Ein Wochenende voller Bücher | Leipziger Buchmesse 2013

Long time no see, liebe Buchmesse! Letztes Jahr war ich leider verhindert (was heißt leider – ich war in Irland, verdammt!), deswegen stand es außer Frage, dass ich ein verlängertes Wochenende in Leipzig verbringen würde. Dieses Mal zum Glück auch nicht allein, denn schon früh morgens durfte ich Hannah mit meiner Anwesenheit beglücken, und zwischendurch traf man erfreulich oft auf die Bloggerdamen Rishu, Sandy, Yvo, Laura und Lena. So macht die Messe gleich noch mal mehr Spaß. :D
Und weil ich das Ganze nicht für mich behalten kann/öffentlich über diverse Personen schwärmen muss, gibt’s das Ganze hier bebildert (nebenbei bemerkt hasse ich meine Kamera) und überlang ausformuliert. Mit Buchbeichte.

balken

Day 1
Day One
One author to rule them all

Der Donnerstag startete 6 Uhr morgens, weil Madame durchaus mal länger braucht, einen Pünktlichkeitsfimmel und tierische Panik davor hat, zu spät zu kommen und der Zug nun einmal 8:17 Uhr „schon“ abfuhr. Bevor ich aber in eisiger Kälte in Richtung Bahnhof schlitterte (da ich dumm genug war, Chucks zu tragen, aber bequeme Schuhe schienen mir auf der Messe wichtiger zu sein als ungebrochene Knochen), wurde erst mal die Spielerunde #FangtdieShi gestartet, die außer den oben genannten Personen eigentlich niemand gewonnen hat. ;) (Wurde ja eigentlich auch nur jeden Tag ein Bild mit einem Hinweis, an dem ich zu erkennen war, gepostet und ich gebe zu: die Schals wanderten nach einer Weile in den Beutel, weil’s einfach zu verflucht warm war.) Auch in Leipzig wurde die Reise nicht viel angenehmer, was aber zu erwarten war. Aber meine Güte, war die Bahn voll. xD Allerdings war es dort wieder warm … und das alles hat sich doch gelohnt für den empörten Herrn, der einen anderen älteren Herrn, der – vergeblich – einzusteigen versuchte, anherrschte: „Entschuldigen Sie bitte, die Bahn ist voll!“ Man kann’s ja zumindest mal versuchen.
Generell kann ich mir auch nicht mehr vorstellen, jemals wieder den normalen Haupteingang zur Messe zu nutzen. Denn auch wenn ich mich bei Betreten des Pressezentrums fühlte, als würde ich erneut als Erstsemestler zum ersten Mal die Stufen des Hörsaalzentrums erklimmen, so ist das Ganze dort doch herrlich entspannt und ein viel angenehmerer Messebeginn als dieses ewige Gedränge und Angestehe in der Glashalle. Außerdem gibt’s Tee (unter Umständen auch mit Milch ;). Nochmals vielen Dank an Sandy für die Hilfe!

Um das mal ein bisschen abzukürzen: Halle 2 wurde geentert und bereits jetzt für voll befunden, dafür weiß ich jetzt, dass Slated von Teri Terry ab 15. Juni auch auf Deutsch erhältlich sein wird, nämlich beim Coppenrath-Verlag unter dem Titel Gelöscht. Ihr jetzt auch. xD (Wobei ich allgemein mal bemerken möchte, dass es wirklich schade ist, dass man von den Verlagen – solange man keinen direkten Termin hat – so wenig über das kommende Programm erfährt und teilweise Kataloge vom Herbst ausliegen. Dafür muss ich dann wirklich nicht nacht Leipzig, das kann man locker daheim recherchieren.)

