Oktober 2013

gelesen anwesend:
Brave New World, Aldous Huxley | Code Name Verity, Elizabeth Wein | Zom-B Baby, Darren Shan | Charm and Strange, Stephanie Kuehn | The Killing Woods, Lucy Christopher | Drowning: Tödliches Element, Rachel Ward | The Iron Traitor, Julie Kagawa

Die Rezensionen sind natürlich noch nicht wieder auf dem neuesten Stand, aber dafür ist die Monatsstatistik ja auch ja, um noch das eine oder andere Wort über die Bücher verlieren zu können. Brave New World war recht langweilig und irgendwie hatte ich das auch erwartet. An dem Buch haftet diese Schul-/Studienbuchaura und auch wenn ich drauf gespannt war, allzu viel Hoffnungen habe ich mir nicht gemacht. Und siehe da: Eine in Ansätzen sicherlich erschreckende Dystopie – immerhin sind die Vorgänge heute noch möglicher als damals beim Erscheinen des Buches -, aber doch irgendwie „Einheitsbrei“. Damals mag es neu gewesen sein und Huxley hat sicherlich von niemandem abgeschrieben, aber heute hat man von diesen Ideen schon oft gelesen. Man nehme dazu mit steigender Seitenzahl immer unerträglicher werdende Charaktere, und da hat man den Salat.

Um die anderen Enttäuschungen des Monats gleich mal aus dem Weg zu räumen: Zom-B Baby und „Drowning: Tödliches Element“. Der fünfte Zom-B-Band hat das gleiche Problem wie seine zwei Vorgänger: Es passiert nichts und nennenswerte Charaktere, die das wieder retten könnten, gibt es auch nicht. Ich sehe trotzdem mal, wie es weitergeht, immerhin soll es mit Beginn der zweiten Hälfte der Reihe – Band 7 – so richtig losgehen. Das wurde schon für Band 4 versprochen, und in gewisser Hinsicht hat der Autor da auch nicht gelogen.
Drowning: Tödliches Element war allerdings mein voraussichtlich letztes Buch von Rachel Ward. Den ersten Numbers-Band fand ich damals ganz gut, weitergelesen habe ich jedoch nie. Irgendein Funke zum Warmwerden fehlte mir da, und mit diesen Buch wurde es umso deutlicher: Frau Ward und ich werden keine Freunde mehr werden. Eine Fortsetzung soll’s geben, allerdings hab ich keine Ahnung, was da fortgesetzt werden soll – die Rezension folgt am 22.11., dem offiziellen Erscheinungstermin des Buches.

Die anderen Bücher dieses Monats konnten da viel eher überzeugen. Ich hab mich nicht ganz so sehr in Code Name Verity von Elizabeth Wein verliebt wie manch anderer, aber es hat mich doch eine Weile rätseln lassen und am Ende überrascht. Obwohl … es hat mich überrascht, am Ende aber hat es mir ein bisschen das Herz gebrochen. Aber das lieben wir ja alle an Büchern, nicht wahr?
Nicht ganz so gut, aber trotzdem nicht schlecht, war The Iron Traitor, der sechste Band der Iron-Fey-Reihe von Julie Kagawa. Der Anfang war schwer, denn auch wenn die beiden männlichen Protagonisten noch lange nicht an Travis ‚Mad Dog‘ Maddox (die Rezension gibt’s irgendwann auch noch) heranreichen, so verhalten sie sich zunächst reichlich idiotisch. Wird aber zum Glück besser und … über den Rest muss ich noch nachdenken.
Das zweitliebste Buch in diesem Monat ist The Killing Woods von Lucy Christopher. Ein gewissermaßen ruhiger, aber auch wahnsinnig spannender Thriller, den ich gerne jedem ans Herz legen möchte – da bereue ich es glatt, dass ich meine Ausgabe von „Ich wünschte, ich könnte dich hassen“ vor langer Zeit ungelesen losgeworden bin. Allerdings hab ich jetzt einen Grund, die zu diesem Buch passende, englische Ausgabe zu kaufen. <3

Mein Favorit ist und bleibt aber Charm and Strange von Stephanie Kuehn. Abgesehen davon, dass die britische Ausgabe unglaublich fantastisch aussieht, weiß auch der Inhalt zu überzeugen. Als ich anfing, es zu lesen, hielt ich es für ein Contemporary-Buch. Diese Annahme musste ich ziemlich schnell wieder in Frage stellen, und dann aber auch meine Infragestellung anzweifeln. Hier weiß man nie ganz genau, woran man ist, aber das macht den Reiz des Buches aus. Das gibt eine uneingeschränkte Leseempfehlung, auch wenn ihr euch auf keinen lustigen Zeitvertreib einstellen dürft.

