The Disreputable History of Frankie Landau-Banks | E. Lockhart

balken_blau The Disreputable History of Frankie Landau-Banks
Genre: YA, Contemporary
Verlag: Hot Key Books
ISBN: 978-1-471-40440-5
Preis: £7.99
Erscheinungsdatum: November 2014
Format: Paperback

Goodreads

Fifteen-year-old Frankie Landau-Banks has grown up a lot over the summer. She’s no longer daddy’s little girl – and almost immediately after starting the new semester at her highly prestigious school, she bags goofy-but-gorgeous Matthew Livingston as her boyfriend. They get along great but then Frankie discovers that Matthew is a member of a boys-only secret society that specialise in ‚hilarious‘ pranks. Which hardly seems fair… especially when Frankie knows she’s smarter than any of its members. And to prove this, she’s going to teach them a lesson.

Impersonating lead member Alpha by using a fake email account is surprisingly easy, and soon Frankie is setting the boys up with all sorts of ridiculous schemes and sending them on wild goose chase after wild goose chase. Alpha’s not prepared to lose face and admit it’s not him sending the emails – but the fun can’t last forever, and soon Frankie will have to choose between what she think she wants, and the reputation she deserves.

Diversity-Check: Frankies Familie ist jüdisch (ansonsten wird aber nicht weiter darauf eingegangen).

Zum Buch:
Es gibt diese Momente, da möchtest du etwas und es gibt absolut gar keinen Grund, warum du es nicht haben solltest – und dann stellen sich trotzdem ein paar Leute in den Weg, weil … Gründe. In so einer Situation befindet sich Frankie, die liebend gerne der Geheimgesellschaft ihres Freundes beitreten möchte. Die Gruppe ist dafür bekannt, der Schule und dem Personal Streiche zu spielen und Frankie hätte da deutlich bessere Ideen als die Jungs in der Gruppe. Das Problem? Jungs, die Jungs. Mädchen sollen nämlich nicht teilnehmen und niemand denkt auch nur daran, Frankie zur Teilnahme einzuladen.

Wie Frankie damit umgeht, ist herrlich. Statt kleinbeizugeben, fasst sie ganz in Frankie-Manier einen Plan. Sie wollen sie nicht reinlassen? Dann lässt sie sich eben selbst ein. Ist auch gar nicht schwer, so unkreativ wie die Jungs im Club sind. Frankies Streiche sind inspiriert und zeigen Verfehlungen der Schule auf, und zielen darauf ab, etwas zu verbessern, und schlagen einfach mehr ein als die der Jungs. Da werden sie nicht Nein sagen können, wenn diese Streiche in ihrem Namen begangen werden, auch wenn sie nicht wissen, wer eigentlich dahintersteckt.

So weit, so witzig. Natürlich bringt das einige Probleme mit sich: Der Anführer der Gruppe, Alpha (ja, ihr dürft lachen), will wissen, wer sich als er ausgibt, Frankie muss ihre geheime Identität, nun, geheimhalten und so clever ihre Streiche auch sind, viele verstehen nicht, worum es ihr damit geht, weswegen sie ihr Ziel – Veränderung – gewissermaßen verfehlt. Nur kann sie auch schlecht Stellung dazu nehmen, wenn erst mal kein Mensch wissen soll, dass sie es war, ne?

Letztlich hat das Buch sehr deutliche feministische Töne – aber eben Frankies Feminismus, was betont wird und was mich sehr gefreut hat: Den Feminismus gibt’s eben nicht und ich hab das Gefühl, das kann ruhig öfter betont werden.
Es zeigt auch eins dieser weitverbreiteten Probleme auf: Frankie ist tierisch genervt, dass Matthew und seine Freunde sie nicht als eigenständige Person wahrnehmen, und trotzdem will sie Teil ihrer Gruppe werden, eine von ihnen sein. Dieses Ringen um Anerkennung, ist es nicht auch das, was ihre Streiche sind? Nicht die Streiche per se, die das Schulleben kommentieren, aber dass sie es im Namen der Jungs ausführt, um doch irgendwann aufgenommen zu werden. Ist es das aber wirklich wert? Warum sollte sie mit Leuten sein wollen, die erst überzeugt werden müssen, dass sie Akzeptanz und Anerkennung verdient hat? Frankie muss da ihre eigene Antwort darauf finden, aber wenn jüngere Leser_innen sie diese Fragen zwischendurch selbst stellen, hat das Buch alles richtig gemacht.

04

„The Disreputable History of Frankie Landau-Banks“ mag einen ellenlangen Titel haben, ist aber ein kurzweiliger Spaß, der trotzdem ein paar wichtige, feministische Fragen stellt. Es ist garantiert keine schwere Kost, aber so muss das manchmal auch sein – und zeigt jüngeren Leser_innen vielleicht auch, dass Feminismus wirklich nichts Schlimmes ist.

balken_blau

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2 thoughts on “The Disreputable History of Frankie Landau-Banks | E. Lockhart

    • In diesem Jahrzehnt sollte das doch machbar sein, mit diesem Jahr sind es noch vier volle Jahre. ;D Leg’s dir am besten gleich auf den Schreibtisch oder so.

Und ihr so?

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