Nach einem spontanen Kaffeekränzchen (ohne Kaffee) mit Rishu und Sandy traf ich wohl meine beste Entscheidung des Tages und ging mit Hannah Richtung Halle 5, wo ein Panel mit litauischen Autorinnen stattfinden sollte. Die Moderation ließ sehr zu wünschen übrig (ich glaube, er war einfach nur glücklich, da zu sein und wusste nicht so recht, was er machen sollte?), aber wichtiger ist: Ruta Sepetys war mit dabei, die einige von euch als Autorin von „Between Shades of Gray“/“Und in mir der unbesiegbare Sommer“ und „Out of the Easy“ kennen. Nicht nur beim Panel, sondern auch beim anschließenden Gespräch von ihr und ihrem Übersetzer war sie furchtbar sympathisch, sodass ich am Ende gar nicht anders konnte, als ihr Buch haben zu wollen (Hannah hat da auch geholfen xD). Es war richtig schade, dass so wenig Leute da waren, zumal es später mit Ruta auch richtig witzig wurde. Nicht nur erwähnte sie, dass Out of the Easy 2014 bei Carlsen erscheint, sondern auch dass 2014 ein weiteres Buch auf Englisch erscheinen soll (2015 dann eventuell auf Deutsch), in dem es um das Schiff Wilhelm Gustloff geht. Dessen Untergang gilt als der verlustreichste in der Geschichte, was wenig bekannt ist. Jedenfalls freue ich mich schon ungemein auf das Buch! Und besser als „Im Krebsgang“ wird es mir auf jeden Fall gefallen. Im September wird sie außerdem in Berlin lesen – ganz sicher kann ich das zwar jetzt noch nicht sagen, aber ich denke, da bin ich wieder dabei!

PanelRuta SepetysRuta Sepetys

Auch mit Anekdoten wurde nicht gegeizt, so zum Beispiel wurde ihr erstes Buch in jedem Land anders aufgefasst (in den USA sah man es als Buch über Courage und Mitgefühl, in Frankreich ging es um Identität, in Spanien um Patriotismus und in Italien um Liebe xD), sodass sie am Ende die Veranstalter vor Ort fragte, wie ihr Buch denn zu interpretieren sei. ;) Sehr interessant ist auch die Rolle des deutschen Übersetzers (oder Co-Autoren, wie sie sagte) beim Werdegang des Buches, denn der entdeckte Fehler (wie z.B. dass 1941 das Wort „Genozid“ noch gar nicht verwendet wurde), die hinterher tatsächlich korrigiert wurden, auch in englischsprachigen Ausgaben. Wenn ihr das Buch also noch kaufen möchtet, nehmt eine jüngere Ausgabe – die von Puffin Books sollte z.B. sicher sein. ;) Außerdem gehört sie zu jenen Autoren, die die Jugend zu schätzen wissen und das ist doch wirklich mal angenehm; so viele jammern über die verkommene Jugend heutzutage, aber wenn man uns nichts zutraut, wie soll man da was schaffen?
Später konnte man sie am Litauenstand antreffen, und obwohl ich anschließend auch ihr Buch erwarb, machte ich den fatalen Fehler, nicht gleich noch mal für eine Signatur zurückzugehen – denn obwohl sie alle vier Tage da war, traf ich sie nicht mehr an. Aber ein Foto gibt’s. <3

Ruta SepetysRuta SepetysUnd in mir der unbesiegbare Sommer

Nach der anschließenden Seraphverleihung endete der Tag schon, und das damit ziemlich entspannt, denn die Verleihung selbst war höchst langweilig. Gedankt sei’s den Moderatoren, die selbst die Glückwünsche (!) von den Karteikarten abgelesen haben. Gewonnen haben übrigens Kai Meyer mit "Asche & Phönix" für das beste Buch, und Mechthild Gläser mit "Stadt aus Trug und Schatten" und Jan Oldenburg mit "Fantastik AG" für das beste Debüt.

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Day 2
Day Two
Brace yourselves, Maggie is coming!

