Liebe Buchproduktionswelt, selbst weißes Licht enthält viele Farben | Teil 2: Eine Lösung

Falls ihr mir zustimmt, dass wir ein Vielfalt-Problem haben, dann gibt’s hier einen Lösungsansatz
Nicht selten heißt es ja, dass sich „solche Bücher“ einfach nicht verkaufen würden – Lösungsansatz also: Kauft die Bücher, um das Gegenteil zu beweisen. Diversity in YA hat das in in einem Beitrag (enthält auch Empfehlungen) etwas detaillierter beschrieben:

  1. Look for diversity. Make a conscious effort to seek out books to read that feature characters of color, LGBT characters, and/or disabled characters. They may not be front-and-center at your local Barnes & Noble; you may have to look around a bit or go online to find them.
  2. Support diversity. Support the diverse books that are published today by buying them, by checking them out at your library, or by requesting that your library buy them.
  3. Recommend diversity. If you use Goodreads, Facebook, social media, or have a blog, talk up the books you love that happen to have diverse characters. Tell your friends! Word of mouth is still key in bringing awareness to books. And remember: You don’t need to recommend them solely for their diversity — they’re great books to enjoy, plain and simple.
  4. Talk up diversity. When discussions around diversity in literature occur online, join in the conversation if you can to express that you do want more diverse books to read and that the issue is important to you.
  5. Don’t give up. There will always be people who dismiss “diversity” as meaningless. They are the reason we must keep fighting for representation. We’re all in this together.

Und noch mal kurz auf Deutsch paraphrasiert (inkl. meines Senfs zum Thema): Haltet gezielt nach „solchen Büchern“ Ausschau; macht euch kundig, ob Charaktere PoCs sind oder queer oder behindert oder oder oder. Es muss natürlich nie alles vertreten sein; das gibt’s, aber auch kleine Schritte sind okay. Ist aber gar nichts vertreten? Stellt das Buch erst mal wieder ins Regal und sucht weiter!
Habt ihr was gefunden? Kauft es! Falls das Geld mal knapp ist, könnt ihr es auch bei der Bibliothek ausleihen oder vorschlagen, dass sie es anschaffen – zeigt den Leuten, dass „solche Bücher“ durchaus gefragt sind.
Wenn’s euch dann auch gefallen habt, macht einfach, was ihr vermutlich sowieso schon immer macht: Empfehlt das Buch weiter. :) Generell: Redet über die Bücher, äußert eure Wünsche. Wenn wir es nur im Stillen hoffen, wird das niemand weiter bemerken.
Und auch sehr wichtig: Hört nicht auf darüber zu reden.

Also los, sucht euch Bücher! Zum Glück gibt es zig Blogs, die immer wieder Listen mit interessanten Büchern zusammenstellen, um uns die Suche zu erleichtern, und auf Goodreads sind die Reviewer meist fleißig am Taggen. (Ich nicht, ich weiß.) Wenn ihr euch online schlau machen wollt, ist oben genanntes Diversity in YA ein guter Ausgangspunkt; dort findet ihr auch Links zu weiteren Blogs, z.B. Disability in Kidlit (YA ist dort auch vertreten), Malinda Los zahlreiche Beiträge (weiter unten findet ihr Buchlisten und Empfehlungen), American Indians in Children’s Literature und Rich in Color.
Es gibt aber noch mehr, z.B. Bisexual Books (ein bessere Verlinkung zu Buchlisten ist in Planung), Fuck Yeah Lesbian Literature (and more)!, Trans positive Literature … dort werden auch mal Bücher vorgestellt, die nicht nur YA sind. ;)
Generell ist Google Freund und Helfer, und vor allem auf Tumblr schwirren immer wieder Listen mit Buchempfehlungen rum, und je nachdem, wem ihr folgt, beziehen sie sich nicht nur auf YA. Hier ein paar Beispiele zum Thema Sexualität und Genderidentität:
A Graphic Guide to YA novels with LGBTQ Characters, YA Books About Transgender Characters, Reading List of Trans YA, Trans Girls in Yuri/Shoujo Ai, Queer YA Books, YA LGBTQ Novels Where the Focus Isn’t Coming Out, Good Lesbian Books (nach Themen sortiert), Lesbian Historical Novels, LGBTQ+ Fantasy Book Rec List.

