Montagsfrage | Wie bist du zum Vielleser geworden?

montagsfrage

Die Montagsfrage ist ja momentan fast überall zu finden – kein Wunder, ist ja auch Spaß, dem ich mich auch nicht ganz verwehren kann. ;) Jede Woche werde ich nicht mitmachen, aber wenn eine interessante Frage dabei ist, warum nicht? „Wie bist du zum Vielleser geworden?“ gehört für mich dazu, und deswegen steig ich diese Woche auch mal mit ein!

Montagsfrage #1

Natürlich kann ich meine Buchsucht nicht diesen Bücher allein in die Schuhe schieben – ich hab schon immer gern gelesen, oder zumindest sobald ich es konnte und Zugang zur Bibliothek hatte. Ein Glück, dass wir im Hort mal eine „Exkursion“ dorthin gemacht haben, sonst wären einige Dinge garantiert anders verlaufen!
Aber damals hielt sich mein Buchkonsum, besonders im Vergleich zu heute, noch im Rahmen. Erstens war ich zunächst keine erfahrene Leserin (eine Sechsjährige liest nun einmal anders als eine 21-Jährige), zweitens war es eine kleine Bibliothek und wie ich sicherlich schon oft erwähnt habe, beschränkte ich mich zunächst auf das Gruselregal, welches nicht besonders groß war. Hätte ich so viel gelesen wie heute, wär mir bald der Vorrat ausgegangen. ;)

Die Leserei entwickelte sich mit der Zeit und mit dem Besuch des Gymnasiums der nächstgrößeren Stadt konnte ich meinen Horizont in Sachen Bücher auch ein wenig erweitern. Da war die Schulbibliothek, die noch andere Sachen zu bieten hatte als unsere örtliche (obwohl ich mich dort inzwischen auch mal im Fantasy- und Krimiregal umgesehen hatte) und besonders eines erregte meine Aufmerksamkeit: Manga.
Ich weißt gar nicht mehr genau, wie es dazu kam, aber ich fing an, Manga zu lesen. Zunächst war es nur die Daisuki, ein monatliches Magazin, das immer nur ein Kapitel verschiedener Mangas zeigte. Dort entdeckte ich auch meinen ersten Lieblingsmanga (der ziemlich kitschig ist, wie ich zugeben muss): „Missile Happy!“ von Miki Kiritani. Es war so ein bisschen der Startpunkt der eigenen Buchkauferei. Mangas gab es natürlich kaum in den Bibliotheken, also mussten sie gekauft werden. Es folgten weitere, Geschenke, Freunde liehen mir ganze Tüten voll Mangas aus …

Das zog sich eine Weile und da ein Manga ja auch schnell gelesen war, mussten immer mehr her. Schöne Bilder, spannende Geschichten – was will man mehr? In der Zeit habe ich eigentlich kaum Bücher gelesen – was sich aber änderte, vor allem als ich das Testleserprogramm von Droemer Knaur entdeckte. Ich meldete mich an und vergaß das Ganze eigentlich relativ schnell wieder, aber eines Tages flatterte „Silberlicht“ von Laura Whitcomb herein, was wiederum als zweiter Startpunkt angesehen werden kann: Ich hatte zuvor auch ein paar Bücher gelesen – Darren Shan geht immer, die Klippenland-Chroniken und Kushiel waren auch dabei – und manch eines stellte ich auch auf meinem Blog vor, der bis dahin mehr ein sporadisch genutztes Tagebuch war. Dieses erste echte Leseexemplar aber sorgte dafür, dass ich ein bisschen umdachte und den Blog langsam in Richtung Buchblog (mit kreativerem Titel) steuerte.

Wenn ich einen Hauptgrund für meinen Buchkonsum nennen soll, ist es vermutlich wirklich der Blog. Zum einen lerne ich über andere Blogs ganz neue Bücher kennen und ohne würde ich heute wohl noch immer nur auf Deutsch lesen. Er hat für mich anfangs auch ein wenig den Wettbewerb erhöht – alle haben immer so viel gelesen, da wollte ich mitziehen; zum Teil auch, damit ich all die interessanten Bücher lesen kann, die ich entdeckte.
Mittlerweile ist der Wettbewerbsfaktor ein wenig entschwunden, aber ich bin süchtig und geh kaum mehr ohne Buch aus dem Haus. ;) Es ist zur Gewohnheit geworden, so viele Bücher wie möglich zu lesen, so dass ich teilweise ein Buch beende und in der nächsten Minute gleich zu einem anderen greife – einfach weil mir das Lesen Spaß macht und ich sehen möchte, ob mich hier eine weitere Perle erwartet/dieses Buch besser ist als das vorherige. Das Ergebnis ist offensichtlich: Ich bin Vielleserin geworden.

