[Rezension] Das Tal Season 1.2: Die Katastrophe | Krystyna Kuhn

Die Katastrophe krystyna Kuhn Krystyna Kuhn
Das Tal Season 1.2:
Die Katastrohe

Inhalt:
Es ist geheimnisvoll.
Es ist voller Legenden.
Und es lässt sich nicht herausfordern. Von niemandem …

Katie hat nur ein Ziel. Den Gipfel des Ghost zu besteigen, jenes legendären Dreitausenders, der das Tal überragt. Unheimliche Mythen ranken sich um den Berg, seit dort in den Siebzigerjahren eine Gruppe von Jugendlichen verschwunden ist. Doch kaum sind Katie, Julia, David und die anderen unterwegs, geraten die Dinge aus dem Ruder. Was führt der mysteriöse Paul Forster im Schilde, der sich in letzter Sekunde der Gruppe angeschlossen hat? Und was hat der verstörende Fund in der alten Berghütte wirklich zu bedeuten? Als dann auch noch das Wetter verrückt spielt, gerät die Gruppe in Lebensgefahr. Jetzt entscheidet sich, wer Freund und wer Feind ist.

Arena
Klappenbroschur, 304 Seiten
9,95€
ISBN 978-3-401-06473-4
Leseprobe
Hier geht’s zur Rezension von Teil 1.

Meine Meinung:
Katie braucht den Kick, das Gefühl von Freiheit, bis ans Limit gegangen zu sein. Deswegen hat sie sich als nächstes Ziel gesetzt, den Ghost zu besteigen. Dreitausend Meter in die Höhe soll es gehen, doch allein kann sie es nicht machen. Also überredet sie die anderen, mit ihr zu kommen und letztlich machen sich unter anderem sie, David, Julia und ein gewisser Paul Forster auf den Weg. Jeder scheint seine eigenen Beweggründe zu haben, einigen stellt sich auch die Frage nach den acht verschwundenen Studenten von vor 30 Jahren.
Doch ehe sie Antworten finden können, müssen sie erst einmal hochkommen; allerdings ist der Weg beschwerlich, das Wetter kann sich über Nacht komplett verändern und ein menschlicher Körper ist so leicht angreifbar … ein regelrechtes Abenteuer beginnt, eine Reise, bei der Leben und Tod nah beieinander gehen. Und noch immer hört Katie die mysteriöse Warnung: Dort oben wird jemand sterben …
„Die Katastrophe“ ist anders als „Das Spiel“. Zunächst wäre da der Perspektivenwechsel. Zwar übernimmt Julia wieder einige Parts der Erzählung, doch ist Katie hier ganz klar die Hauptprotagonistin. Der Vorteil davon besteht natürlich darin, dass wir mehr über das schweigsame Mädchen erfahren – was geschah in ihrer Vergangenheit, warum ist sie so, wie sie nun einmal ist? Schade ist allerdings, dass andere Personen dabei viel zu kurz kommen. Zwar habe ich nach diesem Buch herzlich wenig Lust, mehr über Chris zu erfahren (Katies Bezeichnung als „der letzte Arsch“ ist ziemlich treffend) – auch wenn es noch so einiges über ihn zu erzählen gibt -, aber Benjamin konnte besonders mein Interesse wecken. Hinter der aufgekratzten Art steckt mehr, ein wachsames Auge, das viel mehr sieht, als es zunächst zugibt. Dass Rose, Debbie und Robert diesmal so ziemlich außen vor gelassen wurde, ist sehr schade, aber es warten ja noch andere Bücher. (Außerdem fällt dadurch Debbies erneut nervtötende Art nicht allzu sehr ins Gewicht.)
Ebenso wie die Informationen über einzelne Charaktere, werden auch die Erkenntnisse über damalige Geschehnisse nur stückchenweise geliefert und im Grunde gibt es nach dem Lesen wieder mehr Fragen als Antworten. Was geschah wirklich mit den Studenten? Sind sie tot? Beziehungsweise: Wer von ihnen? Wer ist Paul Forster wirklich? Was wird am Grace College so vehement verheimlicht? Was verbindet die Toten – und was unsere jetzigen Studenten? Dennoch formt sich langsam ein – wenn auch sehr schwammiges – Bild, was damals geschehen sein könnte. Das weckt natürlich auf eine fast gemeine Art und Weise die Neugierde und ehe man sich’s versieht, ist das Buch auch schon fertig gelesen und die Quelle für neue Antworten vorerst versiegt.
Auch ansonsten ist die Handlung eher unvorhersehbar und spannend, auch wenn sie recht schleppend vorankommt. Erneut hatte ich das Gefühl, dass das Vorgeplänkel viel zu lange dauerte; das erste Mal, dass ich dachte, dass es nun richtig losgeht, war circa bei der Hälfte des Buches. Wirklich richtig los ging es auch dann nicht, zumindest nicht so, wie ich es erwartet hatte. Erst gegen Ende gibt es ein paar richtig böse „Schläge“, wenn einem bewusst wird, dass so einiges ganz anders war und vor allem nicht im entferntesten so wie gedacht.
Besonders diese Schockmomente (denn dieses Mal waren es wirklich Schockmomente und nicht nur schlichte Ahas, wenn etwas Neues bekannt wurde) haben das Buch für mich „gerettet“. Auch wenn die Handlung spannend war, konnte sie nicht ganz so umhauen wie beim Vorgänger – mir fehlte etwas von der gänsehautverursachenden Atmosphäre, die sich hier doch eher rar macht; auch wenn es natürlich stimmig ist, dass dieses einengende und beklemmende Gefühl in den Bergen verschwindet. Aber zum Glück kann es das Ende wieder rausreißen; ebenso einige eher unzusammenhängend und erzwungen wirkende Dialoge, den wenig passenden Einschub mit der YouTube-Nutzerin Karenina und die teilweise etwas hoplrig wirkende Sprache. Die Jugendsprache wirkt insgesamt dennoch authentisch.
Am Ende bleibt das Gefühl, unbedingt weiterlesen zu müssen. Leider geht das nicht, Band drei „Der Sturm“ kann erst im November verschlungen werden und für mich bleibt an dieser Stelle nur zu sagen: Anders, aber mal wieder verdammt lesenswert!

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Nochmals vielen lieben Dank für das Rezensionsexemplar an Frau Blümcke von
Arena
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2 thoughts on “[Rezension] Das Tal Season 1.2: Die Katastrophe | Krystyna Kuhn

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