Rezension | The Eternity Cure | Julie Kagawa

Eternity Cure

Reihe: Blood of Eden #2
Genre: YA, Post-Apokalypse
Verlag: Harlequin Teen
ISBN: 978-0-373-21069-5
Preis: $16.99
Erscheinungsdatum: 30. April 2013
Format: Hardcover (gelesen als eBook)

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an Harlequin Teen. (via Netgalley)

Von Kindesbeinen an musste Allison Sekemoto allein klarkommen, und so ist es für sie kein allzu großes Problem, dass sie erneut ohne Begleitung weiterzieht – zumal sie mittlerweile ein Vampir ist und sich daher auch kräftetechnisch behaupten kann. Allerdings mag sie sich vor den Rabids nicht allzu sehr fürchten müssen, es gibt aber noch immer Personen, vor denen sie sich in Acht nehmen muss und eine dieser befindet sich genau da, wo sie hin will. Zu dumm, dass sie außerdem Allies Leben fordert.
Sie bekommt allerdings unerwartete Hilfe, und zwar in vielerlei Hinsicht. Manch einen wollte sie nie wieder sehen, manch einen erwartete sie nicht wiederzusehen – so oder so, die Zeit drängt und der Weg ist weit, ganz zu schweigen von Allisons ewigen Kampf mit sich selbst: Wird sie am Ende eines der Monster, die sie so hasst oder wird sie es schaffen, einen Teil ihrer Menschlichkeit beizubehalten?

Ich hatte damals schon beim ersten Band einige wenige Probleme mit dem Buch, aber es ging nie so weit, dass ich hätte sagen können, dass es meinem Interesse am Fortgang der Geschichte geschadet hätte. Leider macht Band 2 noch einige Fehler mehr, sodass ich langsam daran zweifle, ob es eine so gute Idee war weiterzulesen – auch wenn ich nach wie vor hoffe, dass es sich hierbei nur um einen typischen zweiten Band handelt, die oftmals einen Durchhänger darstellen.

Leider ist das nicht sehr wahrscheinlich, da in „The Eternity Cure“ so einiges passiert, sodass es kaum als Brückenbuch gesehen werden kann, das eine Dilogie zu einer Trilogie machen soll. Allerdings ist vieles davon sehr vorhersehbar. Die ersten 30% geschieht eigentlich nichts, das auch nur im Ansatz überraschend ist. Das muss es freilich auch nicht immer, aber wenn man wirklich jede einzelne Wendung vorhersehen kann, dann spricht das wahrlich nicht für das Buch. Später ändert sich dies ein wenig, aber unter anderem auch nur, weil die betreffenden Personen zuvor kaum vorkamen und deswegen ein wenig aus dem Gedächtnis entschwunden sind. Auf wirkliche Überraschungen – oder in diesem Fall etwas, das Spannung erzeugen könnte – wartet man in diesem Buch vergeblich. Selbst am Ende, als etwas geschieht, das mich in seiner Radikalität überraschte – auch wenn es erneut nicht überraschend kam –, schafft es die Autorin erneut, das Ganze in eine Richtung zu drehen, dank der ich recht genau zu wissen meine, wie alles enden wird.

In dem Zusammenhang kommt Allie aber zu einem Schluss, der sich mir nicht ganz erschloss; das weiter auszuarbeiten würde aber zu sehr spoilern. Allerdings kann man generell sagen, dass sie in diesem Buch etwas zeigt, das ich als Meghan-Syndrom bezeichnen möchte. Julie Kagawas andere Protagonistin ließ sich, überspitzt formuliert, immer nur von anderen retten und jammerte den lieben langen Tag herum. Ersteres trifft zum Glück nicht auf Allie zu, dennoch entwickelte sie eine lästige Tendenz zur Überdramatisierung. Manches, das passiert oder das sie erfährt, bezog sie sofort auf sich und interpretierte Dinge hinein, die im Grunde nur darauf basieren, dass sie sich zu wichtig nimmt. Daher ließ auch meine Sympathie ihr gegenüber ein wenig nach. Außerdem bindet die Autorin romantische Szenen ein, wo eigentlich keine sein sollten. Die Lage ist vor allem später sehr ernst und eigentlich sollten die Protagonisten ganz andere Sorgen haben – stattdessen muss es erst so weit kommen, dass viele wirklich im Sterben liegen, dass sich die anderen auf die eigentliche Aufgabe besinnen. Warum? Was nützt das, außer den Leser zu verärgern? Ich bin Romantik nicht abgeneigt, doch bitte alles zu seiner Zeit, zumal es wirklich nicht so ist, dass Allie nichts weiter tun könnte.

