März 2017

Eigentlich hab ich noch ein paar mehr Bücher gelesen, aber mehr als drei auf einmal konnte ich nicht halten … okay, nein, manche liegen einfach nicht in gedruckter Form vor oder wurden bereits verliehen. Ersteres meint unter anderem drei Manuskripte, die das Lektorat auf Arbeit weitergereicht hat, letzteres meint „The Hate U Give“, welches noch eine eigene Rezension erhalten wird. Aber so viel sei gesagt: Lesen. Mal abgesehen davon, dass das Buch klasse geschrieben ist, die Story ist umso wichtiger. Immer wieder wird gesagt, dass wir Weißen als ersten Schritt auch einfach mal zuhören müssen; Bücher wie dieses sind die ideale Gelegenheit, genau das zu tun. „The Hate U Give“ wurde nicht aus diesem Grund geschrieben, aber das ändert nichts daran, dass es viel zu lernen – und hoffentlich zu verstehen – gibt. Im Anschluss daran passt eigentlich auch gut „Unter Weißen“, Mohamed Amjahids Berichte über sein Leben (und teilweiser das anderer) als Person of Colour vor allem in Deutschland – dieses Buch wiederum wurde auch mit weißen Leser*innen im Sinn geschrieben, hält uns einen Spiegel vor und erinnert daran: Auch in Deutschland ist Rassismus ein vorherrschender Aspekt der (weißen) Gesellschaft.

Die anderen zwei Bücher verblassen da in Sachen Wichtigkeit. „Was in den Schatten ruht“ war ein Jugendthriller und wenig begeisterungswürdig – gut war, dass Sexismus unter Jugendlichen näher beleuchtet wurde, schlecht war, dass es ein bisschen auch ein Buch über einen schizophrenen Charakter war, aber keinesfalls ein Buch für Menschen mit Schizophrenie. Nicht zuletzt wegen zahlreicher ableistischer Formulierungen.
Und „Quidditch Through the Ages“ musste aus vermutlich bekannten Gründen sein. Hab zwar schon zwei Ausgaben, aber die hier hatte neue Illustrationen. (Und ich hab das Gefühl, dass auch der Inhalt etwas anders war. Früher wurden doch auch Fouls ausgiebig beschrieben, oder?)

Bleibt also The Backstagers, das ausnahmsweise auch schon eine Rezension hat. Und da ich mich nicht wiederholen möchte, bleibt nur zu sagen: unglaublich niedlich, lest es!

Letztendlich war der Lesemonat dann ganz anders als es per tbr-Stapel geplant war, aber bei Projekten auf Arbeit und Buchmessen kann schon mal was durcheinander kommen. Der Nachteil ist, dass das in dem Fall bedeutet, dass das diverse Lesen immer und immer wieder zurückgesteckt wird. Im ersten Quartal hab ich mein „Soll“ nur bei Büchern mit Charakteren of Colour erfüllt: 62,5% aller gelesenen Büchern (von geplant 50%). Alles andere hinkt hinterher: rund 42% der Bücher waren welche mit queeren Charakteren, 33% stammten von queeren Autor*innen, 25% von Autor*innen of Colour. (Am Ende muss ich mal gucken, wie viele davon queere Autor*innen of Colour sind …) Beim Thema Disabilities dümpelt die Zahl sowohl für Autor*innen als auch Charakteren bei mageren 8% herum.
Immerhin ist der April etwas besser gestartet.

Ansonsten? Ich bin jetzt ein Vierteljahrhundert alt. Ich erwähn es nur, weil ich die Formulierung so mag und bisher die Einzige bin, die mir dafür auf die Schulter klopft. Aber um auch mit euch ein bisschen zu feiern, hab ich ein kleines Geschenk für euch: klick. (Ich empfehle, sich hinzusetzen und emotional zu wappnen.)

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