Neuzugänge anwesend:
My Life Next Door, Huntley Fitzpatrick | Prodigy, Marie Lu | Legend, Marie Lu | Autumn Bones, Jacqueline Carey | Across a Star-Swept Sea, Diana Peterfreund

Es fehlen:
Deathless, Catherynne M. Valente

Es sind mal wieder nur die hinzugekommenen Bücher, die ich noch nicht gelesen habe – hier sollten eigentlich noch „The Killing Woods“, „Drowning: Tödliches Element“, „The Iron Traitor“, „Charm and Strange“ und „Zom-B Baby“ zu sehen sein. Bis auf Letzteres gehören diese Bücher zusammen mit denen von Huntley Fitzpatrick und Marie Lu zu meiner Messeausbeute. (Wenn man einmal da ist …)

Ich weiß gar nicht so genau, was ich als nächstes lesen soll, bzw. würde ich gern alles auf einmal lesen! Auf „My Life Next Door“ hab ich ja ein Auge geworfen, seit die deutsche Ausgabe in den Läden ist, und auch „Legend“ reizt mich, seitdem alle davon schwärmen. Andererseits hätt‘ ich gerade nichts gegen ein bisschen Jacqueline Carey einzuwenden, zumal ich ausgerechnet Daisy mit ihrem Dämonenschwanz irgendwie vermisse. (Ich weiß, wie bescheuert das klingt.) Allerdings ist „Allegiant“ heute angekommen und Unilektüre gibt’s auch noch … ihr kennt das Problem?

Ich ahnte es ja bereits: Das mit dem Abbau wird im Oktober nichts. Würde ich mich nicht so über die Bücher freuen, würde ich ja glatt unser Glück in Halle 8 verfluchen. Denn während unter anderem ich zu hören bekam, dass ich mir nehmen soll, was ich mag, wurden andere recht forsch davongejagt – was wirklich schade ist. (Man muss ja nicht gleich alles verteilen oder überhaupt etwas, aber die Leute nicht mehr auf die Fläche zu lassen?) Also freu ich mich drüber und die meisten wurden ja auch bereits gelesen. :)

Apropos Buchmesse: War mein erstes Mal in Frankfurt und Eindrücke mal beiseite – am schönsten war doch, einige Gesichter (wieder) zu sehen. :D Buchmessen sollten eindeutig öfter sein und die Anreise billiger und überhaupt Deutschland kleiner, damit auch jeder kommen kann. Echt jetzt. (Oh, und vielleicht sollte ich mich bei Captain Cow und Miss Bookiverse noch mal für meinen Wecker entschuldigen. Allerdings wach ich anders gleich gar nicht auf. xD)
Die Messe selber war toll und doof zugleich. Halle 8 fand ich natürlich super und neben der eigentlichen Ausbeute landeten noch einige Titel mehr auf der Wunschliste. Allerdings ist die Größe der Messe Fluch und Segen zugleich – wobei mehr Bücher eigentlich immer von Vorteil sind und diese Laufbänder sowieso alles wieder gutmachen. Vor allem wenn niemand sonst drauf ist. *läuft hin und her, hin und her*
Letztendlich hab ich die Lesungen vermisst. Davon gab es zwar welche, aber im Grunde keine von für mich interessanten Autoren. Einzig von Kerstin Gier wollte ich eine Signatur und die hab ich dann nicht mal bekommen, obwohl Ellie von Readingrat’s und ich über eine Stunde in der Kälte gebibbert haben. Mein letztes Mal war’s dort aber trotzdem nicht (vorausgesetzt ich verschwinde nicht aus Deutschland), auch wenn mir Leipzig letzten Endes wohl ein bisschen lieber ist. Klein und kuschelig eben. 8D

Das war’s dann auch für Oktober und im November könnte es doch mal wieder was mit dem Abbau werden. Allzu viele Bücher kommen jedenfalls nicht an und ich werd’s ja wohl mal einen Monat lang schaffen, nichts Neues zu bestellen. Egal was TBD da demnächst anbietet. >:(

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16 thoughts on “Oktober 2013

  1. Irgendwie doof, dass ihr jetzt ausgerechnet die Frankfurter Buchmesse mitbekommen habt, die so gar nichts zu bieten hatte. Letztes Jahr war zum Beispiel unter anderen Marie Lu da (und die 50 Shades Autorin XD). Da sind wir auch viel mehr in Halle 3+4 gewesen,weil ständig was los war.

    Ich glaub von Drowning lass ich dann gleich die Finger. Ich fand Numbers damals richtig doof. Mal abgesehen vom Schreibstil, den man noch auf die Übersetzung hätte schieben können, fand ich da auch die Charaktere dämlich und die Story an sich doof :D

    My Life Next Door möchte ich allein für diesen schönen Buchrücken haben!!! :D

    • Sie hatte Halle 8 zu bieten! Ich hab mich da echt wohlgefühlt. xD
      Aber E.L. James, ew. Wie gut, dass die nicht da war (oder Jamie McGuire), ich wäre bei jeder Lesung da gewesen, um sie auszubuhen. (Okay, das trifft eher auf Frau McGuire zu. DIESES BUCH EY.)

      Ich kann’s wirklich nicht empfehlen. Die Atmosphäre kann ganz nett sein und als Film macht sich das bestimmt super, aber alles anderes … näh. Das war echt nix.

