All the Devils Here | Astor Penn

balken_blau all the devils here Genre: YA, Postapokalypse
Verlag: Harmony Ink
ISBN: 978-1-632-16254-0
Preis: $6.99
Erscheinungsdatum: Oktober 2014
Format: eBook

Goodreads

Brie Hall, a sheltered and privileged teenager, is in her final year of boarding school in New York City when disaster strikes. A worldwide biological crisis, the origins of which are unknown, quickly decimates a large portion of the population, and there is no known cure. The threat of contamination is always present, and she cannot trust anyone she sees on the road, and as time goes on, she sees fewer travelers.

While journeying to find her family, Brie meets another wanderer, a girl with a past she can’t or won’t divulge. Circumstance force them together to escape notice of government-issued hazmat vehicles sent to deliver them to unknown conditions. With no hope of a cure, they do only what they can to survive and remain free, picking up new skills and hardening into people they never meant to become. While struggling to answer the question of how to survive a plague, they must also ask how they can survive the version of themselves they’ve become.

Content Note:
Es geht in dieser Welt mittlerweile um das Überleben des Stärkeren und Gewalt ist ein fester Bestandteil der Geschichte, auch tödliche. Ebenso werden Menschen gegen ihren Willen festgehalten. Wie immer gilt: Wenn konkrete Fragen bestehen oder mehr Details gewünscht sind, fragt ruhig nach.

Zum Buch:
Das war dann wohl ein klarer Fall von „wollte ich mögen, hat nur nicht geklappt“. Am Anfang sah es doch ganz gut aus – der Klappentext wirkte nicht schlecht, versprach auch ein paar Charakterstudien und in Sachen Diversity liefert das Buch durchaus. Der Verlag listet das Buch unter lesbischer Literatur (auch wenn der Begriff im Buch nie fällt), und das Mädchen, das Brie trifft, ist Schwarz (auch wenn das im Buch auch eher umschrieben wird – und in Sachen Brie wird mehr oder minder nur gesagt, dass ihre Haut heller ist), und auch wenn die Vergangenheit verschiedener Charaktere kaum besprochen wird, so macht Raven doch deutlich klar, dass sie bei weitem nicht so privilegiert aufwuchs wie Brie. Auch alternative Familienentwürfe werden zumindest angesprochen – in einer sterbenden Welt ist es eben nicht mehr so wichtig, wer wie miteinander verwandt ist; Kinder, die Anschluss brauchen, gibt es trotzdem noch.

Was weniger funktionierte, waren die Charaktere an sich. Oder sollte ich sagen: die Namen? Denn viel mehr sind die Figuren leider nicht. Ich kann nicht mal sagen, woran es liegt, aber an keiner Stelle hatte ich das Gefühl, ausgefeilte Figuren vor mir zu haben. Beziehungsweise tauchten ab und an mal ansatzweise interessante Figuren auf … nur blieben die nie lange. Das hat sicherlich auch nicht geholfen.
Und so sehr ich mich auch freue, dass es hier eine romantische Beziehung zwischen zwei Mädels gibt … es ist und bleibt Instalove, zumindest hier. Wir wissen nicht wirklich viel über Brie, noch weniger über Raven und Gleiches gilt für die beiden miteinander. Und dann ist mit ein paar Tagen als Basis von Liebe die Rede, da funktioniert doch etwas nicht. (Und ich gebe zu, dass das was absolut Persönliches ist, aber Brie redet von Raven immer als „my girl“ und … can you not? Es ist nicht mal im Zusammenhang von „that’s my girl“, im Scherz etc., sondern sie nennt Raven, vor allem als sie ihren Namen noch nicht kennt, „my girl“, was schon etwas komisch ist.)

Leider funktioniert die Geschichte ohne interessante oder gut ausgearbeitete Charaktere so gar nicht. Es ist nicht so, dass alles absolut ereignislos wäre – im Gegenteil, es passiert so einiges. Aber das meiste davon ist nicht gerade tragisch oder sonst irgendwie bedeutend, wenn die Charaktere auch nicht von Bedeutung zu sein scheinen. Was kümmert es mich dann auch, dass sie sich fragen, was aus ihrer Menschlichkeit geworden ist? Dabei hätte das Buch durchaus interessante Fragen stellen können.
Hinzu kommt, dass angeblich große Wendepunkte und andere Enthüllungen sehr offensichtlich sind – überraschender war, dass die Protagonistin da nicht eher auch von selbst drauf gekommen ist.

Was ich dem Buch lassen will, ist, dass es die momentane Situation der Welt und der Charaktere nicht ignoriert. Es gibt kaum Ressourcen, sie müssen im Freien schlafen, hungern, und werden gejagt. Wer friert und kaum etwas zu essen hatte, kann nun mal nicht so schnell rennen, oder gut schlafen, jagen … was für’s Überleben eigentlich wichtig ist. Zumindest das ignoriert der Text nicht.

02

Hätte gut sein können, war es am Ende leider nicht. Flache Charaktere und eine Handlung, die von gut ausgearbeiteten Charakteren abhängt, standen da leider im Weg und zurück bleiben interessante Ansätze und eine durchaus realistische Darstellung vom Leben ohne wirkliche Ressourcen. Das reicht allerdings nicht aus für ein wirklich interessantes Buch – aber wenigstens war’s kurz.

balken_blau

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3 thoughts on “All the Devils Here | Astor Penn

  1. Pingback: April 2016 | Muh, das Telefonbuch

  2. Wenigstens wars kurz, ein bezeichnender Schlusssatz :-p Danke für die Warnung, vom Klappentext her klang es echt interessant, aber die Punkte, die du ansprichst, würden mich wohl auch stören.

    • Irgendwas muss ich dem Buch ja lassen. :’D Bin da auch sehr froh gewesen, dass ich das Buch vor Ewigkeiten mal im Zusammenhang mit einer Aktion des Verlags gekauft habe. Da war es auch nicht so teuer. Ist nur schade drum, wenn die Charaktere ordentlich ausgearbeitet wären, hätte das alles schon deutlich besser sein können. :/

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