Ansonsten wird angenehme Unterhaltung geboten, was paradoxerweise auch an einem Charakter liegt, der alles andere als sympathisch sein sollte. Manch Charakter hat keine nennenswerte Entwicklung im Vergleich zum ersten Band vorzuzeigen und bei anderen lässt sich nicht viel sagen, da sie einfach nicht oft da waren. Aber es gibt ein Wiedersehen mit Jackal, der auf seine rücksichtslose und mordende Art und Weise ganz lustig ist und eben nicht ganz der Bösewicht; es empfiehlt sich trotzdem nicht, ihm allzu sehr zu trauen.

03

„The Eternity Cure“ ist kein schlechtes Buch, leider wird Allison langsam zu einer zweiten Meghan, was gerade sie sich nicht leisten kann. Außerdem sind 90% des Buches vorhersehbar, und zwar auf eine solche Art und Weise, dass ich bereits jetzt das grobe Ende zu kennen meine. Dabei hätte es so gut werden können: Julie Kagawa lässt unwichtige Details aus und präsentiert eine rasante Handlung, die tatsächlich eine solche ist. Trotzdem reicht das am Ende nicht aus, sodass es nicht zu mehr als einer moderaten Bewertung reicht.

Bisherige Rezensionen zur Reihe: The Immortal Rules

Wie bei zig anderen Serien auch, hat man sich hier für ein Redesign entschieden. Das ist natürlich blöd für die, die’s gerne einheitlich haben, aber dass das den Verlagen herzlich egal ist, sollte man mittlerweile gemerkt haben. Andererseits sind so zumindest die US-Leser das furchtbare Cover vom ersten Band los (für dessen Paperback gibt’s auch ein schniekes neues Cover) und beim zweiten Versuch ist tatsächlich was Vernünftiges bei rausgekommen:

ImmortalRules_PBEternity Cure_200

Es gehen aber nicht alle mit, der britische Verlag bleibt beim alten Design und wartet mit einer neuen Grausamkeit auf (nur die australische Variante sieht noch beknackter aus, aber das will ich euch wirklich nicht antun – wer aber neugierig ist: hier entlang). Wenigstens ist es jetzt ein asiatisches Model (was auch für die australische Variante gilt); das ist wenigstens etwas:

ImmortalRules_UKEternityCure_UK

Advertisements

11 thoughts on “Rezension | The Eternity Cure | Julie Kagawa

  1. Echt, du hattest wirklich solche Probleme mit dem Buch? Schade. Mir hat Buch zwei fast sogar besser gefallen als Band eins ;)
    Fand Jacksal total witzig und toll und auch Allie und Zeke waren klasse. Und Allie ist meiner Meinung nach nicht so nervig gewesen wie Meghan. Schade, dass es dir nicht gefallen hat :(

    • Nee, ich hab’s nur gesagt, weil mir eben danach war. xD Aber ich schein mit der Meinung echt allein dazustehen. Ich geb zu, dass ich immer entgeistert den Bildschirm anstarre, wenn die drölfzigtausendste Lobpreisung erscheint. Ich hatte ja damit gerechnet, dass einige es mögen werden, aber alle? Dafür fand ich es einfach zu vorhersehbar, was ja auch mein Hauptproblem mit dem Buch war.
      Jackal fand ich auch lustig, er war einer der Lichtblicke des Buches. :) Und ja, ganz so übel wie Meghan war Allie nicht, aber es ging doch langsam in die Richtung. Als sie kurzzeitig annahm, Zeke sei nur (den ganzen weiten Weg …) zurückgekommen, um ausgerechnet sie zu den Experimenten zu überreden, hätt‘ ich am liebsten ihren Kopf gegen eine Wand gedonnert. xD (Mal ehrlich, wie egozentrisch kann man sein?)