      Ich bin gerade auch irgendwie froh, dass es eine weiteren Band geben soll – hoffentlich sieht der dann auch so schick aus! x)

  2. Es hat dir nur „ein bisschen“ das Herz gebrochen?! Uuuunglaublich. Dein Herz muss zu 75% aus Stein sein oder so ;P !

    Und das mit der Signierstunde war echt megabescheuert. Ich bin ja nur froh, dass ich nicht krank geworden bin. Und dabei sind wir so weit gekommen. Das hätten sie doch irgendwie anders organisieren können. Randomhouse hat das bei Trudi Canavan doch auch wunderbar hinbekommen.

    • Eigentlich hab ich gar keins, stattdessen wurde mir eine künstliche Nachbildung, die nicht sehr reaktionsfreudig ist, eingepflanzt, aber psssssst!

      Ich hab die Vorher-Nachher-Bilder noch auf dem Handy, wir waren echt so nah. xD War aber wirklich blöd organisiert; wie’s scheint, wollte Kerstin Gier eigentlich noch weitersignieren, wo wäre da das Problem gewesen, einfach nur den Ort zu wechseln? Nun ja, vertan ist vertan und es wird sicherlich nicht die letzte Chance gewesen sein. :)

      • Ach so ist das! Na das erklärt so einiges xD !

        Jaaa. Wir waren doch so tapfer! Ich versteh das auch überhaupt nicht. War da nach uns überhaupt noch ein Event? Wenn ja, war es ja wohl noch nicht gleich im Anschluss – war ja keiner da außer uns. Da hätte sie die, die noch anstanden auch noch abfertigen können ^^ ! Und ich hoffe doch, dass es irgendwann mal klappt!

      • Ja, tja. xD

        Ich glaub, da sollte dann auch jemand kommen bzw. war es schon bis dahin verlängert worden. Aber was räumt man Kerstin Gier auch nur so eine kleine Ecke ein. ;P

  3. Hach ja, die Lesungen hab ich auch vermisst. Wobei die mit Philip Ardagh ein echtes Highlight war, besonders das Signieren danach :D
    Und dein Wecker sei dir verziehen. Solange du mich nicht in irgendeiner Form an die Melodie erinnerst und ich wieder einen Ohrwurm davon kriege…

    • Die war wirklich cool – besonders, wenn man zumindest eines seiner Bücher noch mehr in Erinnerung hat als ich. xD Find’s aber lustig, dass man so wieder über Leute stolpert, die man vor etlichen Jahren mal gelesen hat. (Könnte glatt ein Jahrzehnt sein.)
      Daaa dadadadadadaa dadadadadadaa dadadadadadaa daaa dadadadadadaa dadadadadadaa dadadadadaa …

  4. Persönlich bin ich ein kleiner Fan von der Numbers-Trilogie, da macht es mich schon traurig, dass die Frau Ward dich nicht begeistern konnte. Habe „Drowning“ ja noch vor mir. Das es von dem Buch eine Fortsetzung geben soll, finde ich schon jetzt doof. Chickenhouse versprach noch im Frühjahr das bleibt ein Einzelband. *mpfz*
    Bin gespannt, was du von „My Life next door“ halten wirst. Das fand ich ganz gut, weil die Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit der Geschichte sehr gut ineinander verlaufen sind.
    Und was die FBM angeht. Die war wirklich sehr mau was die Nichtanwesenheit von Autoren angeht. Da kann man ja nur auf nächstes Jahr hoffen.

    • Tut mir auch leid. :( Damian vom Herrn Wekwerth fand ich ja auch eher … nicht so gut. (Was extra schade ist, weil er immer so sympathisch ist!)
      Vielleicht verwechsel ich da auch grade was? Aber ich dachte, beim Bloggermeeting hieß es, eine Fortsetzung sei bereits in Planung, oder?
      Die Geschichte ist in sich aber abgeschlossen, keine Sorge. :)
      Ich auch! Kann sein, dass ich echt noch bis zum Sommer zum Lesen warte, aber das ist ja auch wurscht.
      Die Daumen sind gedrückt. :D

  5. Ach was, kein Problem mit dem Wecker, ich war einfach nur verwirrt xD
    Oh und Charme and Strange, das hatte ich schon wieder fast vergessen. Gut, dass du es noch mal erwähnst ;)
    Brave New World klingt so unspektakulär, dass ich das jetzt garantiert nicht mehr lesen will ;D

    • Das tut mir auch leid. xD
      Wie bitte! D: Muss ich also doch öfter mit dem Buch rumnerven, das darf man doch nicht so einfach vergessen. v-v (Wann sollte ich dich noch mal daran erinnern? xD)
      Es ist auch unspektakulär – da wird halt an Babys rumgebastelt und was die da alles rumpanschen, ist an sich schon ein bisschen gruselig. Aber dann haste einen Typen, der das System nur nicht mag, weil es ihn selbst benachteiligt, einen anderen, der die Leute ausgerechnet für ihre „Freizügigkeit“ verurteilt und … nun ja. Muss man nicht haben.

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