Leider ist das alles ziemlich englisch … Wer gute Links für den deutschsprachigen Raum hat, nur her damit!

Ein paar Empfehlungen möchte ich euch auch noch auf den Weg geben; manches davon ist sicherlich schon bekannt und/oder wurde in einer der verlinkten Listen genannt, aber ich wollte sie noch mal nennen, weil ich sie empfehlen kann (auch wenn sie nicht immer 100% mein Fall waren), und das nicht nur wegen der Themen – in den meisten Fällen ist es nur ein (kleines) Detail in einem größeren Bild.
Einige Titel sollten allerdings mit Vorsicht bedacht werden. So ist es z.B. immer schwierig, wenn weiße Autor_innen über PoCs und/oder fremde Kulturen schreiben. Zwar verkackt es nicht jede_r wie Jay Kristoff und zu fordern, dass sie nicht darüber schreiben dürfen, ist nicht im Sinne der Vielfalt; aber es bleibt doch ein Problem, wenn weiße Autor_innen an fremden, zumindest hier unterrepräsentierten Kulturen verdienen. („Cinder“ wird dahingehend z.B. auch kritisiert, und nicht zu Unrecht – sich der Probleme bewusst zu sein, heißt aber nicht, dass ihr die Bücher nicht mögen dürft.)

People of Color

  • The Assassin’s Curse (Cassandra Rose Clarke): weiße Autorin
  • Cinder und Fortsetzungen (Marissa Meyer), deutsche Ausgabe: weiße Autorin, Charaktere leben in einer geeinten asiatischen Nation, die vornehmlich chinesisch und japanisch zu sein scheint
  • Curse Workers (Holly Black): deutsche Ausgaben: Anmerkung: weiße Autorin, und ob der Protagonist tatsächlich eine PoC ist, will selbst die Autorin nicht klarstellen (mehr dazu)
  • Otherbound (Corinne Duyvis): weiße Autorin, die Protagonistin kann als WoC gelesen werden, alle anderen Charaktere sind PoCs, der Protagonist ist Latino
  • Saga, Vol. One und Fortsetzungen (Brian K. Vaughan, Fiona Staples), deutsche Ausgabe: Comic, weiße Autor_innen, die Protagonist_innen sind an eine asiatische und indische Herkunft angelehnt
  • Santa Olivia und Fortsetzung (Jacqueline Carey): weiße Autorin, der Vater der Protagonistin war schwarz, ihre Mutter eine Latina, ebenso die spätere zweite Protagonistin
  • The Summer Prince (Alaya Dawn Johnson): die Autorin ist eine WoC, aber keine Brasilianerin und scheinbar hat sie die Repräsentierung dieser Kultur trotz guter Intentionen in den Sand gesetzt

Sexualität und Gender

Behinderungen/Einschränkungen/Disabilities

  • Cinder und Fortsetzungen (Marissa Meyer), deutsche Ausgabe: Protagonistin Cinder verlor bei einem Unfall einen großen Teil ihres Körpers und ist nun Cyborg, ein späterer Charakter erblindet
  • Far From You (Tess Sharpe), deutsche Ausgabe: die Protagonistin hat durch einen Unfall konstante Schmerzen im Rücken und kann ein Bein nur bedingt bewegen und belasten, Tablettensucht ist ebenso ein Thema
  • Otherbound (Corinne Duyvis): einer Protagonistin wurde die Zunge herausgeschnitten, weswegen sie die meisten Laute nicht mehr standardmäßig bilden kann, daher verständigt sie sich mittels Gebärdensprache, der andere Protagonist verlor bei einem Unfall einen Fuß
  • Riders of the Apocalypse (Jackie Morse Kessler): Magersucht, Borderline-Syndrom, (Mobbing und Alzheimer,) und Depressionen sind Themen je eines Buches der Reihe
  • Wintergirls (Laurie Halse Anderson), deutsche Ausgabe: Magersucht steht im Zentrum, aber auch Bulimie wird angesprochen

Da dürften doch irgendwo auch einige Bücher für euch zu finden sein. Das Wichtigste ist letztlich: Die Augen offen halten und suchen! Und wenn ihr euch einmal ein paar reguläre Quellen zugelegt habt, kommen die Empfehlungen von ganz allein.

balkenHier einige Titel, die in den Kommentaren noch genannt wurden:

