Rezension | Gefährliche Sehnsucht | Rachel Caine

gefährliche sehnsucht300

Originaltitel: Ghost Town
Reihe: Haus der Vampire (Morganville Vampires) #9
Genre: YA, Urban Fantasy
Verlag: Arena
ISBN: 978-3-401-50456-8
Preis: 12,99€
Erscheinungsdatum: Januar 2013
Format: Paperback

Claire und ihre Freunde sind wieder in Morganville, so gern sie auch fortgeblieben wären. Zurück „zu Hause“ warten die bekannten Probleme auf sie: Uni, rachsüchtige Kommilitoninnen und natürlich Vampire, bei denen man nie so genau weiß, ob sie einen im nächsten Augenblick beißen werden oder nicht. Und mit den gezwungenermaßen lockeren Sicherheitsmaßnahmen sind auch einige Menschen auf Krawall aus – das lassen sich die Vampire freilich nicht bieten und sehr schnell findet sich Claire im Mittelpunkt aller Probleme wieder. Welcome home!

Irgendwie war das in diesem Band nichts mit Rachel Caine und mir. Zwei Dinge müssen aber klargestellt werden: Erstens, ich hatte trotzdem meinen Spaß und zweitens, der deutsche Verlag trägt eine Mitschuld.
Fangen wir aber mit dem Guten an, denn der Witz, der typisch für diese Serie ist, geht auch diesem Buch nicht abhanden und dank einiger Komplikationen gibt es so einige tragische, aber auch verflucht witzige Situationen. Apropos Tragik: Gerade gegen Ende würzt die Autorin ihr Buch noch einmal ordentlich damit, sodass mich dieser Band vielleicht nicht begeistern konnte, ich aber wieder sehr gespannt bin, was im nächsten Band auf uns wartet. Rachel Caine hat wieder eine Ausgangssituation geschaffen, die so einiges zerstören könnte, auch wenn ich wirklich hoffe, dass es nicht dazu kommt.

Sprachlich und charakterlich bekommt man, wie bisher immer, was man erwartet. In manchen Fällen kann einen das ganz schön in den Wahnsinn treiben – „Gefährliche Sehnsucht“ macht mal wieder klar, dass vielleicht nicht alle Vampire schlecht sind, sie den Menschen aber unfaire Regeln aufzwingen, die unter keinen Umständen angemessen sind. Um das krasseste und prominenteste Beispiel zu nennen: Ein Mensch, der einen Vampir tötet, wird tagelang in einen Käfig in der Öffentlichkeit gesperrt, eher er/sie hingerichtet wird. Ein Vampir, der einen Menschen tötet, kommt maximal ins Gefängnis.
Aber auch sie sind in der Lage dazuzulernen, auch wenn das ein eher langsamer Prozess zu sein scheint, der in einigen Bereichen außerdem extralange braucht, um erst mal zu starten – aber die Hoffnung stirbt bekanntermaßen zuletzt und mit Claire und ihren Freunden gibt es zumindest ein paar Menschen, die bereit sind, den Vampire klarzumachen, dass sich etwas ändern muss, auch wenn es mal gefährlicher wird.

Soweit so gut – es macht Spaß, die Charaktere nehmen mit, was lief also schief?
Problem Nummer 1 verursachte der Klappentext des Arena-Verlages, der verriet, was erst nach 130 Seiten langsam und nach über 170 Seiten richtig los geht. Dass mir die Handlung daher ein wenig langweilig erschien – da ich eben schon genau wusste, was das Problem war und im Gegensatz zu Claire nicht erst herumrätseln musste –, ist unter den Umständen nicht weiter verwunderlich. Welchen Gewinn verspricht man sich davon, bereits vorher einen Teil der Handlung zu verraten? Sicherlich hätte es auch so früher oder später erraten werden können, aber es ist doch etwas anderes, selbst darauf zu kommen. Leider besteht das gleiche Problem mit dem englischen Klappentext, aber wenn ihr beide nicht kennt, gefällt euch das Buch womöglich besser als mir.

Der restliche Teil ist ebenfalls wenig spannend, da er sich ständig selbst wiederholt und dementsprechend vorhersehbar ist. Claire braucht Hilfe, um ein Problem zu lösen und auch wenn die Leute, und vor allem Vampire, in Morganville mittlerweile wissen sollten, dass man besser auf Claire hört, verweigern sie ihr die Hilfe – später dann auch ungewollt, aber im Grunde läuft es auf dasselbe hinaus. Dabei ist die Lösung so einfach, was auch Claire weiß – sie braucht nur Hilfe, die sie nicht bekommt und so zieht sich das Ganze unnötig in die Länge. Lediglich das Ende bietet gleich zwei überraschende Wendungen, was aber nicht ausreicht, um dieses Buch noch gut zu machen.

03

Größtenteils bietet „Gefährliche Sehnsucht“, was alle Bücher dieser Reihe bisher geboten haben: Spaß. Allerdings verrät der Klappentext einen Teil der Handlung, weswegen der erste Teil des Buches ein wenig langweilig ist, und später wiederholt sich die Handlung ständig, sodass auch der zweite Teil wenig zu überzeugen vermag. Lediglich Anfang und Ende sind spannend, weswegen ich trotz allem gespannt auf den nächsten Band bin. Bei diesem muss ich aber sagen: Das geht auch besser.

Bisherige Rezensionen zur Reihe: Verfolgt bis aufs Blut | Der letzte Kuss | Rendezvous mit einem Unbekannten | Ball der Versuchung | Der Nacht geweiht | Schwur für die Ewigkeit | Bittersüßer Verrat | Flirt mit der Unsterblichkeit

„Haus der Vampire“ ist so eine kleine Endlosreihe, wobei mich das in diesem Fall herzlich wenig stört. Während in Amerika bereits Band 14 und 15 angekündigt sind, ist hierzulande erst einmal Band 9 auf den Markt gekommen. Und da ich zu faul bin, alle Cover rauszupicken, leite ich euch mal ganz dezent zur Reiheninfo weiter. ;)

Advertisements

Und ihr so?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s