Bookstores you might want to visit in London

Die Prüfungen sind vorbei (alle bestanden), die Hausarbeiten geschrieben (Ergebnisse werden noch erwartet) und der Urlaub liegt leider auch schon hinter mir. Wer wollte, konnte das ein wenig auf Instagram mitverfolgen: Erst ging es zwei viel zu kurze Tage nach London, dann für ein paar mehr Tage an die Südküste, und anschließend noch eine Woche an die nördliche Ecke der südenglischen Küste. Wenn man dann einmal im englischsprachigen Bereich ist, muss man – als auf Englisch lesender … Leser – auch mal den einen oder anderen Buchladen aufsuchen. Hab ich im Grunde nur in London gemacht. Leider auch nur an einem Nachmittag, weswegen die Auswahl sehr gewählt war; die mageren Ergebnisse stell ich euch trotzdem vor. Die einzige Ausnahme ist das Waterstones in Barnstaple (liegt in der nördlichen Ecke Südenglands), das mir „Omens“ von Kelley Armstrong bescherte. Wenn’s einem halt ins Auge springt, ne?

(Ich entschuldige mich übrigens für den Fotomangel, aber aus irgendeinem Grund ist es mir unangenehm, in Läden zu viel zu fotografieren und … man, ich war abgelenkt. xD)

1. Waterstones Oxford Street West, Oxford Street (wer hätte das gedacht)
Ein Buchladen wie jeder andere auch, auch wenn er zu der Kategorie „hat viel Auswahl“ gehört. Zumindest so viel Auswahl, wie zwei Stockwerke sie bieten können. Angebote gab es in Form von Tischen mit ausgewählten Büchern verschiedenster Genres, von denen man eines zum halben Preis bekommen konnte, wenn man zwei kaufte. Ansonsten sticht der Laden aber durch nichts hervor, abgesehen vielleicht von dem einen Verkäufer mit herrlich klischeehaft britischem Akzent. Patrick Ness‘ „More Than This“ hatten sie allerdings nicht signiert da, und für eine Stofftasche soll man sagenhafte £5.99 hinblättern – ich bin da wohl ein bisschen von Hugendubels 50Ct-Stoffbeuteln verwöhnt und hab am Ende nur „The Book Thief“ mitgenommen (dessen schöne Ausgabe ich zum Glück noch in der Belletristik fand – die Filmausgabe ist da deutlich weniger hübsch).

2. Waterstones Piccadilly, Piccadilly (noch so eine Überraschung)
An sich ein typischer Waterstones-Laden: Angebotstische à la „Kaufe zwei, erhalte eins zum halben Preis“, zunächst mal Regale mit dem angeblich Besten aus bestimmten Genres, dunkles Mobiliar etc. Aber. Es ist riesig. Ich hab vergessen, wie viele Stockwerke es waren – fünf? Jedes für sich ist schon recht groß und die Bereiche werden von Bücherregalen umrandet (sozusagen), während sich in der Mitte Tische tummeln mit Angeboten oder einfach Büchern, die der/die liebe Kunde/Kundin doch bitte kaufen mag; ab und an tauchen auch kleinere Regalen mit vergünstigten Büchern auf. Dementsprechend ist das Sortiment ein wenig größer und das Stöbern macht einerseits mehr Spaß, andererseits wird es auch schwieriger, sich dann für etwas zu entscheiden. Netterweise gab es hier auch endlich eine signierte Ausgabe von „More Than This“ – darauf hatte ich ja gehofft (der Autor las wenige Tage zuvor dort) und neben diesem Buch wanderten auch „Will Grayson, Will Grayson“ und „Code Name Verity“ mit in meine Tasche. Also, nach dem Bezahlen. (Geplant war auch „Two Boys Kissing“, aber das war natürlich ausverkauft.)