  • Fledgling (Octavia E. Butler): sowohl sie Autorin als auch die Protagonistin sind WoC; Thema ist ‚otherness‘ im Kontext eines Horrorromans
  • Talitha Running Horse und andere Bücher von Antje Babendererde: weiße Autorin, schreibt ausführlich über das heutige Leben amerikanischer Ureinwohner
  • Will Grayson, Will Grayson (David Levithan, John Green), deutsche Ausgabe: lohnt sich vor allem wegen David Levithans Mitarbeit; Green steuerte neben seinem üblichen Schema einen (wichtigen) schwulen Nebencharakter bei, Levithans Protagonist ist schwul und depressiv
  • Wonder (R.J. Palacio), deutsche Ausgabe: der Protagonist wurde mit einem deformierten Gesicht geboren und ist aufgrund seines Aussehens dem Urteil anderer ausgesetzt
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19 thoughts on “Liebe Buchproduktionswelt, selbst weißes Licht enthält viele Farben | Teil 2: Eine Lösung

  1. Finde die Beiträge sehr schön und wichtig! Die fehlende Vielfalt ist mir auch schon oft bewusst geworden, was sehr schade ist.
    Ich habe eine Ergänzung zu Büchern über PoC – im deutschsprachigen Raum schreibt Antje Babendererde sehr gute Romane (auch YA) über amerikanische Ureinwohner. Zwar auch ein Fall von weißer Autorin schreibt über PoC, aber mMn macht sie das echt gut. Sie reist auch regelmäßig in die Reservate, um zu recherchieren. Mehr fällt mir aber leider auch nicht ein, leider. :/

    • Dankeschön!
      Stimmt, an sie hatte ich gar nicht gedacht – ich kenne von ihr aber auch nur „Rainsong“ (ich glaube, dass es das war) als Hörbuch und fand da dir Geschichte allgemein (vor allem wegen des Endes) etwas zu kitschig; aber dass sie gut recherchiert, glaub ich gerne :D

      • Rainsong habe witzigerweise ich noch nicht gelesen. Dass ihre Geschichten etwas kitschig sind, lässt sich nicht abstreiten, ich mag sie aber sehr gerne. Zu meinen Lieblingen gehören „Libellensommer“ und „Talitha Running Horse“ (obwohl ich kein Pferdemensch bin), vor allem bei letzterem bekommt man einen wunderbaren Einblick in das heutige Reservatsleben. Falls du es also nochmal versuchen willst und Lust auf eine leichte Lektüre hast, kann ich es sehr empfehlen. :)

      • Ich hab gerade nachgeguckt, es war doch „Indigosommer“. xD
        Danke für die Empfehlung! :) Ich hab es oben auch mal hinzugefügt.

  2. (Ach, doch, zur Sexualität: „Über ein Mädchen“. Aber das hab ich selbst noch nicht gelesen, hab’s noch vor. Außerdem Will & Will von John Green&David Levithan. Und beim Thema Disabled fiele mir noch „Wonder“ ein, das hab ich aber ebenfalls noch vor mir.)

    • „Über ein Mädchen“ nur lesen, wenn du sehr seichte, etwas oberflächliche Geschichten magst! Ist dann aber auch ein nettes Buch, nur leider nicht mehr :)
      W&W hab ich wegen John Green herausgelassen, den mag ich auf Diversitylisten nicht sehen xD Wobei sich David Levithan wirklich (fast) immer lohnt.

      Oh, worum geht’s denn genau in Wonder? Sehe das Buch immer mal wieder, aber das Detail war mir entweder nicht bewusst oder ich hab es verdrängt.

      • Ja, das hab ich schon öfter gehört über das Buch. Aber es ist so dünn, dass ich es wohl lesen werde, schaden kann es sicher nicht. :D
        Achso, ja gut. Ich bin zwar nicht der größte John Green-Fan, aber mögen tu ich seine Bücher trotzdem ganz gerne. Zu David Levithan (& Rachel Cohn) fällt mir noch Naomi & Ely ein – wenn ich mich nicht irre, war Ely auch homosexuell.

