Rezension | Death’s Shadow | Darren Shan

Death's Shadow Darren ShanDarren Shan:
The Demonata: Death’s Shadow

Die Rezension enthält Spoiler zu den vorherigen Bänden!

♣ Kinder-/Jugendliteratur, Horror, Dämonen, Magie, Werwölfe
♣ HarperCollins, Paperback
256 Seiten, Band 7 von 10
£ 6.99
ISBN 978-0-00-726039-3
Band 1-6

Inhalt:
Bill-E ist tot, doch Grubbs wurde nicht die Gelegenheit gegeben, zusammen mit seinem Onkel um seinen jüngeren Bruder zu trauern. Stattdessen kehrt er mit Kernel und Beranabus ins Reich der Dämonen zurück – Bec dagegen bleibt in der Welt der Menschen und versucht, Dervish zu trösten. Doch mit der Übernahme von Bill-Es totem Körper hat sie sich auch seine Erinnerungen angeeignet, auch wenn sie längst nicht mehr sein Äußeres hat. Dervish, der mit all dem nicht zurechtkommt, zwingt Bec Tag für Tag ihm von seinem Neffen zu erzählen und nimmt das Mädchen kaum als eigenständige Person da. Doch er muss sehr bald wieder zur Besinnung kommen, nicht nur um Becs Willen. Die Dämonen schlafen nicht und sind auch längst nicht mehr die einzige Gefahr, die der gesamten Menschheit droht. Und wieder einmal müssen Bec und die „Disciples“ ihr Leben und ihren Verstand riskieren.

Vorbemerkung: Gleiches Problem wie mit Band 5 und 6. Und Bec natürlich.

Meine Meinung:
Im siebten Buch der Reihe erzählt Darren Shan nicht nur die Geschichte der drei jungen Protagonisten weiter, sondern gibt auch ein wenig Einblick in Beranabus‘ Leben, das nach seiner Offenbarung in Band 6 ein wenig an Interesse gewann. Ohnehin gibt es ein paar neue Erkenntnisse, zum Beispiel dass Meera tatsächlich ernsthaft in Dervish verliebt war und ist. All diese großen und kleinen Informationen können wir bekommen, weil sich einiges ändert. So hat Bec nun nicht mehr nur ein perfektes Gedächtnis, sie kann auch die Erinnerungen anderer absorbieren. Dass dies mit dem Kah-Gash zu tun hat, liegt wohl auf der Hand. Die Zeit wird knapp, das Ende der Welt rückt immer näher – genauso wird es für die Charaktere immer enger. Und auch wenn es bei Darren Shan nichts Neues ist, dass man sich von Charakteren verabschieden muss, trifft es dieses Mal einige Größen. Nicht alle sterben, aber die – unter anderem auch erst angekündigten – Verluste reichen aus, um für eine gedrückte Stimmung zu sorgen. Wie soll es danach weiter gehen? Natürlich passiert all das nicht nur am Ende, aber die größten Bomben hat sich der Autor definitiv für den Schluss aufgehoben.

Nicht dass die Spannung allein auf Verlusten aufbaut. Da wären zum Beispiel die Informationen über Beranabus, aber auch Angriffe von unerwarteter Seite, „Gewinne“ an Personen, wenn man so will … langweilig wird’s eigentlich nicht. Nur passiert insgesamt nicht so viel.
Das Buch ist quasi ein Drittel eines größeren. Zwar geht die Geschichte in den nächsten beiden Büchern auch ein bisschen weiter, aber es wäre vielleicht nicht schlecht gewesen, die verschiedenen Perspektiven in einem Buch zu vereinen; dass es ein Kinderbuch ist, heißt ja nicht, dass man es nicht ein bisschen komplizierter machen kann. Drei Perspektiven sollten auch jüngere Leser noch folgen können und wenn ein Buch mal 500 Seiten hat – was soll’s?
Geschadet hätte es dem Buch definitiv nicht, denn so hatte ich das Gefühl, dass viel zu viele Seiten für gewisse Szenen verwendet wurden, sodass später kein Platz mehr für anderes war – der ist bei knappen 216 allerdings generell sehr knapp. Wäre das Buch dicker gewesen, hätte ich das sicherlich anders empfunden, denn dass Darren Shan sich in Umschreibungen und unnötigen Bemerkungen verliert, kann man nicht gerade behaupten.

Problem Nummer zwei ist mal wieder Bec. Ich weiß nicht, woran es liegt, aber ich werd mit diesem Mädchen nicht warm und dementsprechend konnte ich trotz der Spannung nicht wirklich in das Buch hinein finden. Ich habe absolut kein Problem, mich für andere Charaktere wie Dervish oder Meera zu öffnen, aber bei Bec will’s einfach nicht klappen. In ihrer eigenen Zeit fand ich sie ja gar nicht mal so schlecht, hier aber nervt sie mich teilweise nur. Vielleicht hänge ich aber auch zu sehr an Dervish und Grubbs und nehm ihr das mit Bill-E ein bisschen übel, auch wenn sie es gar nicht so wollte. Sei es wie es sei, wir beide werden keine Freundinnen. Unnötig zu erwähnen, dass das den Genuss des Buches eingeschränkt hat, oder? Sie ist die Erzählerin hier und das war mein wohl größtes Problem. Es ist dabei ja nicht einmal die Schuld des Buches … aber die, die mit Bec genauso wenig anfangen können, sind vorgewarnt.

Fazit:
Aufteilungen scheinen selten wirklich gut zu sein – „Death’s Shadow“ ist zumindest ein Beispiel dafür, warum man es nicht machen sollte. Langweilig wird es nicht, aber die Geschichte bekommt einfach nicht den Platz, den sie verdient. Wenn man es als Kinderbuch akzeptiert, obwohl regelmäßig Menschen in Stücke gerissen werden, darf man doch auch mal ein bisschen Komplexität in der Erzählweise erlauben, oder?

Der Rest der Bande:

Die letzten drei Bände – Wolf Island, Dark Calling und Hell’s Heroes. Band 8 wird wieder aus Grubbs‘ Sicht erzählt (juhu!), während in Band 9 dann Kernel mal wieder zu Wort kommt. Mit diesen beiden Bänden sind dann auch die parallelen Handlungsstrände seit Death’s Shadow abgedeckt oder zumindest sollten sie das sein. ;)
Band 10 … nun, Band 10 ist das Ende und ich hab ja ein bisschen Schiss davor. Ich hoffe, es ist ein gutes Ende! Also für die Reihe, nicht zwangsläufig ein Happy-End. Erzähler ist auch hier wieder Grubbs, wenn ich das richtig verstanden habe. (Und das, was ich dabei noch so aufgeschnappt habe, gefällt mir ja gar nicht. Also schon, wenn’s um Shan-Bücher geht, aber nicht, wenn ich an die Charaktere denke, die ich mag. Versteht jemand, was ich meine? xD)
Und danach war’s das. Hach. :/ Ich hoffe, sie sind am Ende nicht alle tot.

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3 thoughts on “Rezension | Death’s Shadow | Darren Shan

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