Wenn alles ein bisschen anders läuft …

Vorbemerkung: Mittlerweile ist es der nächste Tag. :D

Da ich gerade zwei Stunden frei habe, ein Teil davon aber schon um ist und es sich nicht wirklich lohnt, in der Zeit ins Hostel zu gehen, dacht ich mir, ich nutze mal die Zeit für einen Blogeintrag. :) Leider ohne Bilder, da ich zum einen kaum welche gemacht habe bisher (nur mein Hostelzimmer, sehr spannend!) und zum anderen das Internet bisher nicht so prickelnd ist und sich bei jeder Art von Up- oder Download erst einmal aufhängt. Deswegen also nur ein Text – kämpft euch durch, wenn ihr wollt!

Es ist mittlerweile mein dritter Tag hier, aber fangen wir mal von vorne an. Die Flüge waren super und solange ich mich noch in Deutschland befand, verlief (fast) alles super. Außer vielleicht der kleine Vorfall, als ich bei der Sicherheitskontrolle mein Handy in der Hosentasche vergessen hab, es natürlich piepte und bei der darauffolgenden Untersuchung einer der Beamten fragte, ob ich diesmal sicher sei, dass meine Taschen leer wären. Ja, dann schon. ;)
Dann kam der Dubliner Flughafen und die Aufgabe, den Bus zu finden, der mich in die richtige Gegend bringen sollte. Leichter gesagt als getan, vor allem wenn man erst einmal den Ausgang in der falschen Etage nimmt. Aber einmal quer durchs Parkhaus gelaufen, erledigt sich auch sowas und siehe da – die Bushaltestelle. Konnte ja keiner ahnen, dass ich beim Fahrer mein Kleingeld im ganzen Bus verteile (das mir ein netter junger Herr zum Glück aufsammelte!) und dass ich mit meiner Tasche so blöd anstelle, dass der Fahrer sie mir platzieren muss. Hab ich ein Glück, dass alle nett sind und nicht murren, wenn sowas ansteht! :D
(Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich so ziemlich als Erstes ein DHL-Lager sah beim Landen? Und später ein Auto mit der Autoglas(s)-Werbung?)
Problematischer wurde es aber bei der Endhaltestelle. Macht sich einfach blöd, wenn man nur eine grobe Google-Karte hat und die Straßen allesamt keine Straßenschilder besitzen. Normalerweise dauert der Weg von dort aus zum Hostel 10 Minuten – ich bin über eine Stunde herumgeirrt. Letzten Endes hab ich dann doch jemanden nach dem Weg gefragt (ja, ich weiß, dass die Klischee-Frau sofort nachfragt!) und danach ließ es sich relativ leicht finden. Eigentlich hätte ich vorher auch nur in die richtige Richtung gucken müssen … na ja. Ich hab’s gefunden. (Und eine aufgeriebene Hacke; später gab’s auch noch erste Verständigungsschwierigkeiten mit der Dame an der Rezeption. Ein Glück, dass das bei den Dozenten bisher eigentlich sehr gut klappt!)
Für diesen Tag stand dann auch nicht mehr viel an – ein bisschen einkaufen (heißt: Brot und Wurst und Wasser), neue SIM-Karte besorgen (die natürlich nicht bei meinem Handy funktionierte …) und den Weg zur Uni auskundschaften. Also von der Lage her ist das Hostel super – die Uni ist quasi nebenan.
Ins Bett bin ich, glaube ich, schon 19 Uhr, auch wenn’s in Deutschland bereits 20 Uhr war. Ist glaube ich auch okay, wenn man seit 4 Uhr auf den Beinen ist, oder?

Tag 2 begann glücklicherweise ein bisschen später und zwar mit dem Treffen mit der Dame, die hier für die internationalen Sachen verantwortlich ist. Es folgte ein kleiner Rundgang in der Uni (und herrje – die Leute scheinen Jogginghosen zu lieben! Es vergeht kein Tag, an dem nicht mindestens 40% der Leute eine tragen), Austeilung der Stundenpläne und Empfehlungen bezüglich der Unterkunft. Abends kam zum Glück auch endlich eine weitere Liste der Uni an, von der einige Leute auch angeschrieben wurden.
Ansonsten hab ich Uni mal Uni sein lassen – was auch nicht weiter schlimm war. Wenn mein Stundenplan so bleibt, wie er momentan ist, hab ich den Mittwoch eh wieder frei.
Dafür wurde eben der Stundenplan erstellt (schwieriger als es klingt!), die Unterkunftslisten durchsucht und in der Stadt nach meiner SIM-Karte gefragt. Stellte sich heraus, dass sie nicht mit deutschen Handys funktioniert (was beim Verkauf natürlich nicht erwähnt wurde xD), ich müsse es „unlocken“ lassen. Also zum nächsten Geschäft marschiert, Handy abgegeben, (einen Buchladen entdeckt,) und nach einer halben Stunde zurückgekehrt – war nicht möglich. I was definitely not amused. xD Das Ende der Geschichte: Ich hab jetzt ein neues, eher unhübsches Handy, das ich irgendwie mag. Hauptsache billig.

