gibt ein Happy End?
Inzwischen hör ich es nur noch beim Putzen des Bades, ansonsten ist mir meine Zeit echt zu schade. Und etwas Positives hat es ja: Ganz so langweilig wie stumm die Waschbecken zu schrubben, ist es dann doch (noch) nicht.

Wie gesagt, die Hoffnung stirbt zuletzt. Allerdings ist die momentan ziemlich am Röcheln.

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2 thoughts on “Jacquelyn Frank: Schattenwandler | Jacob

  1. Wow, ich glaube, ich sollte den Kauf dieses Buches noch einmal überdenken (eigentlich hatte ich ja gehofft, zwischen den ganzen „Romantasy“ Geschichten auch mal die ein oder andere gute zu finden)! ^^

    • -lach-
      Also es gibt auch viele Fans der Serie, meine Meinung ist ja nicht das endgültige Urteil (: Nur wenn man mich fragt, kann man hier vom Kauf durchaus absehen … vllt wäre ein reinschnuppern durch Bibliotheken erst einmal besser.

Und ihr so?

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