One Shade of Grey ... Waterstones

3. Hatchards, Piccadilly
Wer aus dem Waterstones Piccadilly rauskommt, muss sich nur nach links wenden, die Straße ein Stück entlang laufen, und prompt findet man sich vor Hatchards, Londons ältestem Buchladen, wieder. Eröffnet wurde er 1737, mittlerweile gehört er aber zu Waterstones dazu, weswegen sich das Innere und der Aufbau gar nicht so sehr von den anderen Läden der Kette unterscheiden. Die dunklen Regale sind auf jeden Fall dabei, niedlicherweise auch eine knarzende Treppe, die ich allein deswegen noch mal raufgegangen bin. Was für Hatchards spricht, ist, dass es hier tatsächlich ein paar mehr signierte Ausgaben gibt – ich war kurz versucht, ein signiertes Buch von Margaret Atwood mitzunehmen, aber da ich noch nichts von ihr gelesen habe („The Handmaid’s Tale“ folgt allerdings bald), bin ich ohne Buch wieder abgezogen.

Hatchards More Than This Hatchards

4. The European Bookshop, Warwick Street
Hier bin ich aus reiner Neugierde gelandet, und ehrlich? Hübsch ist der Laden nicht unbedingt. Auf zwei eher kleineren Stockwerken sammeln sich in weißen Regalen an den Seiten und der Mitte der Fläche Bücher auf Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch und so weiter und so fort. Ich war ja gespannt, was die deutsche Ecke so zu bieten hat, und neben Büchern zum Lernen der Sprache, sammelten sich Bücher aller Genres in einer anderen Ecke. Leider auch Sarrazins „Deutschland schafft sich ab“. >:( Wer aber die Chance nutzen möchte, günstige französische Bücher zu kaufen – im Vergleich zu den in Deutschland herrschenden Preisen -, der ist hier wunderbar aufgehoben. Ich könnte mir vorstellen, dass es bei den anderen Sprachen genauso aussieht, aber da hab ich bei den Preisen in Deutschland keine Ahnung.

The European Bookshop

5. Daunt Books Marylebone, Marylebone High Street
Now, THAT’s a pretty book store! Hier sollte man wirklich mal vorbeischauen, schon weil’s so schön ist. Im Erdgeschoss sind die generellen Sachen abgedeckt – Krimis, Jugendbücher, was weiß ich. Im hinteren Teil des Ladens wird es aber erst richtig interessant. Entweder man geht ein Stockwerk tiefer zu den Reisebüchern über die ganze Welt (also – so grob), oder aber man klettert zu den Balustraden empor (nennt man das so? xD) und findet dort Reisebücher über GB und ROI – unter anderem auch spaßige Sachen wie schottische Wörterbücher. (Warum, warum hab ich’s nicht mitgenommen?) Schwärmerei mal beiseite, das war dann der fünfte Laden, in dem sie „Two Boys Kissing“ nicht hatten und so schön es auch war, der eine Verkäufer starrte mich ein bisschen böse an, als ich kurz vor Ladenschluss hereinhuschte und mich dann auch noch gemütlich umsah. Als Entschuldigung hab ich dann „Every Day“ von David Levithan mitgenommen.

Daunt Books Daunt Books Daunt Books

6. Foyles, Charing Cross Road
Wieder mal eine riesige Filiale … in der ich mich nicht allzu ausführlich umgesehen habe. Es war spät, auf der Fahrt nach London hatte ich kaum Schlaf abbekommen, meine Füße taten ein wenig weh und auf dem Weg hierher hatte ich mich auch noch verirrt, weswegen ich beinahe aufgegeben hätte und ins Hotel gefahren wäre. Zum Glück hab ich es nicht getan! Denn auch wenn Foyles nicht gerade durch seine Optik überzeugt – von außen sah’s ein bisschen aus wie ein Billigdiscounter, die Einrichtung ist rot-weiß-braun und modern, also okay, und vielleicht lag’s auch an meiner Müdigkeit, dass ich erst mal Orientierungsschwierigkeiten hatte -, SIE HATTEN „TWO BOYS KISSING“. Sogar zig Ausgaben davon, alle noch mal schön in Folie eingeschlagen, damit der Schutzumschlag ganz bleibt. Abgesehen davon hab ich ziemlich viele signierte Ausgaben gesehen, und bei Teri Terrys Büchern – „Slated“ und „Factured“ – kam ich ja kurz ins Schwanken. Da ich die Bücher aber schon habe, und „nur“ okay bis gut fand, blieb’s bei den zwei küssenden Jungs, die ihr übrigens unbedingt lesen solltet.

