2016

Ganz passend zu meinen momentanen Blogaktivitäten wünsche ich euch reichlich verspätet ein frohes neues Jahr! Auf dass 2016 entweder genauso gut werde wie 2015, oder besser – wie ihr euch das für das Jahr eben wünscht.

Um das Jahr aber doch noch ein bisschen abzuschließen, gibt’s hier ganz knackig fünf buchige Fakten, die 2015 mit sich gebracht hat. Keine Statistiken, weil ich die über’s Jahr nicht gesammelt habe. Faulheit und Desinteresse sind da keine guten Motivatoren. xD

Nummern_1_100 2015 durfte ich mich besonders über Etta freuen, die Protagonistin in Not Otherwise Specified (Hannah Moskowitz) ist und mich mit ihrer aufrichtigen und ehrlichen Art ja ganz bezaubert hat. Auch sonst hatte mir das Buch sehr zugesagt, was vielleicht bei der Rezension herauszuhören ist. ;) Außerdem war Etta auch meine bisher zweite Protagonistin, die ganz offen und unverblühmt bisexuell ist und das Wort auch so benutzt. Klar gibt’s bi- und multisexuelle Protagonist_innen auch ohne das Wort (in manchen Settings passt’s ja wirklich nicht immer ganz), aber es schon immer schön, über solche Beispiele zu stolpern.

Nummern_2_100 In der Hinsicht sollte wohl auch Quicksilver (RJ Anderson) erwähnt werden, welches auf dem ersten Band, Ultraviolet, aufbaut. Im zweiten Band übernimmt aber Niki das Lenkrad, die mich mit ihrer trockenen Art und Weise auch gleich für sich gewonnen hatte. Dass sie dann auch die erste asexuelle Protagonistin war, die mir über den Weg gelaufen ist (und die das Wort auch so verwendet hat), hat’s eigentlich nur besser gemacht. In dem Zusammenhang hat die Autorin auch etwas Wichtiges über Freundschaft betont: Freundschaft ist nicht „weniger“, es ist nur anders als Romantik.

Nummern_3_100 Während mir Asking for It (Louise O’Neill) gut gefallen hat, war meine Leseerfahrung mit dem Buch eine der unangenehmsten im Jahr. War aber auch gut so, dass es so war, immerhin ging es um die mehrfache Vergewaltigung und Erniedrigung einer jungen Frau, Emma, und die anschließenden öffentlichen Reaktionen, die sie verteufeln. Von daher hat’s das Buch vollkommen richtig gemacht, bleibt mir deswegen aber auch gewissermaßen negativ in Erinnerung.

Nummern_4_100 Zurück zum Positiven! Captain Cow habe ich es zu verdanken, dass ich The Gracekeepers (Rezension) gelesen habe, und dann hatte ich das unverschämte Glück, dass Kirsty Logan, die Autorin, nach Edinburgh kam (mehr dazu hier). Und was soll ich sagen? Sie ist ein furchtbar sympathischer und talentierter Mensch – sie brachte selbst mich dazu, Kurzgeschichten zu lesen, wenn das mal nichts ist! – dem ich hier auf dem Literaturfestival hoffentlich noch öfter mal begegne.

Nummern_5_100 Warum pack ich das „Schlechte“ an den Schluss? So schön die Bücher teilweise auch waren, insgesamt hab ich deutlich weniger gelesen. Manches davon war die Uni, manches die Tatsache, dass ich nicht nur weiterhin auch Comics, sondern auch zunehmend Webcomics gelesen habe – aber das nimmt ja nicht alle Zeit der Welt in Anspruch. 2016 muss ich mir meine Zeit einfach wieder besser einteilen, und eben auch Platz zum Lesen schaffen, und das bleibt vorerst mein wichtigster Vorsatz für das neue Buchjahr.

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Und ihr so?

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