The Upside of Unrequited | Becky Albertalli

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Genre: YA, Contemporary
Verlag: Penguin
ISBN: 978-0-141-35611-2
Preis: £7.99
Erscheinungsdatum: 11. April 2017

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an Penguin (via NetGalley).

Goodreads

Seventeen-year-old Molly Peskin-Suso knows all about unrequited love-she’s lived through it twenty-six times. She crushes hard and crushes often, but always in secret. Because no matter how many times her twin sister, Cassie, tells her to woman up, Molly can’t stomach the idea of rejection. So she’s careful. Fat girls always have to be careful.

Then a cute new girl enters Cassie’s orbit, and for the first time ever, Molly’s cynical twin is a lovesick mess. Meanwhile, Molly’s totally not dying of loneliness-except for the part where she is.
Luckily, Cassie’s new girlfriend comes with a cute hipster-boy sidekick. Will is funny, flirtatious, and just might be perfect crush material. Maybe more than crush material. And if Molly can win him over, she’ll get her first kiss and she’ll get her twin back.

There’s only one problem: Molly’s coworker, Reid. He’s an awkward Tolkien superfan, and there’s absolutely no way Molly could fall for him. Right?

Content Note:
Im Buch gibt es Szenen mit Fatshaming, Queerfeindlichkeit, Sexismus und Rassismus – es bleibt aber nie so stehen, sondern wird hinterfragt.

Zum Buch:
Im Zentrum der Geschichte stehen Molly und ihre Familie. Es ist eine jüdische Familie (in dieser Hinsicht ist es auch ein #ownvoices-Buch) mit zwei Müttern und drei Kindern: den Zwillingen Molly und Cassie, und dem zweijährigen Xavier. Das Lustigste ist, dass mindestens 60% der Familie queer sind (Xavier ist da noch etwas zu jung, um eine Aussage zu treffen): Eine der Mütter, Patty, ist bisexuell, während die andere Mutter, Nadine, und Cassie lesbisch sind. Außerdem sind Nadine und Xavier Schwarz – ebenso wie Abby, Mollys Cousine und unsere Verbindung zu Becky Albertallis vorherigem Buch, „Simon vs. the Homo Sapiens Agenda“. (Eine wirkliche Rolle spielt sie im Buch nicht, sie taucht aber ab und an auf.)

„The Upside of Unrequited“ ist ein wunderbar positives Buch. Was nicht heißen soll, dass es nicht auch um ernste und traurige Themen geht. Queerfeindlichkeit, Sexismus, Fatshaming und Rassismus – all das wird angesprochen. Nicht alle in Nadines Familie respektieren, dass sie lesbisch ist. Freunde von Mina (Cassies Love Interest, ein pansexuelles, amerikanisch-koreanisches Mädchen) mögen generell noch so nett sein, sie sind aber auch sexistische Vollpfosten, die glauben, penetrativer Sex wäre der einzig „richtige“ Sex. Pattys Mutter hackt beständig auf Molly rum, weil sie fett ist und sorgt dafür, dass sie sich schlecht fühlt. Das Gute ist, dass all das in Frage gestellt und widerlegt wird. Nur nicht immer so rigoros, wie ich mir wünschen würde – beispielsweise versucht Cassie, ihre Schwester mit einem von Minas Freunden zu verkuppeln und das selbst nachdem sie sich daneben benommen haben. Nach einer Weile war’s ein bisschen ekelig.

Was mir ganz besonders am Buch gefiel, war, wie sehr ich Mollys Sorgen nachvollziehen konnte. Verwandte, die angeblich harmlose Kommentare über dein Gewicht von sich geben, die aber deutlich mehr anrichten? Check. Ihre Sorgen und Fragen rund ums Thema Intimität und Beziehungen, unter anderem durch die Unsicherheit, die sie wegen ihres Gewichts hat? Sowas von check. Ihre Schüchternheit, die es ihr unmöglich zu machen scheint, mit anderen die Konversationen zu führen, die sie führen will? Aber hallo.
Umso schöner ist es, dass Becky Albertalli den ganzen Weg geht und Molly realisieren lässt, dass sie schön ist. Dass sie nicht dünner werden oder sich anders verändern oder einen Freund haben muss, um liebens- oder begehrenswert zu sein.

Ganz ohne Klischees kommt die Geschichte nicht aus – wir haben ein bisschen was von einem Liebesdreieck und das gute alte Missverständnis muss gegen Ende Drama erzeugen, das nicht unbedingt notwendig war. All das verblasst aber vor den Charakteren und ihren Liebesbeziehungen. Und damit meine ich nicht nur Cassie und Mina, oder Molly und Reid. Wobei die auch fantastisch sind, weil diese Romanzen endlich mal wieder auch Freundschaften basieren und sie damit umso mitreißender und vor allem glaubhafter sind – das Ganze hat Chemie! Aber ich meine auch die Liebe zwischen Cassie und Molly als Schwestern, die Liebe innerhalb der ganzen Familie. Die Liebe zwischen Freundinnen. Bei allem kann es mal bröckeln und Probleme geben – aber das muss nicht das Ende der Welt sein und alles zerstören.

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Nach dem Lesen von „The Upside of Unrequited“ hab ich mich einfach gut gefühlt. Ob du dick bist oder queer oder schüchtern oder durcheinander oder unsicher – das ist alles gar nicht schlimm. Es ist in Ordnung und du wirst geliebt. Nicht nur trotzdem, sondern einfach so.

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Bisherige Rezensionen zur Reihe: Simon vs. the Homo Sapiens Agenda

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