Book of Lies | Teri Terry

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Originaltitel: Book of Lies
Genre: YA, Fantasy, Mystery
Übersetzer: Petra Knese
Verlag: Coppenrath
ISBN: 978-3-649-66752-0
Preis: 17,95€
Erscheinungsdatum: Juli 2016
Format: Hardcover

Goodreads

Quinn und Piper sind Zwillinge, doch sie sind sich noch nie begegnet. Erst als ihre Mutter bei einem tragischen Unfall stirbt, treffen sich die Schwestern auf der Beerdigung. Piper ist begeistert und fasziniert. Für sie ist Quinn der Schlüssel zu einem uralten Familiengeheimnis. Doch Quinn ist voller Misstrauen. Warum wurde sie ihr Leben lang von ihrer Schwester ferngehalten? Schlummert in ihr tatsächlich eine dunkle Seite, vor der sie ihre Mutter und Großmutter immer gewarnt haben? Ist sie eine Gefahr für Piper? Während Quinn ihre Vergangenheit hinter sich lassen will, vergräbt sich Piper immer tiefer in die Mythen und Prophezeiungen, die sich um ihre Familie ranken – und tritt damit ein Inferno los.

Content Note:
Es gibt einen Charakter of Color, der aber mit Kaffe und Schokolade verglichen wird.

Zum Buch:
Buch der Lügen, in der Tat. Versprochen wurde mir eine spannende Geschichte, da herrschte aber leider Fehlanzeige. Dabei ist die Grundidee zwar keine Neuerfindung des Rads, aber trotzdem interessant. Piper und Quinn sind Zwillinge, wissen aber nicht voneinander … oder zumindest eine wusste nichts. Sie sind dabei auch nicht irgendwelche Zwillinge, sie umgibt ein Familiengeheimnis, das an ihre magischen Fähigkeiten gebunden ist. Und eine von ihnen hat nichts Gutes im Sinn. Die Autorin geht dabei nur leider nicht sehr subtil vor. Von Anfang an ist klar, welches Mädchen der „dunkle“ Zwilling ist. Nur eine ist stark bevormundend, kontrollsüchtig und lügt vom ersten Moment an, wenn sie nicht mal wieder einen Wutausbruch hat. Statt das alles noch einmal herumzudrehen und Ambiguitäten zu erschaffen oder d*ie Leser*in doch mal auszutricksen, geht Teri Terry den Weg des geringsten Widerstands, der leider auch absolut vorhersehbar ist.

Die Auflösung lässt ebenso zu wünschen übrig. Bei ihrer letzten Reihe wurde der Konflikt am Ende durch einen Deus-Ex-Machina-Moment aufgelöst. Den gab’s hier so nicht, aber am Ende haben alle Charaktere ganz plötzlich die richtigen Geistesblitze und erklären sich alles selber, ohne dass Hinweise sie konkret darauf hingewiesen hätten. (Uns schon, aber das Innenleben der Charaktere ist den anderen Figuren ja nicht bekannt.)

Auch ansonsten greift die Autorin manchmal etwas daneben. Es sollte heutzutage doch mittlerweile bei einigen angekommen sein, dass es, als generelle Praxis (individuell mag das akzeptiert sein), keine gute Idee ist, die Haut von Personen of Color mit Nahrungsmitteln zu vergleichen. Von Schreibenden erwartet ich eigentlich genügend Recherchearbeit, dass das bekannt ist und dann der einzige Charakter of Color im Buch eben nicht mit Schokolade und Kaffee (sogar gleichzeitig!) verglichen wird. Nur enttäuscht Teri Terry auch an dieser Stelle.

02

„Book of Lies“ fing gut an und wurde dann schnell langweilig. Teri Terry neues Buch ist vollkommen vorhersehbar, bietet keine zufriedenstellende Auflösung und umschreibt seinen einzigen Charakter of Color in rassistischer Art und Weise. Ich hab sicherlich schon schlechteres gelesen, aber etwas Gutes lässt sich hier auch nicht finden.

balken_blau

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