Webcomic | Les Normaux

Okay, okay, es gibt sicherlich einige Leute, die es nicht so mit Süßem haben und es ist sicher Ansichtssache (nicht alle Welpen sind niedlich *hust*), aber … die meisten mögen doch was Niedliches für zwischendurch, richtig? Merkt euch „Les Normaux“ aus der Feder von KnightJJ and Al, denn ihr Webcomic ist genau das: zuckersüß (und nur ab und an ein bisschen traurig). Außerdem gibt es ein potentiell böses Häschen namens Pierre, und allein der ist das Lesen wert.

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© JJ & Al

© JJ & Al

Tapastic | Tumblr

Die Tapastic-Beschreibung:
Les Normaux follows the life of a bunch of supernatural beings living in Paris after a human wizard named Sebastien moved to the city.
They each tell their own side of the story in their respective diaries.

„Les Normaux“ war mein allererster Tapastic-Comic – drüber gestolpert bin ich auf Tumblr und dann hab ich die nächsten Stunden damit verbracht, sämtliche Kapitel (ich glaube, Season 1 war bereits komplett) nachzulesen, und mir laut d’awwwwend das Herz zu begrabbeln, weil’s so herrlich süß und lustig war (meistens).

Look at those cuties! Das Cover und noch viel mehr  könnt ihr hier übrigens auch kaufen.

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Grob gesagt ist es genau das, was in der Tapasticbeschreibung steht: Eine Ansammlung kürzerer Tagebucheinträge erzählt vom (Liebes-)Leben und den Sorgen immer wieder wechselnder (sich aber wiederholender) Charaktere; manchmal gibt’s aber auch kurze Miniepisoden voller Fluff, die in dir* das Bedürfnis erwecken, gegen eine Wand zu schlagen (*mir). Das Ganze startet mit Sebastien, seines Zeichens Mensch und Zauberer, der nach Paris kommt, um dort Magie zu lernen und zu praktizieren. An seinem ersten Abend trifft er bei einer Party auf einen attraktiven Vampir, macht ein bisschen mit ihm rum … und muss am nächsten Tag feststellen, dass genau dieser Typ, Elia, im gleichen Gebäude wohnt. Die Geschichte konzentriert sich anfangs vor allem auf die Beziehung der beiden, wie sich weiter kennenlernen, daten, wie vielleicht mehr daraus wird … aber nach und nach kommen auch immer wieder andere Charaktere zu Wort und deren Leben rückt genauso in der Vordergrund, bis wir diese ganze bunte Traube hier rechts haben, um die wir uns gleichzeitig sorgen müssen.

Von der Beschreibung sollte es ja schon ersichtlich sein: Es gibt keine große Handlung, die irgendein Ziel hat. Der Webcomic handelt wirklich einfach „nur“ von den Charakteren. Die sind vor allem niedlich gezeichnet, selbst wenn sie nicht im Chibi-Format auftauchen. Viel wichtiger ist aber, dass sie selber es eben auch sind, und dass es nicht nur zahlenmäßig eine Fülle an Figuren gibt. Zum einen wimmelt es in dieser magischen Version von Paris geradezu von magischen Kreaturen: Sebastien ist ein Magier, Elia ein Vampir, aber dann gibt es noch ihre Freundinnen Ronnie, eine Werwölfin, und Pam, eine Zyklopin. Ronnie entwickelt eine süße, kleine Romanze mit Drew, einem Zombie, Pam dagegen ist ein bisschen in ihre Kommilitonin Radha verknallt, die ihres Zeichens eine Naga ist. Dann gibt es noch Geister, Feen, eine Gorgo, einen Incubus, einen Djinn und … okay, Pierre, den Hasen. Bisher. Seit Season 1 hat sich die Welt von „Les Normaux“ stark erweitert und wer weiß, was da noch so kommt. :)
Ebenso erfreulich ist, dass sich diese Vielfalt auf viele andere Bereiche überträgt. Zwar sind die meisten Charaktere auf der schlankeren Seite und von den 17 momentanen Charakteren sind 15 cis (Tiponi, die erwähnte Fee, ist eine Transfrau und der Geist, Amou, ist ein Demiboy.) Ansonsten kommen die Familien der Charaktere aus allen Ecken der Welt (nicht zu verwechseln mit der Nationalität, da sind die meisten in der Tat französisch), die Charaktere haben verschiedene Lebensweisen, Interessen, Talente, Sexualitäten (inklusive von Charakteren, die noch nicht wissen, wo sie sich wiederfinden), romantische Orientierungen, Fähigkeiten … Es gibt einen Charakter, der einen Rollstuhl nutzt und leicht stottert, andere kommunizieren in Gebärdensprache. Und so sehr ich auch immer wieder betone, dass die Geschichte vor allem süß ist, ernstere Themen werden ebenso angesprochen. Eine der neueren Episoden sprach Depressionen an, wann anders ging es um Eltern, die ihre Kinder aufgrund ihrer Sexualität nicht akzeptieren. Es ist schon öfter passiert, dass etwas thematisiert wurde, das mir auf ganz persönlicher Ebene nahe ging, weil ich diese oder eine ähnliche Erfahrung auch gemacht habe. Deswegen ist es so schön, dass der Comic insgesamt eher gute Laune macht, es baut gleichermaßen auch auf.