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10 thoughts on “Montagsfrage | Wie bist du zum Vielleser geworden?

  1. Das ist wirklich eine spannende Frage!
    Haha, bei mir hat die Bibliothek in jungen Jahren auch eine große Rolle gespielt, und das Gruselregal, das war auch mein liebstes :D
    Die ganze Buchblogcommunity und GoodReads haben bei mir in den letzten Jahren auch vorrangig zum Viellesen beigetragen. Umso mehr man sich mit dem Thema beschäftigt und mehr neue Bücher entdeckt und andere Leute, die gern und viel lesen, desto größere Lust bekommt man selber. Ohne diese Community würde mir schon echt was fehlen <3

    • Gibt’s denn einen besseren Einstieg in die Leserei als mit dem Gruselregal? :D
      Mir auch, sehr sogar! Schon allein das Kommunizieren über Bücher würde mir fehlen, da „offline“ zwar auch lesende Freunde da sind, aber lange nicht mit diesen Ausmaßen.

  2. Das ist ja total interessant :D
    Bei mir war die Bibliothek auch ganz, ganz wichtig, obwohl das Gruselregal nie so mein Fall war. Ich war immer eher in Comic-Gefilden unterwegs oder bei dem ganzen gemischten Kram. Da war zwar auch Grusel dabei, aber auch viel viel Fantasy und vor allem Contemporaryzeugs.
    Und ich kann euch beiden nur zustimmen, GoodReads und die ganzen Blogs sind echt Lesestimulatoren. Das ist echt beeindruckend, auf was für Bücher man darüber so stößt, aber auch auf was für Leute :D

    • Waaaaas. Dabei hocken da echte Schätze! ;) Wir hatten eine stark gekürzte (mehr nacherzählte) Version von Dracula mit wunderbaren farbigen Illustrationen. War eigentlich dauerausgeliehen von mir. xD
      Wobei es ja auch seine negativen Seiten hat … siehe SuB und „zu viele Bücher, aber zu wenig Zeit“. Die positiven Seiten wiegen das aber eindeutig wieder auf!

      • Nix da negativ ;) Umso mehr Zeit ich mit Booktube Videos oder Blogs verbringe, desto mehr Lust kriege ich immer selber wieder weiterzulesen oder was Neues zu lesen. Arbeitet also alles Hand in Hand ;)

      • Ändert aber nichts an der Zeit, die manchmal einfach fehlt, selbst wenn man sich mehr nimmt, als man eigentlich sollte. ;) Aber wie gesagt: Wirklich dramatisch schlimm ist das wirklich nicht. xD

  3. Ich war als Kind auch immer beim Gruselregal der Bibliothek! Als ich dann so 11 wurde, bin ich für eine Weile zu Stephen King abgewandert, wobei mich die Bibliothekarin dorthin zuerst nicht lassen wollte, weil diese Bücher in der „Erwachsenenecke“ standen ;-) Meine zweite Anlaufstelle waren die Krimis – vor allem wegen Sherlock Holmes.

    • Tjaha, die kleinen Kinder, da muss man schon aufpassen. ;D
      An Krimis bin ich am Anfang gar nicht rangegangen … wir haben zwar immer Die Drei ??? gehört, aber lesen konnte ich die nicht, war mir zu langweilig. (Sherlock Holmes hab ich auch erst Jahre später angefangen.)

      • Die drei ??? mochte ich auch nicht, dafür habe ich aber die Geheimnis um…-Reihe von Enid Blyton gemocht :-) Keine Ahnung, wie ich so früh auf Sherlock Holmes gekommen bin, aber eine Ausgabe mit drei Romanen war das erste Buch, das ich mir selbst gekauft habe. „Dracula“ kam aber auch wenig später ;-)

      • Ich mochte sie nur als Bücher nicht, Kassetten waren okay. x) (Jeden Abend und jedes Mal haben wir gebettelt, dass wir auch die zweite Seite noch hören dürfen. War eine Erleichterung, als es CDs gab, haha.)
        Bei „Dracula“ hab ich immerhin mit einer stark gekürzten Ausgabe angefangen, die wunderbar illustriert war. x) Irgendwann musste dann aber trotzdem der komplette Roman her, ist ja klar. :D

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