        In Wonder geht es um einen Jungen, der seit der Geburt entstellt ist – ich hab gestern Abend erst damit angefangen, aber es ist die Rede von einem überdimensionalen Kopf und über 20 OPs in 10 Jahren und dass er nicht in eine normale Schule geht und ich denke, im Laufe des Buches wird der Kleine noch viele Einblicke gewähren, wie es ist, wenn man aufgrund seines Äußeren anders behandelt wird (und vielleicht, wie man es besser machen kann?). Auf jeden Fall keine „gewöhnliche“ Behinderung, aber sicher auch gut, um für solche zu sensibilisieren. Aber wie gesagt, viel weiter bin ich noch nicht. Es gibt jedoch so viele positive Stimmen zu dem Buch, dass ich mir fast sicher bin, dass es gut sein muss. :D

      • Es ist sicherlich auch keine Zeitverschwendung, und einige Aspekte des Buches sind auch sehr interessant – wenn du’s gelesen hast und drüber diskutieren magst, sag Bescheid! :)

        Ich kenne nicht so viele, aber Alaska fand ich okay, TFIOS vollkommen überbewertet (und teilweise sehr, sehr problematisch) und bei W&W überzeugte mich von seinen Parts auch nur Tiny Cooper wirklich. xD Bzw. sieht’s bei ihm doch meistens so aus: weiße, heterosexuelle Charaktere verlieben sich ineinander? TFIOS spricht zwar Disabilities und Krankheiten an, aber ansonsten hat es zumindest mich nicht wirklich überzeugt.
        Stimmt, ist er! :) (Hab nur wieder ein Problem mit Rachel Cohn xD BETA war einfach furchtbar und sexistisch.)

        Ich hab’s auch oben mal mit hingeschrieben! :D

      • Mach ich! :)

        Ach was, ich kenne genau die gleichen Bücher von Green. Paper Towns wollte ich nochmal eine Chance geben, mal sehen. Aber Alaska gefiel mir irgendwie gar nicht, TFIOS fand ich zwar sehr schön, aber nicht nachhaltig (es mir wichtig, dass Bücher im Gedächtnis bleiben und mich irgendwie weiter beschäftigen, da war das gar nicht der Fall) und im Nachhinein habe ich auch hin und wieder gelesen, warum es etwas problematisch ist und stimme dem auch teilweise zu – und ja, Will & Will fand ich zwar ganz erfrischend und mochte es, aber irgendwie auch nicht mehr. Auch hier fehlte das Nachhaltige.

        Oh je, von BETA hört man ja wirklich nichts Gutes. Ich kenn Rachel Cohn nur durch ihre Bücher mit Levithan, da habe ich alle drei gemocht, vor allem Nick & Norah. Aber von ihren Solobüchern bleib ich fürs Erste lieber fern. :D

      • An W&W fand ich toll, wie schon an Levithans Schreibstil sofort rüberkam, dass Will Depressionen hat; seine Parts fand ich an dem Buch wirklich toll. :)

        Ich werd auch immer wieder aufgefordert, ihre Bücher mit Levithan zu lesen und Dash&Lily hab ich auch mal kurz angefangen, aber ich komm da echt nicht ran. xD

  3. Ich finde deine beiden Beiträge zum Thema sehr sehr gut und vor allem auch sehr wichtig, denn es ist schon traurig, wenn nicht sogar etwas beängstigend, wie sehr Bücher mit Hauptfiguren, die disabled, non-binary oder PoC sind, noch immer unterrepräsentiert sind. Ich freue mich übrigens sehr über deine Empfehlungsliste, denn ich finde es oft recht schwierig, Bücher zu finden, die den „Kriterien“ entsprechen. Einige Werke bzw. Autoren kenne ich natürlich, z.B. David Levithan, aber es sind auch einige dabei, wo ich mich noch mal näher informieren werde :)

    • Ich bin auch froh, dass ich mich da jetzt endlich mal rangesetzt habe, denn die Idee schwirrte mir seit Monaten im Kopf rum.
      Absolut! Ebenso dass es vielen (da schließe ich mich ein) erst mal gar nicht auffällt, weil wir es so gewöhnt sind und/oder wir selber ausreichend repräsentiert sind – bis dann doch mal die Erkenntnis kommt. Ich hab mir da aber früher keinen Kopf drum gemacht, und das finde ich auch sehr traurig.
      Freut mich, dass die Liste auch hilft! :) Da lob ich mir wirklich Tumblr, weil da immer wieder irgendwelche Listen über mein Dashboard flitzen, da finde ich eigentlich immer was, was dann auf die Wunschliste wandern kann. Ohne Tumblr wäre ich da auch echt aufgeschmissen.