Womit wir bei Tag 3 wären … früh sollte ich ja eigentlich meinen ersten Kurs haben (passenderweise German Literature and Society), aber der fiel prompt aus (auch wenn ich jetzt weiß, dass ich ihn mit der Dame hab, die von der gleichen Uni kommt, nur eben ein ganzes Jahr hier bleibt). Danach sollte ich auch eigentlich meinen Studentenausweis anfertigen lassen, aber natürlich funktionierte die Kamera nicht. Ich war 14 Uhr noch mal dort, die Kamera funktionierte und natürlich steht mein Name falsch drauf, obwohl er bei allen Listen richtig da steht. Ach was soll’s. XD
Insgesamt hatte ich jetzt auch schon zwei Kurse – Introduction to Politics und TV and Film Studies. Alles überhaupt nicht das, was ich sonst studiere und jeweils nur eine Stunde (die Kurse variieren hier in der Dauer von einer Stunde zu drei Stunden am Stück – Pausen werden nach Bedarf gelegt und natürlich hat alles unter zwei Stunden keine Pause; dafür starten die Kurse mindestens fünf Minuten später und man hört mindestens fünf Minuten eher auf, damit die Räume gewechselt werden können), aber bisher klingt es interessant. Nachher steht noch einmal Introduction to Politics an; mal sehen was da noch so kommt. (Bzw. hatte ich das bereits, wenn ihr das hier lest – wurde vor dem Kurs als Deutsche geoutet, aber der ist generell sehr multikulturell. xD)

Tja, was lässt sich bisher sagen? Ich freu mich, wenn ich mein eigenes Dach überm Kopf habe (so ein Hostelzimmer ist auf Dauer doch öde), aber das ist hoffentlich bald der Fall. Ich komm gerade nicht an mein Mailkonto ran, um zu sehen, ob noch jemand geantwortet hat, aber morgen treffe ich mich mit jemandem und schauer mir ein Zimmer an. Wenn es mir gefällt und von der Bezahlung alles passt, werd ich es wohl auch nehmen – die Lage ist zumindest super. (Und es ist mit 90E pro Woche nicht zu teuer, zumindest verglichen mit anderen Preisen hier – bleibt nur die Frage, ob Strom schon dabei ist und ob es Internet gibt! Weniger weil ich ständig bei Twitter sein möchte, sondern weil das Uninetz nicht immer so zuverlässig ist und ja schon manchmal was Runterladen muss – Materialien von Moodle zum Beispiel. Das sollte schon mit drin sein. xD)
Ansonsten scheinen die Iren wirklich so nett sein, wie man sagt; allerdings hab ich noch nicht allzu viele getroffen. ;) Von der Gegend hab ich noch gar nicht so viel gesehen, aber da geb ich mir auch noch ein bisschen Zeit zum Ankommen und Einleben (besonders in der Uni). Dann wird Dublin ausgekundschaftet! (Bzw. gibt’s an der Uni eine Studentenvereinigung auch für Erasmus-Studenten, die Reisen quer durch Irland unternimmt und dabei relativ billig ist. Das werd ich mir definitiv mal genauer ansehen.) (Oh, und vor dem Bus fürchte ich mich ja ein bisschen. xD Bin’s eben nicht gewohnt, dass man dem Fahrer winken muss, damit er anhält!)
Ampeln für Fußgänger sind übrigens reine Dekoration. Ich hab bei meiner Ankunft brav darauf gewartet, dass die Ampel grün wird. Nachdem die dritte Person das Rot ignoriert hat und die Ampel immer noch nicht auf Grün schaltete, hab ich mir auch angewöhnt, das Ganze künftig zu ignorieren. Eigentlich hatte ich bisher ja nicht viel Gutes über den Verkehr gehört, aber hier scheinen sie sehr nett zu sein … wenn ich gerade auf den Zebrastreifen zusteuere, halten die Autos teilweise schon, wenn sie mich sehen. Auch wenn ich am Straßenrand stehe und warte, dass der Weg frei wird, halten die Autos in der Regel an und lassen mich durch. Sie gucken dabei zwar meist etwas genervt, aber hey, das kann ich verkraften. ;)
Und jetzt laber ich doch wieder nur rum … ähem ähem. Wenn ihr bis hierhin durchgehalten habt, Hut ab! Ein hoffentlich gehaltvollerer Beitrag mit Fotos kommt dann später. ;)

P.S. Der McChicken heißt hier nicht nur anders (McChicken Sandwich), er schmeckt auch anders. Besonders die Sauce. Die werd ich vermissen. ):

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