Ja, es war wieder früh und kalt … aber wie gesagt: Es gibt ja Tee. Und dieses Mal auch eine kostenlose Garderobe, die Hannah und ich am ersten Tag glatt übersehen hatten. Zwar mussten wir dank Überfüllung ein wenig improvisieren, aber man weiß sich ja zu helfen.
Der Samstag wurde zum Großteil im Lese-Treff verbracht. Ich weiß gar nicht mehr, warum wir so früh dort hockten, ich glaube, irgendjemand sollte lesen, der dann doch nicht las. xD Stattdessen gab’s ein österreichisches Jugendbuch, das ein wenig zu verkindlicht schien und dessen Autorin – kombiniert mit einem zu laut eingestellten Mikro – recht unangenehm klang.
Ursula PoznanskiDanach kam zwar Ursula Poznanski, aber die Lesung hätte man sich auch stecken können. Die Autorin lies stur eine halbe Stunde aus ihrem Buch vor, was wohl das Dümmste ist, was man machen kann. Natürlich ist es eine Lesung gewesen, aber lesen kann ich das Buch auch selber – ich habe es lieber, wenn mir die Autorin ein wenig über den Inhalt erzählt, was dahinter steckt, was sie wollte; eben dass sie es präsentiert und mir so Lust macht. Wahllos eine Stelle vorzulesen (deren Ende auch noch höchst vorhersehbar ist), ist da wenig dienlich. Man mag es kaum glauben, aber danach gab es eine noch langweiligere Lesung, die Autorin schien nicht einmal selbst interessiert zu sein. Da war es sehr erleichternd, als endlich Corina Bomann auftauchte, deren Buch mich zwar nicht allzu interessierte, die aber nett vorlas und auch Fragen beantwortete – geht doch!

Josephine AngeliniAber noch mal kurz zu Ruta: Am Donnerstag meinte sie, ab 13 Uhr sei sie am Freitag wieder am Stand. Vielleicht hätte ich Punkt 13 Uhr mal vorbeischauen sollen, habe ich aber nicht und halb drei war sie nicht mehr da, und an den kommenden Tagen war sie leider auch nie zur gleichen Zeit da. :/ Schade, schade!
Pünktlich zur Lesung von Josephine Angelini (der man bereits morgens über den Weg lief, was Sandy und Rushi fangirlen ließ xD), die von allen anderen recht sehnlich erwartet zu werden schien, fanden Hannah und ich uns – schon wieder … – beim Lese-Treff ein. Ich würd zur Lesung mal nichts weiter sagen und auf meine Tweets verweisen.

Und dann, UND DANN! Maggie! Aaaaah! Ich mein, ich wusste ja vorher schon, dass sie sehr sympathisch ist, aber hach hach hach. Die Lesung verlief ein kleines bisschen chaotisch (ihr Mikro flüchtete, der Leser der deutschen Parts, Florens Schmidt, wollte helfen, kippte mit seinem Sessel halb um und zwar auf sie drauf …) und eigentlich war sie viel zu schnell vorüber. (Außerdem war der Bloomoon-Stand in der Nähe, der gefühlt alle fünf Minuten eine Ballettaufführung hatte und dazu die Musik unsäglich laut aufdrehte. Mal ehrlich, wenn wir das drüben ohne Probleme hören, kann man die Lautstärke doch mal runterschrauben und die Leute beim Stand hören es trotzdem gut?)

Maggie StiefvaterMaggie Stiefvater

Die anschließende Signierstunde wurde freilich nicht ausgelassen. <3 (Zwar las sie später noch einmal, aber der letzte Zug in Richtung Heimat musste geschafft werden und wer weiß, wie lange das später dauern würde.) Wie Hannah ihr entlockte, wird es in The Dream Thieves viel Ronan geben und ich freue mich dementsprechend auf mein künftiges Lieblingsbuch.

Maggie StiefvaterBei der Nacht der jungen Belletristik, die in einem niedlichen Café-Theater außerhalb des Messegeländes (leider nur mit Getränken auf der Karte) stattfand, sollten Jennifer Benkau, Bettina Belitz und Maggie Stiefvater lesen. Erstere erschien mir sehr quirlig und sympathisch, aber die Lesung verriet ein bisschen zu viel – nicht nur über Band 1, sondern auch Band 2, Dark Destiny. Zweitere wurde krank, weswegen die Moderatorin, Rabea Edel, einige Passagen aus „Linna singt“ vorlas. Überraschenderweise klang das Buch recht interessant, dabei hatte es mich zuvor herzlich wenig interessiert. Letztere hatte, glaube ich, die meiste Zeit zugestanden bekommen, was mir persönlich sehr recht war. :D Zwar waren die Textstellen (bis auf das zusätzliche Kapitel 35, gelesen von Florens) die gleichen wie zuvor, aber was soll’s? Maggie liest toll und dieses Mal auch im Stehen, weil’s da angeblich besser klingt. x) Was folgte, war ein … nun, nennen wir es Mikrofonballett. Maggies fiel aus, das von Florens wollte sie nicht, also bot ihr Rabea ihres an und hinterher musste immer erst mal geguckt werden, wer denn jetzt ein funktionierendes hat. Den Kabelsalat unterm Tisch kann man sich vorstellen. Hier war auch endlich mal Zeit für Anekdoten à la NASA-Anruf bei Maggie, da man wollte, dass sie vor den „Intellektuellen“ einen Vortrag hält, diese eine Episode, bei der sie jemandem die Nase brach (er hatte es wohl so gewollt) und natürlich wurde wieder auf Inspirationen eingegangen, was die Moderatorin nicht immer ganz korrekt übersetzte. (Ohnehin schien mir die Übersetzung überflüssig, sie störte nur.) Am Ende blieb sogar Zeit für ein Foto, das tröstet doch über die späte Heimkehr hinweg.

