Mister Telephone November 2012


Halloween ist zwar längst vorbei, aber für mich ist November ein Monat, der auch noch mal richtig schaurig werden kann, wenn er das möchte. Und deswegen sind auch die Bücher, die dieses Mal ins Rennen starten etwas düsterer. Sie stammen alle aus der Feder männlicher Autoren, daher geht es in diesem Monat um Mister Telephone und nicht die Miss.

Bevor ihr sie aber en detail zu Gesicht bekommt, hier noch ein paar Infos. (Und wehe jemand fragt später danach! xD)
1) Die Abstimmung endet am 16.11., 23:59 Uhr.
2) Jedes dieser Bücher kann gewonnen werden und wie immer nicht nur in der vorgestellten Ausgabe! Beachtet dazu bitte die Hinweise am ende dieses Posts.

The Town Below the Ground von Jan-Andrew Henderson ist keines meiner normalen Leseopfer. Es ist ein Sachbuch, aber auch nur gewissermaßen. Gekauft habe ich es mir damals im zarten Alter von 17 Jahren und zwar während unseres Schottlandurlaubes. Wir hielten uns für eine Woche in Edinburgh auf und da ich seit jeher Gruseliges mochte, habe ich meine Familie irgendwie überzeugen können, Mary King’s Close zu besuchen. Der Örtlichkeit entsprechend, handelt auch dieses Buch von Geistern, eine richtige Geschichte wird dabei aber nicht erzählt.

Wobei das auch nicht ganz stimmt – nicht ganz die erste Hälfte des Buches beschäftigt sich mit der Geschichte der Stadt, oder zumindest den Teilen, die den Untergrund bilden. Wie sah es dort aus, wie ging es dort zu? Und ganz wichtig: Wo befindet er sich heute?
Im Rest des Buches werden – angeblich echte – Ereignisse von Leuten wiedergegeben, die Geistern begegneten. Ob diese nun ein extrem kalter Fleck waren und das Trommelgeräusch eines jener Kinder, die einst in Tunnel geschickt wurden, um diese zu erkunden, und nie wieder auftauchten, auch wenn man das Schlagen ihrer Trommeln immer wieder vernehmen können soll. Selbst wenn man, wie ich, nicht an Geister glaubt, kann einem das Buch am rechten Ort gehörige Schauer über den Rücken jagen. Wenn ihr also ein paar Abende in einem Cottage oder an einem ähnlich verlassenen Ort verbringen werdet und euch gruseln wollt – das hier ist das richtige Buch für euch.

Einigen von euch dürfte dieses Buch nicht unbekannt sein: Lockdown von Alexander Gordon Smith. Es erzählt die Geschichte des 14-jährigen Alex, der nun wirklich kein Engel ist. Man könnte ihn bereits als Kleinkriminellen bezeichnen und bisher hat das gut funktioniert. Doch irgendwann kommt, was kommen musste – er wird geschnappt und verurteilt. Die Jugendlichen seiner Zeit kommen aber nicht mehr nur ins Gefängnis, sie kommen nach Furnace, eine extra für jugendliche Kriminelle entwickelte Strafanstalt: Sie liegt unter der Erde, ist privat geleitet und wer einmal dort reingeht, kommt nie wieder hinaus. Aber all die vagen Geschichten konnten Alex nicht auf das vorbereiten, was ihn dort erwartet: unnatürlich starke Wächter, ein teuflischer Wächter, grausame, mutierte Wachhunde und eine Brutalität unter den Insassen, die ihn schnell begreifen lässt, dass er sich besser den Stärkeren anschließt oder untergeht.

Es ist ein düsterer, deprimierender und verängstigender Ort, aber genau das macht den Reiz der Geschichte aus. So abstrus es klingt, ich wollte Furnace irgendwann gar nicht mehr verlassen, zumindest als Leser nicht. Alex habe ich es natürlich gewünscht, dass er doch einen Weg heraus findet; er und all die anderen liebenswerten Charaktere, die man hier kennenlernen kann. Ob sie’s schaffen? Lest nach!