      • *g*
        Also ich fand es jetzt gar nicht soo vorhersehbar, okay, vielleicht ein paar Dinge. Aber dass wir auf Jackal treffen, hätte ich nicht gedacht oder was am Ende mit Zeke passiert, war auch überraschend. Naja, aber so empfindet immer jeder ein Buch anders ;)

        naja, wenn Allie immer nur super toll wäre, dann wäre es ja auch langweilig.. manchmal muss man auch den Vogel abschießen, um noch realistisch zu bleiben *hehe*
        Nicht so streng sein ;)

      • Das mit Jackal fand ich gerade vorhersehbar – sie sind ja „verwandt“ und wenn es zwei Spuren gibt … wäre unwahrscheinlich, dass die Heldin ihr Ziel so schnell erreicht. xD Das mit Zeke fand ich zunächst überraschend – allerdings war klar, dass die Autorin sich nicht traut, das richtig durchzuziehen. xD (Und ja, ich hätt’s cooler gefunden, wenn er wirklich fort wäre.)

        Supertoll muss sie ja nicht sein, aber gesunder Menschenverstand hat noch niemandem geschadet und unrealistisch find ich das auch nicht. ;)

  2. Ich hab das 1. immer noch nicht gelesen … wird aber noch irgendwann. Mich regt diese ständige Coveränderung furchtbar auf! Vor allem, weil die neuen Cover meist dazu tendieren, viel schöner zu sein (bzw. mir besser zu gefallen). Allerdings will ich, dass alles zusammenpasst, also werde ich mir – sollte mir der 1. zusagen – wieder die britische Version holen. Nicht schön, aber egal. Immerhin muss ich mir den australischen Albtraum nicht antun xD !

    • Der ist echt … ohne Worte. xD
      Hattest du dir den ersten schon gekauft? Ansonsten kannst du ja immer auf die US-TB-Ausgaben warten, die haben ja dann alle die schicken Cover. :)

      • Aber wirklich! Schaut aus, als hätte da ne 4-Jährige mit Photoshop gespielt xD .

        Ja leider. Schon im Sommer, als ich in Irland war. In der Hinsicht hat meine Kaufwut nur Nachteile. Ständig wird irgendwas geändert und ich schau dann blöd aus der Wäsche… sollte ich vielleicht als Zeichen interpretieren, mal ein bisschen weniger zu kaufen ^^ .

      • Ich glaube, eine 4-Jährige hätte das noch besser hinbekommen. xD

        Mich hat sie auch gestraft. Hatte das Buch erst bei Netgalley bekommen, dann aber auch gekauft – tjaaaa, das hätte ich mir erst mal sparen sollen. xD

  3. hy, hier bin ich ^^
    ECHT, du hättest Zeke sterben lassen? Oh ne, ich wäre total sauer gewesen, wenn das passiert wäre… *lol*
    Nein, muss schon ein Happy End her… für was les ich das denn dann? ;)

    • Hätte ich. xD Ich wäre damit auch nicht direkt glücklich gewesen, aber am Ende ist mir alles lieber als so eine klischeehafte „Wendung“. Da nehm ich auch Unhappy Ends in Kauf. ;D
      Aber ich glaube, bei Julie Kagawa brauchst du dir keine Sorgen zu machen, am Ende läuft es eh auf ein Happy End hinaus. xD

      • ach, ich wäre auch sauer, wenn ich kein Happy End bekommen würde… und naja, bei Iron Fey wollte sie ja eigentlich nach dem dritten Teil aufhören… sie wurde nur zu Teil 4 überredet… also so fix ist nichts ;)

Und ihr so?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s