Just to say „Hello!“

Wie wohl offensichtlich ist, bin ich wieder zurück. Am 29. Mai verabschiedete ich mich für eine Weile von Deutschland und begab mit mit einer Gruppe von Freunden auf den Weg nach Assisi. Die Hinfahrt dauerte stolze 13 Stunden und 20 Minuten, was zum Großteil den Wartezeiten zwischen Flügen und Zügen zu verdanken ist. Dennoch klappte alles bis dahin erstaunlich gut. Selbst als sich Probleme anbahnten, weil lustigerweise niemand wusste, wo genau wir in Assisi hinmussten, ging alles glatt, da eine der Nonnen, mit denen wir die nächsten Tage verbringen würden, bereits am Bahnhof auf uns wartete und uns unser Gepäck abnahm. Sie fuhr mit dem Auto, wir nahmen den Bus.
Ja, richtig gelesen: Nonnen.
Einige von uns waren bereits in Assisi gewesen und da sie es schön fanden und wir alle herzlich wenig Interesse an der Sauftour nach Spanien, die sich Abi-Fahrt nennt, hatten, entschlossen wir uns, wieder italienischen Boden zu betreten. Dabei kamen wir bei Franziskanerinnen unter. Ich bin nicht gläubig, aber … die anderen fanden es wohl schön und angeblich war es billiger, und hätten wir rumgezickt, hätten wir wohl kaum die Möglichkeit gehabt mit Novizen zu sprechen. Das waren wirklich sehr herrliche Kerlchen (Jedi-Teddys) und der Abend bei ihnen … wunderschön! Ohnehin konnte ich die Tage wieder richtig schön viel lachen; die Gruppe war wirklich klasse.

Aber mal von vorne. Die Hinreise klappte wunderbar und angekommen gab es gleich Essen. Würde ich Gemüse essen, könnte ich sagen, dass es die ganze Zeit über wunderbar geschmeckt hat.
Aber was macht man in Assisi? Zum einen ist die Stadt an sich sehr sehenswert. Zwar erfordert es einiges an Lauferei, da man entweder hoch oder runter läuft (man gewöhnt sich ja dran!), aber die schönen Straßen machen es allemal wieder wett. Und wer sich zusätzlich für Kirchen interessiert (und das vielleicht nicht nur im architektonischen und kunsthandwerklichen Sinne), wird dort voll auf seine Kosten kommen. Ach und … das Eis schmeckt auch. (Ist aber teuer, teilweise teurer als hier oder zumindest verglichen mit den Preisen, die ich noch kenne.)
In den Tagen, die wir zur Verfügung stehen hatten, besichtigten wir also die Stadt, ein Teil der Gruppe verging sich am Supermarkt und allesamt belästigten wir die Kirchen der Stadt. Auch außerhalb ging es, so wanderten wir den Carceri hoch, um oben ein Picknick bei erstklassigem Ausblick zu machen und zwischendurch eine Einsiedelei aufzusuchen, bei der auch Franziskus sich einst einhielt. Unnötig zu erwähnen, dass die Landschaft wunderschön ist.
Ebenso mussten wir aber auch arbeiten, gehörte zum Aufenthalt dazu und weniger zu meiner Freude standen jeden Morgen und Abend Gottesdienste oder wenigstens eine Laudes bzw. die Vesper an. Ich muss sagen, sie gefielen mir ebenso wenig wie die deutschen. Zwar klangen die Lieder teilweise sehr schön und der Text konnte meinen Eindruck nicht stören, da ich ihn ohnehin nicht verstand, aber es war doch alles wieder sehr auswendig gelernt, festgelegt und unpersönlich. Das kann es ja wohl nicht sein?
Letztlich kann es mir egal sein, ich „habe ja keine Leidenschaft für Gott“. (Sehr schöner Ausdruck, den werd ich mir wohl behalten!)
Teil des eher geistlichen Programm war auch Zeit für uns zum Nachdenken, ebenso hatten wir Freizeit.
Was ich unbedingt erzählen muss … da wir auch viel gesungen haben („Zwei kleine Wölfe geh’n des Nachts im Dunkeln …“), kam es, dass einer der Gruppe uns „Cantinero De Cuba“ vorsang und -spielte. Ich weiß nicht, ob es jemand kennt und einen Link kann ich euch auch nicht geben, weil ich noch keine schöne Version des Liedes gefunden habe, aber ich habe mich absolut in dieses Lied verliebt. Sicherlich liegt es auch an seiner Interpretation. Wir haben es aufgenommen und seitdem läuft es bei mir (wenn auch in eher mangelhafter Qualität) rauf und runter.
Da ich kein Spanisch beherrsche, kann ich den Text leider nicht übersetzen, aber da er es uns netterweise erklärte: Es ist ein Lied der Sehnsucht, um es grob zu sagen.
Ich suche noch mal nach einer schönen Version, aber ich glaube, nachdem ich seine gehört habe, wird mir gar keine andere mehr gefallen können … hach!