Alex ist zu Beginn wirklich kein Charakter, den man sofort ins Herz schließt, aber mit der Zeit lernt man ihn besser kennen und merkt: Er ist eigentlich kein so schlechter Kerl. Und so schleicht er sich gemeinerweise doch langsam zu den Ränken der Lieblingscharaktere, was das Buch – und die Reihe – umso schmerzhafter macht. Denn leiden wird er viel.
Mit Alex und all den anderen Insassen zeigt uns Alexander Gordon Smith, dass man immer wieder zweimal hingucken muss, dass doch mehr hinter der Fassade steckt und dass viele eine zweite Chance verdient haben und sie auch zu wissen nutzen. Er erzählt uns von Opfern und Mut, genauso von Freundschaft und Loyalität. Es verstecken sich viele schöne Momente in dieser düsteren Geschichte, was es zu einem bittersüßen Erlebnis macht. Leseempfehlung? Ohne Zweifel!

Hier ist ein frisch geschlüpfter Zombie, also Darren Shans neuestes Buch: Zom-B. Der Titel verrät ja sofort, worum es geht, und wer’s nicht rafft, sollte spätestens beim Cover merken, welche Wesen sich hier herumtreiben.
Das Buch erzählt die Geschichte von B Smith. B ist wie viele anderen auch, oder zumindest wie viele in dieser Gegend: auf Ärger aus, desillusioniert und ein wenig ziellos. Als Berichte über eine Zombie-Attacke in Irland auftauchen, glaubt auch B, dass es sich dabei um einen Scherz oder eine PR-Kampagne handelt und gibt eigentlich wenig darauf. Keiner ahnt, wie groß die Gefahr ist …

Aber in diesem Buch geht es nicht nur um Zombies, sondern vorrangig erst mal um Rassismus. Bs Vater ist ein Rassist, wie er im Buch steht, und B schwank von einer Reaktion zur anderen. Da ist Liebe, weil er nun mal der Vater ist, aber auch Abscheu, nicht nur aufgrund seiner Ansichten, sondern auch dem Verhalten seinem Kind und besonders seiner Frau gegenüber. Der Konflikt ist gut rübergebracht und so sehr ich hoffte, dass B endlich zur Vernunft kommt, ich konnte die Unentschlossenheit gut nachvollziehen, zumindest aus einer bestimmten Perspektive.
Zum Glück kann auch B sich entwickeln, genauso wie es die Geschichte tut.

Das Buch ist zugegebenermaßen sehr dünn und nichts weiter als eine Einleitung zur eigentlichen Geschichte, trotzdem überzeugt es bereits durch interessante Konflikte, besonders durch eine richtig gute Wendung, die auch dem Leser das eigene Denken in Stereotypen vor Augen hält. Und – natürlich – durch Zombies, von denen wir demnächst hoffentlich mehr sehen werden. Ich glaube, Zom-B kann genauso genial werden wie seine Darren-Shan-Saga, wenn auch auf eine andere Art und Weise.

Da es sich hier um drei fantastische Bücher handelt, kann ich sie natürlich nicht nicht verlosen! Bitte lest euch das hier aber genau durch, wenn ihr ein Buch – auch eine andere Ausgabe davon oder einen anderen Band der Reihe! – gewinnen wollt, damit das möglichst reibungslos abläuft.

Gewinnen können die, die für das Gewinnerbuch gestimmt haben. Und zwar diese Ausgabe, eine andere Ausgabe, einen anderen Band der Reihe: Wie ihr wollt! Ihr müsst mir nur Bescheid geben und eure Wunschausgabe darf nicht mehr als 20€ kosten. (Leute außerhalb Deutschlands müssen auf eine persönliche Verpackung verzichten und mit The Bookdepository Vorlieb nehmen – aber es geht ja auch ums Buch.)

