Rezension | Social Suicide | Gemma Halliday


Reihe: Deadly Cool #2
Genre: YA, High-School-Krimi, Humor
Verlag: HarperTeen
ISBN: 978-0-062-00332-4
Preis: $8.99
Erscheinungsdatum: April 2012
Format: Paperback

Nach ihrem letzten Abenteuer fing Hartley bei der Schülerzeitung an – sowas macht sich schließlich nicht schlecht auf dem Zeugnis und sie kann jeden Pluspunkt gebrauchen. Ob es nun was Gutes ist, dass sie so auch tagtäglich Chase zu sehen bekommt, weiß sie noch nicht so recht; aber (nichts bedeutender) Kuss hin oder her, sie muss sich anstrengen, damit sie bald auch mal die spannenden Storys kriegt.
Bei all ihren Bemühungen hatte sie sicher nicht damit gerechnet, dass sie schon wieder einen Mord aufklären muss. Nachdem eine Mitschülerin bei einem Spickversuch erwischt wird, soll Hartley darüber schreiben und tatsächlich willigt Sydney ein, mit ihr ein Interview zu führen. Vielleicht um ihr zu verraten, von wem die Antworten stammen, die sie für die Prüfung verwenden wollte? Doch statt Antworten findet Hartley eine Leiche im Pool, die Polizei geht von Selbstmord aus. Aber hätte Sydney sich wirklich auf ein Interview eingelassen, wenn sie vorhatte, ihrem Leben ein Ende zu setzen?
Die junge High-School-Detektivin startet ihre Ermittlungen: Wer verkauft Antworten für die Prüfungen und woher bekommt er sie? Wer hat Sydney aus welchem Grund ermordet? Und auch nicht ganz unwichtig: War der Kuss mit Chase vielleicht doch nicht so bedeutungslos?

Ihr dürft mich jetzt alle auslachen: Band 1 mochte ich recht gern, hoffte aber auch etwas mehr Charakterentwicklung im nächsten Band. Tja, Pustekuchen. Wie sich herausstellt, ist die „Reihe“ mit Band 2 erst einmal beendet und so wirklich Neues hat die Autorin hier auch nicht zu bieten gehabt.
Das heißt weder, dass es nie mit Hartley Featherstone weitergeht, noch dass das Buch schlecht ist. Vielleicht entscheidet sich Gemma Halliday irgendwann doch dafür weiterzuschreiben, denn vor allem in Sachen Hartley und Chase gibt es da sicherlich noch so einige lustige Dinge zu erzählen.
Außerdem bietet das Buch eine solide Unterhaltung – man muss nur wissen, worauf man sich einlässt.

Schon vom Aufbau her ähnelt es dem ersten Band sehr: Das Buch startet recht ruhig, Hartley will in einer Sache mehr Informationen erhalten, stößt dann auf die Leiche, ist der Polizei gegenüber nicht ganz ehrlich und so weiter und so fort.
Charakterlich entwickelt sie sich leider auch nicht weiter und obwohl ich anfangs dachte, dass sie dieses Mal ein paar blöde Fehler von damals sein lässt, musste ich diese Meinung später wieder ändern. Liebe Hartleys da draußen in der Welt: Ich verstehe, dass ein dunkler, verlassener Platz perfekt ist, um sich ungesehen mit jemandem zu treffen und dass man es unter Umständen auch wagen muss, allein hinzugehen. Aber dann sagt doch bitte jemandem Bescheid, damit notfalls die Polizei gerufen beziehungsweise dieser Hinweis gegeben werden können, sollte doch etwas passieren! Das ist ja wohl nicht allzu schwierig und wenn man es geschickt anstellt, haben die anderen auch gar keine Möglichkeit mitzukommen.
Selbst mit Chase ging es nicht so wirklich weiter, was mich besonders traurig darüber sein ließ, dass es erst mal keine weiteren Bücher gibt. Denn trotz allem mag ich diese beiden furchtbar gern und hätte noch Stunden über ihr Miteinander lesen können – besonders, was nun folgen könnte, wird bestimmt unglaublich spaßig. So bleibt’s meiner Fantasie überlassen, ein Buch wär mir aber absolut lieber.

Allerdings habe ich den Täter dieses Mal nicht schon vorher gekannt, denn im Gegensatz zum ersten Band ist das alles nicht ganz so offensichtlich. Damals gab es ja fast keine andere Option, diesmal gab es schon mehr Verdächtige mit entsprechendem Motiv, die es auch theoretisch hätten sein können.
Man nehme den locker-flockigen Schreibstil hinzu, außerdem die Tatsache, dass Hartley trotz blöder Fehler für sich selbst kämpft und sich nicht einfach nur retten lässt, und den nach wie vor herrlichen Humor der Protagonistin, dann ergibt das alles immer noch einigen Spaß, der zumindest eine Weile anhält. Es gibt Bücher, die müssen weniger von sich behaupten.

„Social Suicide“ bietet flache, aber nette Unterhaltung, die man besser genießen kann, wenn man weiß, was man zu erwarten hat. Charakterliche Entwicklung wird man hier nicht vorfinden, dafür aber die wunderbare Chemie zwischen Hartley und Chase, einen diesmal nicht so vorhersehbaren Fall und eben eine Menge Humor. Wer mehr erwartet, sucht sich besser ein anderes Buch.

Bisherige Rezensionen: Band 1.

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