Über Gewalt daheim: ein kleiner Hilferuf

Nicht von mir, zum Glück, aber vom Klett-Kinderbuchverlag. Und um dieses Bilderbuch geht’s: „Klein“ von Stina Wirsén.

Klein

Dies ist die herzbeklemmende Geschichte von einem kleinen Wusel, genannt Klein. Es geht ihm nicht gut. Viel zu oft gibt es zu Hause Streit. An viel zu vielen Tagen hat Klein zu Hause Angst. Aber davon kann es keinem etwas sagen. Oder? Und wer hilft ihm, wer tröstet es, wer bringt es ins Bett, wenn es wieder so ist? Keiner. Oder?
Es kommt ein Tag, an dem Klein einfach von seiner Not erzählt. Die Erzieherin in der Kita ist so lieb, da traut es sich. Und das ändert alles.

Wenn es zu Hause nicht gut ist: ein kleines, starkes Bilder- und Gesprächsbuch

Und was ist jetzt das Problem? Vor zwei Tagen postete der Verlag auf Facebook, dass sich das Buch sehr schlecht verkauft, was an sich wenig verwunderlich ist: In den Fällen, in denen es notwendig wäre, werden es die Eltern sicherlich nicht kaufen. In den anderen Fällen wird angenommen, dass es nicht notwendig sei, nur weil das eigene Kind nicht betroffen ist. Dabei ist es gerade bei solchen Büchern wichtig, dass sie ihren Weg zu Kindern finden, nur hier dann vielleicht über andere Einrichtungen?

Heute kam die Nachricht, dass es schon deutlich besser aussieht für das Buch, weil so viele schnell reagiert haben. Mittlerweile ist es auf Amazon gar ein Bestseller, aber in dem Fall ist mehr immer noch besser, deswegen dieser Hinweis auf das Buch. Vielleicht kennt ihr einen Kindergarten oder eine Schule oder eine andere Einrichtung, die Interesse an dem Buch hat/ein Exemplar gebrauchen kann? „Klein“ ist auch nicht das einzige Buch, das es zum Thema gibt. Rona Duwe hat hier diesen und noch drei weitere Titel rezensiert: Kinderbücher bei Beziehungsgewalt.

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4 thoughts on “Über Gewalt daheim: ein kleiner Hilferuf

  1. Oh Gott, ist das süß!
    Wirklich schade, dass das Buch sich so schlecht verkauft, obwohl mir die Gründe ja echt logisch erscheinen. Aber es wäre sicher auch gut es an öffentlichen Orten zu haben, also in Kindergärten, Bibliotheken usw., wo halt diverse Kinder darauf stoßen können. Außerdem finde ich es auch immer gut Kindern, die gar nicht direkt von sowas betroffen sind darüber aufzuklären. Die müssen schließlich auch Bescheid wissen, dass es sowas gibt und können es so vielleicht sogar bei Freunden erkennen und helfen und es schürt sicher generell Empathie.

    • Jap, genau das meinte der Verlag dann auch: Dass Eltern es ihren Kindern trotzdem vorlesen/zeigen sollten, immerhin könnten ja Freund*innen betroffen sein, wenn nicht das eigene Kind selbst. Aber dank der Reaktionen vieler ist das Buch jetzt zumindest an einigen Stellen anzufinden, das ist doch ein guter Ausgang. :)

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