Welche Ausgaben gibt es?
The Town Below the Ground: Hier gibt es nur die vorgestellte Ausgabe.
Lockdown: Es gibt das UK-Paperback (grässliches Cover), das US-Hardcover und das US-Paperback, welches vorgestellt wurde. Ihr könnt euch aber auch einen der Folgebände wünschen, die es fast immer in den gleichen Ausgaben gibt. Nur beim 5. Teil erscheint in den USA erst mal nur das Hardcover, und das UK-Paperback gibt es natürlich auch für diesen Band.
Zom-B: Ihr könnt hier zwischen UK-Hardcover, UK-Trade-Paperback (vorgestellt) oder US-Hardcover wählen. Ihr könnt euch aber auch das UK-Paperback vorbestellen lassen oder auch den im Januar erscheinenden zweiten Teil (als UK-HC, UK-TP oder US-HC).

Und was ihr dafür tun müsst:
1) Stimmt ab!
2) Schreibt mir eine Mail an Shiku[at]muh-telefonbuch[dot]de mit dem Buch, für das ihr gestimmt habt.

Nach Ende der Abstimmung werde ich zusammen mit Mister Telephone den Gewinner verkünden, ihr bekommt aber auch noch eine Mail, in der ich euch nach eurer Wunschausgabe und eurer Adresse frage. (Achtet hier bitte darauf, dass ihr mir die richtige Adresse gebt! Ansonsten kommt das Buch zu mir zurück und ich darf das Porto komplett neu zahlen – dazu bin ich nur begrenzt bereit.) Ihr habt dann eine Woche Zeit, um zu reagieren. Tut ihr das nicht, wird ein neuer Gewinner per Zufall ermittelt.

Alles klar soweit? Dann:

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13 thoughts on “Mister Telephone November 2012

  1. Oh, hier geht es also mal um Männer – auch gut ;)
    Habe für Lockdown abgestimmt, aber am Gewinnspiel werde ich dieses Mal nicht mitmachen, da mich alle drei Bücher nicht soo außerordentlich interessieren. Wünsche aber allen andere viel Glück dabei, lg Tina

  2. Immer diese schwierigen Entscheidungen >.<
    Aber ich denk ich MUSS Lockdown nehmen, das ist einfach zu gut <3
    The Town Below the Ground werd ich mir aber auf jeden Fall auch mal merken, klingt interessant.

    • Hehe, ich fänd’s schade, wenn sie allzu einfach wäre!
      Ist auch interessant! Es bietet zwar keine neuen Erkenntnisse, wenn man sich eh mit dem Thema auseinander gesetzt hat, vermute ich, aber so für’n Einstieg … hab irgenwo noch eine kleine Sammlung über schottische Mörder liegen, stammt aus demselben Urlaub. xD

    • War doch naheliegend? xD Aber danke! *lach*
      Echt, zu gruselig? Mir kann’s nie gruselig genug sein. Deswegen mag ich auch Darren Shans Cover oft so sehr. Je nach Thema können sie gruselig-ekelig werden. <3

      • Also inhaltlich gruselig mag ich auch, aber bei Covern hab ich’s lieber düster als gruselig-eklig… vllt ist das auch einfach eine Eigenart von mir, dass ich Gasmasken so gruselig finde.

  3. Auch wenn ich dich Darren Shan Fan wahrscheinlich schwer enttäusche, aber ich MUSS Lockdown nehmen!
    Wobei ich ja finde, dass da die Cover von Buch zu Buch gruseliger werden. Der Hammer ist echt Execution O___O

    Gnaaa, jetzt will ich die Reihe sofort weiterlesen, dabei wollte ich damit noch ein bisschen warten… :D

    • In diesem einen Fall kann ich es verkraften – mag Lockdown ja auch sehr gerne. x)
      Ich find 2 und 4 nicht wirklich gruselig, aber 5 ist wirklich richtig, richtig klasse. Da wird selbst mir ein bisschen mulmig und ich bin da normalerweise hart im Nehmen. xD

      Warten wird überbewertet. :D

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