„Love as thou wilt“

Dies ist der Leitsatz der Religion in der Welt von Kushiel – einer Buchreihe von Jacqueline Carey und eine meiner liebsten.
Ich bin heute zufällig über die französischen Cover gestolpert und sie gaben den Anlass – ich möchte sie mal herzeigen. ;) Keine Sorge, wird kein großes, regelmäßiges Coververgleichdings, aber ihr wisst ja: manchmal überkommt’s dann auch mich.

Noch mal für die vergesslichen, der Verlag sagt zum Inhalt folgendes:

Die Bewohner von Terre d’Ange entstammen der Verbindung von Göttern und Menschen und leben nach einer einfachen Regel: Liebe, wie es dir gefällt. Die junge Phèdre ist mit dem Mal eines Gottes gezeichnet – Kushiels Pfeil, der Segen und Fluch zugleich bedeutet: Sie besitzt die Gabe, Lust am Schmerz zu empfinden. Eines Tages kommt sie als Kurtisane am königlichen Hof einer Verschwörung auf die Spur, die Terre d’Ange in seinen Grundfesten zu erschüttern droht …

Was sich dahinter verbirgt, ist Erotik, Politik, Abenteuer, Liebe und Spannung pur. Wer Intrigen sucht, wird hier mehr als fündig!


In Deutschland hatte man (LYX) sich zunächst für recht bodenständige Cover entschieden, wie ihr sehen könnt. Sie sind nichts wirklich Besonderes oder hauen einen vom Hocker, aber schön schlicht und schick – ich für meinen Teil mag sie.
Gut, die Extra-Zeichen (Dolch, Feder, Schlüssel) sind wieder so eine Sache, aber ich persönlich achte/te) sowieso mehr auf die Marque, ein Tattoo, das auch die Protagonistin auf dem Rücken trägt (ohne den Blutstropfen).
Das sind zumindest die Paperbacks, allerdings erschienen die Bücher später noch mal als Taschenbücher:

Diesmal ist Heyne schuldig und hat schlichtweg die Originalcover übernommen. Nun gut, sie haben irgendwelche Originalcover übernommen!
Das Cover von Band 1 stammt eigentlich vom ersten Cover der Folgetrilogie – Band 4, wenn man so will -, in der es um einen anderen Charakter geht, der aber bereits in der ersten Trilogie vorkam.
Band 2 stimmt ausnahmsweise und das Cover von „Die Erlösung“ zierte ursprünglich den allerersten Band.
Ich weiß nicht so recht, warum sie das alles so durcheinandergewurschtelt haben, vielleicht ging’s um die Ästhetik. Denn die Cover der ersten Trilogie sind nicht so wirklich der Renner.
Hier am deutschen Beispiel könnte man sagen: Je weiter die Geschichte fortschreitet, desto weniger gefällt mir das Cover.
Machen wir also mal mit den englischen weiter:

Ich sagte bereits: So prickelnd sind sie nicht, zumindest sagt mir persönlich nur das zweite Cover ein wenig zu.
Sie … wie soll ich sagen? Sie wirken irgendwie altbacken auf mich, trotz der vielen nackten Haut. ;)
Mit der zweiten Trilogie besserte sich das lustigerweise; Band 1 von dieser ist ja oben schon gezeigt, die anderen beiden sind in schönem, warmen Rot gehalten und zeigen eine blonde Frau, sie sich sehr schön mit dem Hintergrund macht – ich vermute, eine Tochter der Königin. Bei den Franzosen verwirrt mich das zwar ein bisschen, aber später etwas mehr dazu.
Erst mal die französischen Hardcover-Ausgaben:

Nennt mich oberflächlich, ihr habt wahrscheinlich recht – aber mir gefallen sie. Sehr sogar! Wir haben die Marque dabei, die Dame hat endlich die schönen Haare, die immer beschrieben wurden (auch wenn sie durchaus länger hätten sein können – aber es ist wenigstens nicht so struppiges Zeug wie bei den englischen Covern), die Dame trägt rot (was durchaus auch eine Rolle spielt, auch wenn sich schwer sagen lässt, ob es genau dieses Rot ist ;D) und wäre ihr Geld sicherlich wert. (Ähem.)
Bin ja fast versucht, mir die französischen Ausgaben zu holen, auch wenn ich kaum was verstehen würde!
Allerdings … mit den Taschenbüchern haben sie’s ein bisschen versaut, die Froschschenkelsünder:

Zwar ist hier der Reihentitel sehr schön gemacht (die Marque!), aber ansonsten … Band 1 erinnert mit ein bisschen an Rotkäppchen, aber was soll’s. Bei Band 3 wollte man den Herren wohl auch mal einen gefallen tun – auch okay.
Aber Band 2 … ja, sie ist Kurtisane bzw. Prostituierte (was dort übrigens ein sehr ehrenwerter Beruf ist! Sie dient eben Göttern) und natürlich ist man da mal aufreizender, damit’s auch möglichst jeder potentielle Leser rafft – alles kein Problem. Aber Strapse?
Hab. Ich. Was. Verpasst?
Nun ja, trotzdem: Die Franzosen haben die beste Arbeit geleistet, meines Erachtens nach. Vielleicht wollten sie es auch extra gut machen, da vieles vom rein Geografischen an Frankreich erinnert (Terre D’Ange … xD), die Briten sind auch (sehr) okay (auch wenn mein „englisch“ immer „amerikanisch“ meint) und die Deutschen sind halt die Deppen, blöde Wilde, die Du zum Großteil echt vergessen kannst. Hach ja!

