[Rezension] Rubinrot | Kerstin Gier

Eigentlich hatte ich das Buch noch nicht lesen wollen, aber dann hab ich mir mal eine Pause gegönnt … und konnte nicht mehr aufhören! Binnen weniger Stunden hatte ich es durch. Ich sollte mich wohl hüten, gleich Band 2 ranzuschaffen, obwohl die Versuchung groß ist.

Kerstin Gier:
Rubinrot

Über das Buch:
Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16jährige Gwendolyn. Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Dass man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!

Arena
Gebunden mit Schutzumschlag, 352 Seiten
14,95€ [DE]
ISBN 978-3-401-06334-8
Leseprobe
.
Saphirblau
Smaragdgrün

Meine Meinung:
Dass Gwendolyns Familie nicht ganz normal ist, wird schnell klar: Ihre Cousine wird darauf vorbereitet, in die Vergangenheit zu reisen, ihre Großtante hat Visionen und Gwen selbst sieht Gespenster. Mal ganz abgesehen davon, dass ihre Verwandten an sich auch als abgefahren gelten können.
Und wie es das so böse Schicksal will, ist es letzten Endes doch nicht Charlotte – ihre Cousine -, die nach einem Schwindelanfall in der Vergangenheit landet, sondern Gwendolyn. Die Überraschung und auch die Aufregung sind groß – aber nun gibt es eine Aufgabe zu erledigen, die keinerlei Aufschiebung duldet.
Zusammen mit einem anderen Zeitreisenden, Gideon, begibt sich das junge Mädchen auf eine Reise durch die unterschiedlichsten Zeiten mit durchaus illustren Gestalten. Doch wem kann sie trauen, wer will ihr Böses?
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Gwen, dementsprechend gestaltet sich die Sprache: simpel, aber passend. Gwendolyns erfrischende Art findet sich ebenso im Text wieder durch kleine Nebenbemerkungen und sarkastische Formulierungen. Das Buch liest sich wunderbar erheiternd und wahnsinnig schnell – ganz so, wie man es erwartet hat, wenn man sich bereits vorher ein Bild gemacht hat.
Sprachlich geht es eben nicht um „einen Schönheitswettbewerb“, sondern um „Authentizität“, um es mit den Worten von Madame Rossini zu sagen.
Auch inhaltlich ist dieses Buch durchaus packend, doch leider fehlt der rote Faden. Er präsentiert sich höchstens als rosafarbenes Garn, doch ansonsten sind die Gegebenheiten noch zu verwirrend und durcheinander, als dass man das große Ganze erkennen könnte. Vieles bleibt bis zum Schluss unaufgeklärt, auch wenn der Epilog eine weitere Sache überdeutlich andeutet. Einiges kann man daraufhin ahnen, doch letztlich … ein dickes, fettes Fragezeichen.
Letztlich sieht man, dass das Buch der Auftakt einer Serie ist. So sehr einem die Charaktere ans Herz wachsen, eine vollkommene Beziehung kann man mit der Geschichte noch nicht eingehen.
Beachtet man dies, dafür aber auch die erfrischende Art des Buches, ist es wohl kein Verbrechen, dem Buch vier von fünf Sternen zuzusprechen.
Allerdings bin ich mir sicher, dass der zweite Band das noch steigern kann.

Autorentext:

Jahrgang 1966, schreibt erfolgreich humorvolle Frauenbücher. Titel wie „Die Mütter-Mafia“ oder „Für jede Lösung ein Problem“ (Lübbe Verlag) waren monatelang auf allen Bestsellerlisten. „Männer und andere Katastrophen“ wurde mit Heike Makatsch in der Hauptrolle verfilmt. 2005 erhielt Kerstin Gier den DeLiA-Literaturpreis für Liebesromane deutschsprachiger Autorinnen.

Ein Interview mit ihr könnt ihr hier finden.

Noch eine Info nebenher: Rubinrot soll verfilmt werden!
Zumindest wurde im Februar bekannt gegeben, dass die Filmrechte verkauft wurden. Inwiefern das weitergeht und was uns am Ende erwartet … ich bin gespannt!

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9 thoughts on “[Rezension] Rubinrot | Kerstin Gier

  1. :D Saphirblaut ist noch VIIIEEEEL besser! Da bemerkt man dann langsam wie ausgeklügelt und verworren die Geschichte wirklich ist. Und man hat immer noch keinen blassen Schimmer, wie alles ausgehen wird – das fand ich herrlich, da das beweißt, dass Kerstin Gier sich wirklich Gedanken gemacht hat. Und ich warte schon freudig auf Smaragdgrün, wo ich endlich herausfinde, was es denn nun mit dem Grafen auf sich hat…

    • -lach-
      Ich hab mich natürlich nicht an meinen Vorsatz gehalten und den zweiten Band jetzt auch durch, Rezi kommt dann bald.
      Viel besser fand ich ihn nicht, aber nach wie vor klasse!
      Und … das mit dem Zahlenrätsel war ja so fies! xD Jetzt wart ich noch ungeduldiger auf den dritten Band. :/

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  6. Hey:) ich gehöre wahrscheinlich zu einer der letzten, die das Buch noch auf ihrem SuB liegen haben *schäm* aber bald wird es gelesen!:D schöne Rezension übrigens;)
    Lg, Jana
    Ps. Ich füg dich zu meinem Blogroll hinzu, ok?;D

    • Ach, besser spät als nie. ;D
      Ich hab zB „The Hunger Games“ noch nicht einmal angefangen … dafür könnte mir manch einer auch die Hammelbeine lang ziehen. xD Also was soll’s!
      Doppeltes Dankeschön übrigens! :D (Daher auch: Okay! xD)

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