  4. Ich schließe mich da definitv auch ein. Über das letzte Jahr hat sich mein Lesegeschmack auch sehr verändert und viele Bücher, die ich zuletzt neugekauft habe, habe ich auch auf recommendation-lists auf tumblr gefunden, viele Bücher sind von dort auch auf meine Wunschliste gewandert. Was Empfehlungen in dem Bereich angeht, lob ich mir tumblr auch, da findet man wirklich immer was, was auch außerhalb des Mainstreams liegt ;)

  5. Pingback: Juni 2014 | Muh, das Telefonbuch

  6. Ich find’s super schön, dass du das Thema mal so direkt ansprichst! Bei meiner persönlichen Lesematerial-Auswahl gehe ich rein nach meinen Vorlieben (natürlich wär’s nett, wenn einem so beim Stöbern mehr Diversity Bücher unterkommen würden); „professionell“ sieht es bei mir anders aus – da beschäftige ich mich intensiv und begeistert mit Themen, besonders aber in Bezug auf Gender und Sexualität (momentaner Augenmerk auf Masculinities/Männlichkeiten).

    Sehr empfehlen kann ich da auch Michael Warner (The Trouble With Normal; Fear of a Queer Planet) oder auch R. Connell (Masculinities) – sie wurde als Mann geboren und hat sich schließlich zu einer Operation und einer neuen Identität als Frau entschieden, so als Nebeninfo ^^

    Eine erstaunlich kritische Sicht auf diese Dinge findet man auch oft dort, wo man es nicht erwartet: z.B. bei True Blood (der TV-Serie), da sind die Vampire zum einen einmal eine Metapher für Randgruppen/Minoritäten an sich – und durch deren Augen werden so manche historische Begebenheiten, Stereotypen und Reaktionen „blinder“ Menschen kritisch beleuchtet; die Hauptfigur Sookie übrigens kann auch als Sinnbild für einen „neuinitiierten Homosexuellen“ gelesen werden – schließlich ist sie nicht umsonst eine fairy (eine scene-Wort für einen Frischling der Szene); Auch sonst gibt es eine Masse an Sexualitäten, Taboos (und deren Durchbrechung), Hautfarben etc, etc. Ich könnt mich in dem Thema ewig ergehen :D

    Literaturtechnisch empfehle ich dir sehr (fast absolut) Octavia E. Butlers „Fledgling“. Ist ein Vampirroman, der auch mal alles schön in Frage stellt. Die Autorin selbst ist eine WoC. Meine sehr kurze Rezi hier: http://blattgold-lesen.blogspot.co.at/2013/03/rezension-octavia-e-butler-fledgling.html

    Danke dir für deine Beiträge – mehr Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken ist immer gut.

    • Nochmals danke für die Verlinkung! Ansprechen ist ja das eine, aber das Weiterverbreiten gehört genauso dazu. :)

      Da finde ich die Genrelisten immer ganz praktisch – ich werd auch garantiert nicht anfangen, reine Krimis zu lesen, weil die Komissarinnen lesbisch sind oder dergleichen. Und vielleicht taucht das dann beim Stöbern irgendwann von selbst auf – fände ich auch viel schöner für die Leute, die da ihre „Phobien“ haben. ;)

      Danke für die Empfehlungen! Wenn ihr mir die Inhaltsangabe von „The Trouble with Normal“ angucke, fühle ich mich an „Bi: Notes for a Bisexual Revolution“ erinnert, da Shiri Eisner dort auch gegen die Normalisierung argumentiert und ein „Reinwaschen“ der Bewegung (um angenommen zu werden) kritisiert. Es geht zwar nicht um Männlichkeiten, aber vielleicht ist das auch von Interesse für dich. :)
      Ich knabber gerade an „Sexing the Body“, das sehr schön zeigt, dass es nicht sehr sinnvoll ist, verschiedene Körperteile oder Organe oder auch Hormone nur einem Gender zuzuordnen – ich find es nur etwas schwierig an einem Stück zu lesen, aber das kann daran liegen, dass es bisweilen doch sehr medizinisch ist, was ich nicht gewohnt bin.

      Klingt, als hätte ich die Serie mal weiterschauen müssen. xD Wie viele Staffeln gibt’s da mittlerweile überhaupt? Es waren doch mindestens um die fünf, oder?

      Das klingt gut und kommt gleich mal auf die Liste!

Und ihr so?

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