Rezension | The Dream Thieves | Maggie Stiefvater

Dream Thieves Bitte lest diese Rezension nicht, wenn ihr „The Raven Boys“ noch nicht kennt – Spoiler für den ersten Band kommen vor.

Reihe: Raven Cycle #2
Genre: YA, Mystery, (Romantik)
Verlag: Scholastic
ISBN: 978-1-407-13662-2
Preis: £7.99
Erscheinungsdatum: September 2013
Format: Paperback

Vielen Dank für die Notizbuchrunde an Miss Bookiverse. <3

Gansey ist, zusammen mit seinen Freunden Blue, Adam, Noah und Ronan, seinem Ziel, die Überreste des walisischen Königs Glendower zu finden, einen Schritt näher gekommen – nur um von noch mehr Rätsel und Problemen erschlagen zu werden, und das gilt für sie alle. Ronan hat allen sein größten Geheimnis offenbart und das könnte helfen, das Ziel endgültig zu erreichen. Doch Träume können grauenvoll sein, vor allem wenn sie Realität werden. Auch Adam hat sich nach den Ereignissen in Cabeswater stark verändert, und niemand weiß so recht, wie ihm geholfen werden kann.
Sie sollten jedoch schnell eine Lösung finden – immer mehr Menschen interessieren sich für Glendower und Cabeswater, und bei solch einem Unternehmen ist manchen jedes Mittel recht …

“The Dream Thieves” ist vor allem Ronans Buch; der Titel weist im Grunde schon darauf hin (ebenso das Cover) und dementsprechend sieht die Geschichte aus. Wir erfahren mehr über ihn, seine Vergangenheit, seine Familie – und auch über seine Gabe, oder seinen Fluch, wie auch immer man das sehen möchte. Das ist prima, wenn man Ronan schon von Anfang an mochte oder zumindest interessant fand; sollte das nicht der Fall sein, könnte es mit diesem Buch eventuell etwas schwerer werden. Andere Charaktere kommen durchaus vor, aber der Fokus liegt ganz eindeutig auf Niall Lynchs Sohn.

Der Nachteil des Ganzen ist, dass andere Charaktere etwas zu kurz kommen. Nicht etwa Gansey, und auch ein mysteriöser Gray Man lässt sich immer mal wieder blicken, damit wir rätseln können, ob ihm nun zu trauen ist oder nicht. Adam ist ein zentrales Problem, sodass er gar nicht richtig untergehen kann und von Noah sind wir es schließlich gewöhnt, dass er sich im Hintergrund hält. (Obwohl es in diesem Buch eine Szene mit ihm gibt, die mir wahrhaftig das Herz gebrochen hat.) Nein, ich habe am ehesten Blue vermisst. Sie lässt sich immer wieder blicken, aber sie kommt selten „so richtig“ vor und bleibt oft eine Randfigur, fast schon auf „Maura, Calla und Persephone“-Level. Diese drei sind zweifelsohne wichtig – im zweiten Band mehr denn je –, aber ganz eindeutig Nebencharaktere. Ich fand es schade, denn so sehr ich meine Raven Boys liebhabe, Blue ist mir mindestens genauso wichtig.

Diese Charakterlastigkeit bringt ein weiteres, kleines Problem mit sich: All diese kleinen tragischen und lustigen Szenen machen zwar Spaß und es kommen so einige interessante Dinge zu Tage, aber so richtig spannend will es ohne nennenswerten roten Faden lange Zeit nicht werden. Es gibt viele Enthüllungen, aber mal wieder mehr Mysterien als Antworten und eine Frage bleibt lange Zeit unbeantwortet: Was werden sie dagegen tun?
Langweilig wird es dadurch trotzdem nicht (wir reden hier schließlich von Maggie Stiefvater!) und gerade das Finale kann mal wieder von sich überzeugen. Wie schon beim ersten Band erwartet uns hier ein vielversprechendes Ende, das auch eine Wartezeit von drei Tagen bis zum nächsten Band zu lang erscheinen lässt.

Denn letzten Endes ist es ein Buch von Maggie Stiefvater und wer einige ihrer Geschichten gelesen hat – und mochte – weiß, was das bedeutet: Interessante Charaktere, die man ins Herz schließen kann und selbst wenn nicht, haben sie noch ihren Reiz. Von der Sprache muss ich wohl nicht anfangen, schließlich kennt ihr den ersten Band, wenn ihr das hier lest. Um es kurz zu machen: Wer den ersten Band mochte, wird wohl auch „The Dream Thieves“ mögen, auch wenn das ein bisschen von den persönlichen Lieblingscharakteren abhängt. Und falls ihr mit Ronan nicht allzu viel anfangen könnt: Durchhalten! Im nächsten Buch kommt ganz bestimmt jemand anders an die Reihe.

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„The Dream Thieves“ ähnelt mit seinen vielen Rätseln und wenigen Antworten, und vor allem dem Ende seinem Vorgänger und wird deswegen wohl Freunde des ersten Buches nicht enttäuschen. Der zweite Band ist aber in erster Linie Ronans Buch, was besonders Fans dieses Charakters freuen wird. Leider gerät dadurch vor allem Blue ein wenig in den Hintergrund, aber es besteht Hoffnung für die weiteren Bände – zumal noch das Thema mit dem tödlichen Kuss geklärt werden muss.

Wen der rabe ruft Bisherige Rezensionen zur Reihe: The Raven Boys

Bis es ein Cover oder überhaupt einen Titel für den dritten Band gibt, müssen wir uns vermutlich noch eine Weile gedulden, aber in der Zwischenzeit ist Band 1 endlich auf Deutsch erschienen: „Wen der Rabe ruft“ hat Script5 ihn getauft und ihm ein wunderwunderwunderschönes Cover geschenkt. <3

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7 thoughts on “Rezension | The Dream Thieves | Maggie Stiefvater

  1. Ach, ich weiß nicht. Irgendwie mochte ich „Wen der Rabe ruft“ und irgendwie mochte ich es dann doch nicht… Das ist so kompliziert… Ich mochte Blue und ihre verrückte Familie, aber mit den Jungs hatte ich meine Probleme. Und dadurch habe ich ein Problem damit, dass die Jungs in dieser Reihe natürlich im Vordergrund stehen. Aber weißt du was? Natürlich werde ich die folgenden drei Bände auch lesen… Das ist so gar nicht logisch, aber doch total verständlich. Oder? Oh man, mir schwirrt der Kopf…^^

    • Also wenn’s um diese Reihe geht, plädiere ich immer zum Weiterlesen. :D Vielleicht wachsen dir hier auch ein paar der Jungs noch ans Herz? (Wenigstens Noah. <3) Aber wenn du Band 1 irgendwie mochtest, ist doch eine zweite Chance nicht schlecht. :D

      • Ja, Noah mochte ich am Ende auch. ;-) Mein Problem war irgendwie von Anfang an, dass ich keinen Zugang zu den Jungs fand und dann nie ein Bild vor Augen hatte, wer eigentlich wer ist. Irgendwie habe ich sie immer nur als „die Jungs“ gesehen, aber konnte keinem bestimmte Eigenschaften zuweisen, weil alles so schwammig und verschwommen war. Das hat sich dann ab der Hälfte des Buches ungefähr gelegt, aber ich kann nicht behaupten, dass sie mir sonderlich sympathisch geworden sind. Das ist irgendwie eine ganz komische Beziehung, die ich zu diesem Buch habe…

Und ihr so?

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