Aber um die vorhin erwähnte Verwirrung noch mal kurz aufzugreifen:

Die englische und französische Variante vom ersten Band der Imriel-Trilogie. Gut, zeigt jetzt nicht das blonde Fräulein, aber die französische Dame hat eindeutig eine dunkle Hautfarbe. Erster Gedanke: Yay, cool! (Musste spontan ans Whitewashing denken, von dem ich hier – um ehrlich zu sein – das erste Mal gehört hatte.)
Zweiter Gedanke: Moment mal …
Es ist nun einmal so, eine Königstochter spielt in dieser Trilogie eine Rolle und ich habe ganz selbstverständlich angenommen, dass die blonde Frau diese darstellt – die Beschreibung aus der ersten Trilogie gibt mir da gewissermaßen auch recht, sie wird als blond beschrieben (aber ansonsten nicht viel).
Dunkelhäutig können die Mädchen theoretisch auch sein, erbtechnisch steht da nichts im Wege. Um genau zu sein, wird die andere zumindest als dunkelhaariger Lockenkopf beschrieben, was auf das Covermodel passen würde. Allerdings erscheint sie mir dort viel zu alt, und ich frag mich, was sie da zu suchen hat. (Gleichwohl könnte man fragen, warum ausgerechnet die Protagonistin des ersten Bandes auf dem englischen Cover zu sehen ist.) Allerdings kenn ich die Bücher immer noch nicht, von daher … könnte es alles ja durchaus seine Berechtigung haben. (:
Sie sehen auf jeden Fall beide sehr schick aus!

Und damit seid ihr eigentlich auch entlassen, solltet ihr bish hierher durchgehalten haben. ;)
Ich für meinen Teil gehe jetzt ins Bett!
Gute Nacht! (Auch wenn alle das hier erst lesen werden, wenn sie bereits geschlafen haben …)

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6 thoughts on “„Love as thou wilt“

  1. MIr gefallen in dem Fall die LYX-Cover mit himmelweitem Abstand am besten. Die Heyne- bzw. englischen Ausgaben hingegen gehen gar nicht, vor allem das mittlere Cover ist einfach nur furchtbar.

    Band 1 und 2 der Lyx-Ausgabe hab ich mir übrigens tatsächlich als Mängelexemplar gekauft, WEIL mir die Cover so gut gefallen haben. Natürlich hab ich die Bücher bis dato noch nicht gelesen, und irgendwie bezweifle ich inzwischen auch, dass sie mir gefallen würden …

    • Das Mittlere find ich sogar noch ganz passabel – das dritte der englischen Ausgaben dafür umso schlimmer. xD
      Aber manchmal scheint Schlichtheit ja doch das beste Mittel zu sein. :D Ich glaub, nur wegen der Cover hätte ich nie zu den Büchern gegriffen (zugegebenermaßen, sind sie mir so auch noch nie über den Weg gelaufen – verstecken sich immer).
      Was würde dich denn speziell daran stören? (:

      • Stimmt, das dritte englische Cover ist auch scheußlich, aber beim mittleren stimmt irgendwie die Perspektive nicht bzw. der Schatten ist total komisch: sieht aus, als würde sich ein extrem ausladender Hintern an die Taille anschließen! *g*

        Was mich an den Büchern stören würde, inhaltlich, meinst du? Das klingt irgendwie nach Quest-/High Fantasy … und das ist eigentlich gar nicht so wirklich meins.

      • Wer weiß, wer weiß.
        Es soll ja richtig pralle Hintern geben! -lach-
        Aber stimmt, der Schatten war mir auch schon aufgefallen. xD (Wobei mich das Kopftuch noch eher gestört hat. xD)

        Also so richtig High Fantasy ist es eigentlich gar nicht.
        Zumindest war das mein Eindruck. Okay, ein bisschen Götter-Content gibt es, aber das ist eher gering gehalten. Alles andere erinnert sehr an unsere Welt, wenn auch nicht die moderne.
        Das fängt bei den Völkern an (geografisch stimmt es nicht ganz überein, aber es erinnert schon sehr an England, Frankreich und Deutschland, wenn auch der Bezug aus verschiedenen Epochen kommt), die Religionen sind eigentlich Abwandlungen vom Christentum und Judentum … es ginge zumindest fantasy-mäßiger. :D

  2. Mir gefallen die ersten französischen Cover am besten. Die englischen sind furchtbar, wenn schon so viel Haut gezeigt wird, dann doch bitte auch mit einem schönen Körper und nicht sowas o_O
    Zu Reckless: ja, für meinen Geschmack kam das Fleisch zu oft vor, in allen Varianten. Ist jetzt aber leider schon länger her, dass ich das Buch gelesen habe, deshalb kann ich dir da keine konkreten Beispiele mehr geben :-/

    • Vielleicht wollten sie’s drauf anlegen, dass Schönheit Ansichtssache ist. x) Irgendjemand wird’s schon mögen!
      Da muss ich beim nächsten Mal drauf achten. :0 Mir ist es gar nicht aufgefallen (oder ich kann mich nicht daran erinnern), aber ich wollt’s irgendwann sowieso noch mal lesen.

Und ihr so?

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