Ausführlicher will ich grad gar nicht werden. Zum einen steht alles in meinem Moleskine und die schönsten Details will ich ja für mich haben. Zum anderen bin ich furchtbar müde. Am 3.6. brachen wir nach Rom auf, hasteten dort knapp drei Stunden durch die Stadt, flogen abends mit einer Stunde Verspätung nach Berlin und übernachteten dort. Ihr könnt euch vorstellen, dass ich auf dem Flughafen nicht unbedingt viel Schlaf fand. Dennoch nickte ich immer mal wieder ein und gegen vier Uhr ließ ich es dann aber gut sein und zog mich um. 6.45 Uhr fuhr unser Bus nach Hause, ca. 9 Uhr waren wir tatsächlich da (lustigerweise hatten wir bei diesem Bus auf Hin- und Rückreise sehr nette Fahrer – so macht das Spaß!).
Doch anstatt richtig nach Hause zu fahren, ging es mit zwei Freundinnen ans Planen. Mehr kann ich grad nicht sagen … jedenfalls war ich 14.45 Uhr dann endlich daheim, aß endlich etwas, badete mich und … machte mich an einem Kuchen zu schaffen. Gut, im Grunde übernahm meine Mutter wieder den Großteil des Backens.
Auf Mittagsschlaf verzichtete ich und am Abend ging es zu einer Lesung von Sebastian Fitzek. Von ihm habe ich ja immer mal gelesen und meist nur Gutes gehört. Nun besitze auch ich eines seiner Bücher.
Die Lesung an sich war auch herrlich. Ich muss sagen, Herr Fitzek ist wirklich ein sehr sympathischer und amüsanter Kerl, der seine Späßchen mit den Lesern und Zuhörern treibt. Ich hoffe, das Buch hält, was die Lesung versprochen hat.

Und tja … ich hab jetzt auch eine Schürze! „Non so cucinare ma ci provo.“
Wenn ich der Übersetzung der Leute dort trauen darf, heißt es so viel wie: „I don’t cook, but I try.“ Stimmt es, ist es äußerst passend. Also … inzwischen. Ich will jetzt mal mehr kochen. Hab immerhin Nudeln mitgebracht!

Und … ich mach jetzt Schluss, husch ins Bett. Der Kuchen will vor vierzehn Uhr weggebracht sein und wenn ich nicht spätestens zwölf aus dem Bett komme, weil ich zu müde bin, habe ich ein dezentes Problem.
Ich wünsche also noch eine gute Nacht und einen wunderschönen Tag!

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4 thoughts on “Just to say „Hello!“

      • Für mich ist es immer Zeichen eines gelungenen Tripps, wenn ich nicht so viel zum Lesen komme xD Wenn ich nämlich wo auf Urlaub/ Reisen/ Ausflug bin, lese ich nur, wenn mir fad ist…

      • Ich les dann gern zwischendurch, besonders wenn es schön ist :3 Dann komm ich mal wenigstens zur Ruhe und schaff ordentlich was xD

Und ihr so?

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