[Tag 10] Welches ist der beste Schlusssatz?

Eigentlich müsste ich ja jetzt bei allen Büchern nachgucken, um vergleichen zu können; ich kann mich partout nicht an jeden erinnern, was ja nicht heißen muss, dass er schlecht ist. Aber da das nicht geht, bleib ich bei dem, den mein Gedächtnis hergibt. Es ist nicht wirklich der beste Schluss, und auch der Satz an sich … hm. Weswegen ist er dann für mich ein guter bzw. momentan der beste Schlusssatz? Weil er ganz einfach wahr ist.

Nie hört das auf.

Er stammt aus „Im Krebsgang“ von Günter Grass. Ich mag das Buch nicht wirklich, aber das ist hier ja egal. Für die, die es nicht kennen: Der Satz bezieht sich auf den Nationalsozialismus, im Text genauer auf das Aufpuschen angeblicher Märtyrer, um der Ideologie zu neuen „Helden“ zu verhelfen. Immer wieder wird es neue Vorfälle geben, die in der Szene ausgeschmückt werden und andere Menschen inspirieren. Und der Gedanke lebt immer weiter.
Ich denke einfach, dass es schlichtweg stimmt. Gut, wenn wir irgendwann alle mal tot sind, dann hört es auf – genauso wie alles andere, also zählt das nicht. Der Fremdenhass, Antisemitismus und auch die Grausamkeit sind ja sowieso schon seit Ewigkeiten „bei“ uns, mal zusammen, mal einzeln … von daher. Solange es Leute gibt, die den Wahnsinn erkennen, gibt es auch solche, die ihm anheim fallen.
Das heißt ja nicht, dass man sich nicht weiterhin dagegen wehren sollte.

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