Maggie StiefvaterMaggie StiefvaterMaggie Stiefvater

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Day 3
Day Three
If you dare to visit Saturdays, you might be a true Gryffindor.

Gott, war das voll! Ist eigentlich jedes Jahr so, aber ich vergess doch immer wieder, wie anstrengend es eigentlich ist, sich mit Trippelschrittchen durch die Gänge zu schieben – vor allem, wenn manche Röhren aus bestimmten Richtungen gesperrt werden und man erst mal durch ganze Hallen und wieder zurück laufen darf, um irgendwo anzukommen. Kurz wurde zu Maggie Stiefvater gelunzt (man kriegt halt nie genug von ihr), aber anschließend ging es in größerer Runde am Arenastand vorbei, bei dem sich auch gerade Rainer Wekwerth aufhielt – ich muss schon sagen, sehr netter Mensch! Da krieg ich fast ein schlechtes Gewissen, dass mir „Damian“ damals nicht gefiel, aber auch nur fast. Das Beste kommt aber noch: Überraschend wurde Sandy gefragt, ob sie am nächsten Tag mit aus seinem neuen Buch „Das Labyrinth erwacht“ lesen wolle, da eine Leserin abgesagt hatte – und sie sagte zu. x) (Und hat, nebenbei bemerkt, mit am besten gelesen.)

Später, in noch größerer Runde, ging’s zum Randomhouse-Gang (kann man ja so sagen), wo auch Sheerisan anzutreffen war (andere Besucher waren herzlich wenig begeistert, dass wir dann dasaßen und in Ruhe redeten xD), genauso wie Reni und Sandi von Bücherraschung später bei der Leseinsel Fantasy.
Davor waren wir, glaube ich, sogar noch beim Stand vom Drachenmond Verlag (meine Notizen lassen mich schon im Stich!). Und weil Hannah immer wieder ein bisschen von Britta Strauß’ „Sturmherz“ schwärmte, hab ich es mir auch signieren lassen – es wird mir dann in nächster Zeit zugeschickt. <3 Ob’s nun eher oder später war, irgendwann ging es noch mal zu Randomhouse, was in weniger angenehmen Situationen resultierte, aber kann ja nicht alles perfekt sein.

Joey GoebelDer Tag wurde dann auch ein bisschen eher beendet als sonst. Nach einer Lesung von Joey Goebel ("Ich gegen Osborne"), der ziemlich lustig schreibt, aber auch tierisch nervös zu sein schien (außerdem weiß ich jetzt schon, dass ich mit dem Protagonisten nicht klarkommen würde), ging es nur noch zu einer Alibilesung, um in Ruhe was essen zu können – für alles andere war die Nacht einfach zu kurz gewesen, und außerdem würde der Sonntag wieder lang werden.

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Day 4
Day Four
Happy St. Patrick’s Day!