More Than This Teri Terry

7. Quinto Bookshop, Charing Cross Road
Nur ein Katzensprung von Foyles entfernt und der einzige Second-Hand-Laden, in den es mich getrieben hat. (Auf der Straße gibt es übrigens noch mehr Buchläden, die hatten kurz vor neun aber schon zu.) Beim Gang in den Keller habe ich kurz überlegt, ob ich jemals wieder zurückkehren werde, und am Ende war die Abteilung für Kinder und Jugendliche – momentan – sehr klein; Darren Shan gab’s zumindest nicht. Wer aber mehr Zeit zum Stöbern hat, findet dort vermutlich mehr Freude als ich – und wird von den Verkäufern eventuell auch verabschiedet, ich musste mich mit einem Hallo zufrieden geben.

Treppe Quinto Bookshop Quinto Bookshop

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16 thoughts on “Bookstores you might want to visit in London

  1. Was für ein toller Bericht (und ich liebe die Fotos)!! Bin begeistert.
    Schon auf Instagram habe ich ja das Foto aus dem Daunt Books Laden bewundert. Den muss ich mir unbedingt merken. Gab es dort denn auch Angebote, oder eher weniger? Auch Hatchards interessiert mich. Klingt nach einem schönen urigen Laden.
    Ganz neidisch bin ich ja auf die Angebote, die es im Waterstone’s gab. Davon konnten Crini, Tascha und ich in Amsterdam nur träumen.

    Liebe Grüße,
    Sandy

    • Freut mich! :D
      Angebote gab’s im Daunt Books eher weniger; kann mich gerade, ehrlich gesagt, an gar keine erinnern, aber ich gebe zu, dass ich dem vorderen Teil des Ladens weniger Aufmerksamkeit gewidmet habe, weil ich schnurstracks hinter bin. ;) Hatchards ist wirklich auch niedlich. <3 Und wenn man seinen Grundbedarf nicht schon woanders abgedeckt hat, wird man da auch fündig. xD
      Hatten sie da echt gar nichts? D: Dafür hab ich hier nie die Lesezeichen gefunden, die ihr ja aus Amsterdam habt (?).

  2. Toller Bericht und…
    *_________* Daunt Books *________*

    Nächstes Mal krieche ich in euren Kofferraum und komme einfach mit, da macht das Stöbern für dich dann sicherlich auch viel mehr Spaß – ist also eine Win-Win-Situation :D :D

    • *_________* Daunt Books *________*

      Du darfst dich auch zwischen meinen Bruder und mich auf die Rückbank quetschen, denn der Kofferraum ist in der Regel voll. :D Stöbern macht nicht allein aber definitv mehr Spaß! (Zu doof, dass der Rest der Familie kein Interesse am Stöbern hat und drängelt. ;<)

  3. Hach, wenn ich das nächste Mal nach London fliege, dann nur für die Buchläden. Die Touristen Sachen hab ich ja alle schon zweimal gesehen. Würd am liebsten gleich los düsen.

  4. Hach jaaa, Daunt Books schaut wirklich traumhaft aus. Mit den Fenstern, der Empore und dem Licht wirkt das gleich so, als wäre man in der Bibliothek eines alten Herrenhauses gelandet. Da wäre ich jetzt gerne.

  5. Pingback: Goodbye 2013 | Das Positive | Muh, das Telefonbuch

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