„Les Normaux“ macht Spaß und gute Laune … außer manchmal, aber dann müsst ihr nur eins, zwei Episoden weiterlesen, um euch wieder besser zu fühlen. Von daher kann ich euch den Webcomic nur wärmstens ans Herz legen, vor allem wenn ihr immer nur ein bisschen Zeit habt. So eine Episode (oder zwei oder drei oder vier) sind fix gelesen. Falls ihr mit dem Lesen anfangt – haltet nach dem Daaaaaanng!-Moment in Episode 18 (Season 1) Ausschau. Und nach dem bergsteigenden Pierre. Und nach Elias schlechten Vampirwortwitzen. Und und und.

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6 thoughts on “Webcomic | Les Normaux

  1. Ich hab noch nie Webcomics gelesen, aber es sieht so aus, als müsste ich mein Verhalten mal verändern. Das hier klingt nämlich wirklich gut, vor allem wegen der Vielfalt und auch einfach so. Ich gucke es mir mal an. Wie funktioniert das eigentlich dann? Man liest und liest und kann sich entscheiden, ob man dem Künstler dafür etwas spendet oder nicht?

    • Unbedingt! ;D „Les Normaux“ könnte dir echt gefallen. :)
      Die Webcomics auf Tapastic (und generell auch, denke ich) sind alle kostenlos und es wird nie nach Geld gefragt oder so. Manche Künstler_innen nehmen aber an dem einen Supportprogramm teil, bei dem du einen monatlichen Beitrag festlegen kannst, den du zahlen willst (jederzeit änderbar) und je nachdem, wie viel es ist, hast du Zugriff auf Skizzen, Extracomics, früheren Zugang … was festgelegt wurde. (Die Zeichnerin von LN war bis diesen Monat beim Supportprogramm von Tapastic dabei, aber das wurde jetzt komplett eingestellt. Sie hatte z.B. Desktophintergründe angeboten, wenn du insgesamt $5 gespendet hat (also auch wenn du über fünf Monate $1 gespendet hast) und einen Gastauftritt im Comic bei insgesamt $50.)
      Manche Webcomics haben auf ihren Tumblrblogs etc. aber auch „normale“ Spendemöglichkeiten, glaube ich.

  2. Neinneinneinneinnein. Du fängst jetzt keinen Webcomic an. Nein, lass das. Klick wieder auf das X. Jaaa, so ists brav!

    Mensch, das klingt wirklich toll. Und schaut auch toll aus. Aber ich hab 1000 ungelesene Bücher, die nach meiner Aufmerksamkeit schreien, da hab ich eigentlich wirklich nicht die Zeit dafür. Aber ich werds trotzdem mal im Hinterkopf behalten. Das kann ja nicht schaden ;)

    • Dochdochdochdochdoch. Öffne den Link. Lass das Fenster offen. Liiiiiiies … Tu es für Pierre!

      Deine Bücher verzeihen es dir auch hundertpro, wenn du mal ganz kurz was anderes einschiebst. ;) (Ernsthaft, als ich den Beitrag geschrieben hab, wollte ich ein paar Sachen noch mal nachgucken und hab am Ende alles noch mal gelesen, besonders lange hat das auch nicht gedauert. xD Beim ersten Lesen natürlich etwas länger, aber das sind ja wirklich recht kurze Dinger – und momentan wird auch nicht zu oft geupdated. Bei Webcomics muss mensch sich wirklich nie Sorgen machen, dass sich die Updates anhäufen. xD)

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