St. Patrick’s Day begann, wer hätte es gedacht, mal wieder mit Maggie Stiefvater (und außerdem eine Stunde später als sonst). Dieses Mal las sie zumindest einen Satz des Prologs auf Deutsch – meinetwegen hätte sie den ganzen Prolog auf Deutsch lesen können, oder auch alles auf Englisch und sowieso. Ausnahmsweise hab ich mich auch mal getraut, eine Frage zu stellen (das hat selbst in der Schule kaum geklappt xD), da ich morgens im Zug nur in der Überschrift zu Serpensortias Lesungsbericht gelesen habe, dass Maggie Stiefvater vielleicht ein postapokalyptisches Buch schreibt? Hatte nur im Zug keine Lust, das Video zu sehen, und genauso wenig Zeit (da fällt mir ein: gesehen hab ich’s noch immer nicht), und siehe da: Macht sie nicht. Die momentanen Projekte sind natürlich ihr Raven Cycle und das dritte Feenbuch (das dem Editor noch einmal entrissen wurde), aber auch ein geheimes Projekt, das aber nicht postapokalyptisch ist. xD (Dafür gab’s wohl mal ein Erdbeben, das erste in Virginia, und aus ihrem Regal fielen nur Bücher über das Ende der Welt – ein Zeichen? :D)

Penguin-AusbeuteDa Sonntag war, durfte auch endlich verkauft werden – und welche bessere Adresse gibt es da als der Penguin-Stand? Geplant war eigentlich „Out of the Easy“ und „Nineteen Eighty-Four“, aber am Ende ließ ich den Klassiker dort und nahm stattdessen John Greens „The Fault in Our Stars“ und „An Abundance of Katherines“ mit, die’s scheinbar grad zum Sonderpreis von 6€ gab. Ohnehin war es erstaunlich günstig – der Pfundpreis entsprach dem Europreis. Außerdem war Herr Metz, der am Stand die Stellung hielt, wirklich sehr freundlich, sodass sich auch eine nette Unterhaltung ergab; zumindest bis der nächste Bücher kaufen wollte. ;) (Also very nice: Hannah konnte zu „Cinder“ und „Scarlet“ überredet werden – success!)

Danach stand auf der Messe nur noch die Lesung mit Sandy und eine Fragerunde mit den Schauspielern von „Rubinrot“ an; einen amüsanten Zwischenfall gab es aber: Da Hannah und ich zur Feier des Tages dezent irlandig gekleidet waren, fragte glatt jemand von der Seite, ob wir Cosplayer seien. Ähm, nein, aber okay. xD
Lesung "Das Labyrinth erwacht"Lesung "Das Labyrinth erwacht"Bei Rainer Wekwerths Lesung war ich ja sehr gespannt. Wie gesagt, „Damian“ hatte mir wenig zugesagt, was immer schade ist, wenn der Autor sympathisch ist. Nach der Lesung hatte ich zumindest ein bisschen Lust auf das Buch, denn auch wenn die sieben Leser Passagen lasen, die ihre jeweiligen Charaktere nur kurz einleiteten (schade, dass Sandy die kürzeste Passage hatte!), klang das Ganze doch ziemlich interessant – jetzt muss ich nur wissen, wie ähnlich die Geschichte dem Maze Runner ist. :D

RubinrotDer Rest des Tages war, wenn auch nicht wortwörtlich, rubinrot. Da wäre die erwähnte Fragerunde, zu der nicht nur Regisseur Felix Fuchssteiner und die Hauptdarsteller Maria Ehrich und Jannis Niewöhner, sondern auch Josefine Preuß (Lucy) und Laura Berlin (Charlotte) kamen – allerdings waren sie allesamt zu spät und der Lese-Treff war gerammelt voll. xD Ich kam mir ja schon ein bisschen seltsam vor, als man um mich herum anfing zu schwärmen. Ich mochte den Film ja auch, aber … hm. Vielleicht bin ich ja zu alt. xD Wirklich viel konnte man nicht erfahren, aber das war zu erwarten. Der Film ist noch nicht so lange in den Kinos, dass sich etwas über Saphirblau sagen ließe, auch wenn man in gewisser Hinsicht Entwarnung geben kann: Wenn es einen zweiten Film gibt, dann wird auch Xemerius geben, den Josefine übrigens sehr gerne sprechen möchte – Hörbuchhörer wissen, dass sie das gut kann. Wer also diesbezüglich Panik geschoben hat (warum eigentlich?), kann sich jetzt wieder beruhigen. ;)
Ansonsten gab es ein paar ausweichende/weniger zufriedenstellende Antworten (das Klopfen der Logenheinis lasse sich nicht erklären, sei immerhin ein Logengeheimnis; Gwen kann zumindest unkontrolliert in ihre eigene Lebenszeit zurückspringen, weil dieses Verbot nur von der Loge kommt; Caroline ist vielleicht grad im Internat oder so und kommt eventuell später dazu), eine … seltsame Frage (Wenn ihr eine Süßigkeit sein könntet, welche wärt ihr?), aber doch sehr sympathische Personen (selbst Charlotte! ;D), von denen ich mir am Ende aber doch kein Autogramm geholt habe, weil die Zeit dann fehlte.

RubinrotEs stand nämlich noch ein Treffen mit Stephie bei Pizza Hut an, was trotz anfänglicher Findungsschwierigkeiten letzten Endes zustande kam. xD Derartig gestärkt ging’s dann in großer Runde endlich ins Kino. Ich kannte den Film zwar schon, aber mit anderen macht es immer Spaß (und ich geb es zu: es wird ein drittes Mal geben). Wenn ich das recht verstanden habe, gefiel der Film nicht allen so gut, aber manchen doch ein bisschen und Lena neben mir schien zufrieden zu sein, da ist doch alles paletti. x) Außerdem hab ich jetzt einen wirklich schnieken Nemo-Becher, der demnächst vermutlich auch meinen Minicousin begeistern wird. Und Hannah sei Dank kamen wir auch noch pünktlich zum Zug, was sagt man dazu? :D (Meinen Orientierungssinn kann man dermaßen vergessen … es ist schon nicht mehr witzig.)

balkenInsgesamt war das bisher meine liebste LBM. Ich war vorher schon mit Freunden dort, oftmals aber auch allein und nie an allen vier Tagen. Sich aber mal die Zeit zu nehmen und vielleicht nicht jede Halle abzuklappern, dafür gezielt zu Lesungen zu gehen, auch mal mit den Autoren und Verkäufern und natürlich Bloggern zu reden, ist doch sehr angenehm; so kann’s immer sein!

14 thoughts on “Ein Wochenende voller Bücher | Leipziger Buchmesse 2013

  1. Toller Bericht! Ich glaube, ich krieg im Leben nicht so viel zusammen, aber es war toll euch zu treffen und ich freu mich jetzt schon auf nächstes Jahr *.*

    • Danke! Sollte eigentlich gar nicht so lang werden, aber wenn ich einmal angefangen habe … meine Selbstbeherrschung ist so gut wie mein Orientierungssinn. Ich freu mich aber auch schon auf nächstes Jahr! *-* Jetzt bräucht‘ man nur einen Zeitvorkehrer – sobald Füße und Rücken sich erholt haben, versteht sich. xD

  2. Wie gerade schon gesagt: verdammt, jetzt bin ich auf deine Notizen neidisch :D Ich hätte jetzt allerdings auch Notizen fürs Lesen deines Beitrags gebraucht, denn was ich alles sagen wollte, habe ich schon wieder vergessen. Deshalb: yaaaaaaaay Maggie <3 und hihihi, die Krabbelgruppe ist toll ^^

    • Das nächste Mal, das nächste Mal! :D Maggie sollte echt öfter mal herkommen, ich hab das Gefühl, sie würde viele Menschen sehr glücklich machen. xD

  3. Ah was für ein Bericht; da kann ich meine Notizen glatt wieder wegschmeißen x) Meine liebste LBM war es bisher auch, mit der tollen Gesellschaft und den chaotischen Autoren usw. Ist ungewohnt, jetzt wieder ausschlafen zu können und morgens nicht erstmal im Pressezentrum einen Tee (wohl oder übel mit Milch ;-) ) zu trinken :D

    • Nix da! Wir brauchen all die Notizen und Berichte! xD
      Also wenn du dich gar nicht wohlfühlst damit, kannst du ja immer früh aufstehen und Tee trinken; zwar in anderer Umgebung, aber man tut halt, was man kann. :D

  4. Wahnsinns Bericht und tolle Fotos! Wenn ich an meinen denke, möchte ich weinen. Vielleicht schaffe ich es ja am Wochenende…oder so. *hust*
    Es war wirklich super, dass Hannah und du mit dazu gestoßen seid. Hat sehr viel Spaß gemacht mit Euch und ich hoffe, man sieht sich ganz bald wieder (spät. zur LBM 2014).

    @CaptainCow: ich will auch einen Bericht von dir sehen!!!

    • Danke! Aber die Berichte haben ja auch alle noch Zeit, jetzt rennt die LBM ja niemandem mehr davon. :D (Sie ist schon entkommen. v-v)
      Ich fand’s auch klasse, vor allem dass man auch so oft zusammen unterwegs war! So macht’s wirklich mehr Spaß. :) Und: Man sieht sich! x)

  5. Ein super interessanter Bericht!
    Interessant, wie unterschiedlich die Geschmäcker sind. Die Lesung von Ursula Poznanski fand ich extrem spannend, obwohl ich das Buch schon kenne. Die liest sooo toll. Corina Bomann (deren Bücher ich liebe) konnte in meinen Augen dagegen gar nicht lesen. Das war sooo langweilig. Da habe ich nur durchgehalten, weil ich mein Buch signieren lassen wollte.
    LG
    Yvonne

    • Freut mich! :)
      Schlecht gelesen hat sie ja wirklich nicht, aber einfach nur lesen fand ich sinnlos – das bringt mir persönlich nichts, immerhin kann ich sonst auch sehr leicht mal reinlesen und muss dafür keine halbe Stunde aufwenden. Aber vielleicht ist es noch mal anders, wenn man das Buch schon kennt? Da wäre z.B. die Bindung zu den Charakteren etc. schon da. :)

  6. So nun habe ich endlich mal deinen Messebericht geschafft. Liest sich sehr erfrischend und ich mag es so ausführlich. :)
    Maggie Stiefvater habe ich am Samstag Vormittag nur kurz gesehen, da kam sie auch sehr sympatisch rüber. Eure Lesung mit ihr klingt aber westentlich amüsanter. Gerade solche Situationen machen es schon wieder besonders. Vor allem erinntert man sich da meistes dann länger dran. Herrlich! Das Problem mit der Balletaufführung (zum Buch „Dance of Shadows“) vom bloomoon Verlag hatten wir bei einer Lesung auch. Schon nervig! Vor allem weil es wirklich sehr laut war und einem die Autoren, die sich gerade da vorne richtig ins Zeug legen, schon leid tun können.

    Ansonsten bin ich froh, dass wir dieses Mal mit dem Auto gefahren sind. Dein Erlebnis mit der Bahn erinnert mich gerade an die Rückfahrt von der Frankfurter Buchmesse im letzten Jahr. Sehr chaotisch. Und der arme Mann, der keinen Platz mehr im Wagon fand! Schade dann auch, dass ich Corina Bomann verpasst habe. Diese Lesung hätte ich zu gerne gesehen und klingt schon sehr sympathisch. Naja, wenigstens habe ich den passenden Roman mit nach Hause genommen und freu mich drauf. :)

    Liebe Grüe
    Reni

    • Puh, Glück gehabt! :D
      Solche Lesungen sollte es eindeutig öfter geben; auf der Messe oder in großen Buchhandlungen ist das auch mal ganz spaßig, aber in eher kleinen Läden, vor allem aber mit mehr Zeit wird das Ganze noch viel, viel besser – wie auch nicht? :) (Vorausgesetzt alle Beteiligten haben Lust auf die Lesung.)
      Manchmal passte es ja noch ganz gut, wenn im rechten Moment die Musik loslegte oder gerade passte, aber in der Regel war das echt ärgerlich. Hoffe mal, dass man im nächsten Jahr von sowas absieht. :/

      Mit dem Auto ist’s sicherlich wesentlich entspannter, wobei ich lieber etwas mehr Stress, dafür aber weniger Kosten habe – ich konnte kostenlos mit dem Zug fahren, da gab’s keine bessere Alternative. :)
      Zumindest informationstechnisch hast du dann aber nicht viel verpasst – sie hat zwar einige wenige Fragen beantwortet, aber in der vorgegebenen Zeit schafft man ja nun mal nur so und so viel – viel Spaß beim Lesen!

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